11 Showtime

Lächerlich, wieviel Vorbereitungszeit ich in diese Geschichte gesteckt habe, aber am Abend war es so weit. Miz Kitty’s erste Powerpointpräsentation. (das gab noch nicht, als ich studierte)
Der Graf hatte mir ohnehin alles perfekt formatiert und gestaltet und eine Stunde vor Beginn war ich ruhig. Wenn die Jahre am Theater was gebracht haben, dann die Erkenntnis, dass kurz vor der Bühne paniken, schlottern und schwitzen auch nichts mehr hilft. Das ist der Tunnel, durch den man durch muss und alles weitere Zappeln lässt einen festklemmen.

„Wir waren jung und brauchten das Geld. Berufsbiografien kreativer Freiberufler – Chancen und Risiken“ hieß das Thema und Gastgeber war die Allianz deutscher Designer. Ich glaube, ich habe mich ganz wacker geschlagen in dieser Stunde. Zumindest gebe ich mir gute Haltungsnoten, inhaltlich war ich zumindest noch nicht ganz zufrieden, ein paar Sachen hätten besser auf den Punkt gekonnt.
(Oder wie ein Mann an dieser Stelle sagen würde: „War allet cool und ein super Erfolg.“)
Eine Wiederholung ist an anderer Stelle, bei einem anderen Berufsverband, diesmal auf einem Kongress, bereits angedacht, mal schauen. – Und wer sonst noch Bedarf hat, bitte melden.

Abends im Bett sichtete ich die Meldungen von der Buchmesse. Es scheint voran zu gehen mit den eBooks, vor allem mit denen, die kein Papier mehr brauchen.
Ich habe es schon fast vergessen, dass ich Babeltext vor dreieinhalb Jahren als eBook-Verlag gegründet hatte. Ich wollte explizit Non-Print machen und dabei schauen, was das Medium verändert. Ich kann mich noch an die Unterhaltung mit der schreibenden Freundin erinnern, die entsetzt war: „Wie? Nicht gedruckt? Das geht doch nicht!“ Da gab es das Interesse der Wirtschaftsförderung des Berliner Senats, ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit  Texttunes, damals noch Startup, die mittlerweile an Thalia verkauft haben und dann wurde ich krank.
So ist das Leben. Aber mir sagte mal ein alter Herr, man solle nur das machen wovon man Ahnung hat. Deshalb mache ich jetzt das, wovon ich Ahnung habe.

Veröffentlicht unter Leben

10 Endspurt

Homepage übergebügelt, Visitenkarten geliftet und immer noch leicht vergrippt. Also tassenweise Hühnerbrühe mit Chili getrunken.
Am Abend dann mit einem Krimi im Bett gelegen, derzeit lese ich mich durch Jo Nesbø. Ich bin zwar immer mal wieder von diesem gestörten Antihelden, mit dem er arbeitet, genervt, weil ich einfach keinerlei Mitleid für Leute habe, die zu viel trinken. Aber dramaturgisch und szenisch sind die Bücher schon der Hit. Nachts um halb 3 war ich fertig und die Welt im Buch gerettet und dann konnte ich nicht schlafen.
Da attackierten mich plötzlich die Paniklanzen ob des öffentlichen Auftritts. Böse Panik, nicht das normale Lampenfieber.
Aber auch das ging irgendwann vorbei. Manchmal brauchts Mutters kleine Helfer.

Veröffentlicht unter Leben

9 Und dann war es Montag

Ich war wieder recht fit nach dem gestrigen Tag im Bett und durch meine Fotosuche um einige Informationen reicher, in welchen Filmen Sean Connery Toupet getragen hat.
Ich habe tatsächlich geglaubt, das wäre eine Eigenschaft der Kunstfigur James Bond, daß der Typ zusammengeschlagen wird, aufsteht und sein Anzug und sein Scheitel sitzen 1a. Dabei war es das Toupet…

Der Graf baute mir dann heute die beste Powerpoint-Präse der Welt. So richtig mit Pixeln ausrichten, an Schriften rumschrauben, Fotos aufm Beamer testen etc. Wat bin ick stolz.

Diese Woche muß dann auch das Kind verarztet werden, daß an einer Bachelorarbeitsschreibblockade leidet. Das mache ich doch gerne.

Ansonsten: Reste gegessen (ich liebe es, Montags die Reste vom Wochenendessen noch mal aufzuwärmen), Hühnerbrühe gekocht und mich des Lebens gefreut.

Dann begegnete mir noch ein Widergänger. PRO7 holt mit 3 Jahren Verspätung die Geschichten aus 1001 Nacht aus dem Keller. Dass die jemals noch gesendet werden! Das sehr gute Zeichen: Es ließ mich kalt. Das war mein altes Leben.

Veröffentlicht unter Leben

8 Wechselhaft und Kühl

Ich ahnte es gestern Abend schon, mein Hals war etwas steif, mein Körper so unangenehm schwer, heute morgen, eine Stunde nach dem Aufstehen dachte ich nur „O-o Kitty, das fühlt sich nach Grippe an.“
Ärgerlich, denn die Sonne kam raus und der Graf wollte mit mir einen Ausflug nach Polen machen.  So blieb es bei dem Plan und ich verschwand mit einer Thermoskanne voll Tee gleich wieder im Bett.
Gott sei Dank überkam mich nicht die Schlafkrankheit, sondern ich konnte den ganzen Tag, in die Kissen gebettet, Fotos für den Vortrag sammeln. (Albern, so einen Aufriß zu machen, aber ich mache das zum ersten Mal.)
Desderwegen, keine Neuigkeiten für heute, außer der, dass Nudelsuppe vom Chinamann hilft.

Veröffentlicht unter Leben