29.05. 2021

Es ist noch immer nicht richtig warm, möchte ich anmerken. Aber ein brutaler Temperaturumschwung hätte mich dann auch umgeworfen.
Der Graf fuhr mittags nach Berlin und ich machte das Holz fertig. Es war noch etwas zu spalten und zu stapeln. Ich machte langsam. Abends war ich dann fertig, der vierte Stapel ist komplett.
Ich ging erstmal in die Badewanne und dann backte ich noch einen Kuchen.
Mimi machte mir Sorgen. Sie ist ja ganz oft noch kindlich. Jagt ihren Schwanz oder Shawn, ist quirlig und lebendig, hopst und rennt. Heute war sie ruhig und ernst, wollte lieber im Haus im Kistchen liegen und blieb am liebsten ganz eng bei mir. Auch bei mir rannte sie nicht unternehmungslustig herum, sondern legte sich hin und schaute sich immer mal prüfend um.
Ich hatte erst den Gedanken, sie könnte krank sein. Ich tastete sie ab, alles heile, nach Fieber oder ömmem Magen sah sie auch nicht aus. Sie bewegte sich normal, eben nur langsam und garnicht so hibbelig wie sonst. Komisch.
Die Nachbarin hatte die Idee, daß sie vor irgendwas Angst oder ein übles Erlebnis hatte. Vielleicht war sie irgendwo eingesperrt gewesen, fast unters Auto geraten oder jemand begegnet, ob Mensch oder Tier, der ihr Böses wollte.
Ich habe sie abends auf den Schoß genommen und geflauscht, das mochte sie. Ich beobachte das Mal, vielleicht wird sie einfach erwachsen.

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28.05. 2021

Katz auf Stapel. Schwanz paßte nicht vollständig ins Bild.

Der erste etwas wärmere Tag. So dolle war es aber noch nicht und geregnet hat es auch kurz. Gnarf. Ich will Wärme.
Ich säuberte noch das gußeiserne Topfgitter für das Gaskochfeld und dann war es endlich fertig: Sauber und mit Düsen für Propangas versehen.
Dann strich ich eine Fernsehbank und ein Stück Küchenarbeitsplatte mit Balsamterpentin-Lasur.
Nachmittags ging ich raus und karrte das Holz der vor zwei Monaten gefällten jungen Esche, das der Graf zerlegt hatte, zum letzten, halbfertigen Holzstapel.

Der Graf baute auf das Gestell eines eisernen Schlachttisches (?) eine Holzplatte, für einen schweren Außenarbeitstisch.
Zwischendurch gab es Rhabarberkuchen, den ich gestern gebacken hatte, um dann auch mal wieder meine hausfraulichen Impulse auszuleben.
Abends nahm ich Mimi, die den ganzen Tag an meinen Hacken geklebt hatte, auf den Schoß. Das mache ich selten, eigentlich nur, wenn ich anschließend die Sachen in die Waschmaschine gebe. Mir fällt auf, daß meine Allergien derzeit zurückhaltend sind. Die Birkenblüte habe ich garnicht bemerkt. – was noch nichts Richtiges heißt, meine Allergieaislöser haben ja letztes Jahr die Plätze getauscht. Statt Bäumen jetzt Gras. Mal schauen, was der Ampfer macht, wenn er blüht. Aber seit ein paar Tagen merke ich die derzeit schrecklich haarenden Katzen garnicht. Mein Immunsystem ist scheinbar immer noch mit dem Impfstoff beschäftigt.
Abends kochte ich und dann war es schon wieder schrecklich spät.

Ach, und es ist das Ableben meiner GoreTex-Jacke aus dem Jahr 2000 zu vermelden. Die Beschichtung zerfiel heute i der Waschmaschine zu Konfetti. Trotz Outdoor-Klamotten-Waschgang.

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27.05. 2021

Hoffentlich der letzte Tag mit Sturzregen und Kälte. So langsam ist das Wetter demoralisierend. Die Katzen sehen es genauso.
Vormittags planten wir die nächsten Wochen. Nachmittags putzte ich das Gaskochfeld zu Ende und probierte ein paar andere Brenner aus, solche alten mit Bronzekranz, aber mit denen funktionierte die Flamme einfach nicht. Also gibt es doch die originalen Brenner.
Abends ging der Graf Wege ab, die er ins hohe Gras mähe will. Wir schnitten gemeinsam die Sichtachse wieder richtig frei.
Dann war es schon dunkel und ich duschte und kochte mir Reis mit Gemüse.
Jetzt ist es höchste Schlafenszeit.

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