Nee, nee

Nicht, daß Sie denken, hier kommt nix mehr wg. fortgeschrittenem Lebensdrama.
Das Arbeitsverbot macht mich maulfaul und ich habe meinen Rechner zum letzten Mal vor 4 Tagen hochgefahren.
Ansonsten lümmele ich auf dem Sofa, mit dem iPad in der Hand und krieche durch die Niederungen des Internet, verspeise bei Frau Modeste mit Frau Casino herrlichen Kuchen und nähe mit meiner Tochter an einem Wintermantel, der bestimmt erst im Frühjahr fertig sein wird.
Aus Gründen gab es heute zum Frühstück Krabbensalat, Franzbrötchen und einen wönzigen Schlock Champagner. Der Herr Gläm hatte nämlich heute Nacht angerufen und mich erinnert, was heute für ein Tag ist.
Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach einen Cocktail daraus.

Veröffentlicht unter Leben

Kür

Neuer Perfektionsgrad im „es ist alles normal“-Spiel.

Veröffentlicht unter Leben

Schocktherapie

Manchmal bin ich ein Wesen, das nix merkt. Wenn ich mir selbst gegenüber über die Grenze gehe zum Beispiel. Ich kapiere erst im Nachhinein, daß ich mal wieder auf dem Dachfirst getänzelt bin, während ich das Gefühl hatte, nicht einmal einen Fuß vom Boden zu bekommen.
Seit der Rückkher aus dem Urlaub fährt mir ständig der Schreck in die Glieder. Kennen Sie dieses Gefühl? Dieses Kribbeln wie ein elektrischer Schlag? In den Knochen? In der Magengrube? Das passiert mir seit Tagen grundlos. Erst habe ich mich umgesehen: Kein Monster unter dem Bett, vor dem ich mich fürchten könnte, nicht einmal der Gedanke an Gefahr oder Grenzüberschreitung.
Und trotzdem fühle ich mich, als würde ich auf dem Hochseil balancieren.

Veröffentlicht unter Leben

Und schüttelt weise das Haupt

Bei diesem Thema bin ich mir nicht sicher, ob es nur mir so geht.
Wer zur Ausbildung auf ein altes Segelschiff geht, sollte wissen, daß er in die Wanten klettern muß.
Daß Militär in den unteren Chargen nicht unbedingt mit freier Entfaltung des Individuums sondern mit dem Lernprozeß, daß Befehle ausgeführt werden müssen, zu tun hat, sollte auch klar sein. Wo Ängste nicht mit Händchenhalten und gut zureden, sondern mit Arsch zusammenkneifen überwunden werden. Sonst wärs nämlich eine gemischte Kampfsport-WG auf Diskussionsbasis.
Wer davon träumt, Ballerina zu werden, muß es aushalten, vor Hunger zu frieren, vor körperlicher Erschöpfung zu weinen und sich vom Ballettmeiser anschreien zu lassen, die Perspektive, vor Erreichen des vierzigsten Lebensjahres ein körperliches Wrack zu sein, inkludiert. Wer das nicht will, kann AusdruckstänzerIn werden.
Ich verstehs nicht.

Veröffentlicht unter Leben