Obwohl wir gestern erst gegen 2 Uhr schliefen, bin ich um 8 Uhr wach geworden.
Den Ofen angeheizt, die Waschmaschine gestartet, Porridge gekocht mangels anderem Frühstück und um 11 Uhr Brötchen beim Bäckerauto gekauft
Zuerst ein bißchen geräumt, dann die Gartengeräte geschnappt. Bevor der Graf dann Assistenz brauchte, schaffte ich es zumindest, die Wäsche rauszuhängen, vor dem Haus eine Probegrabung zu machen, ob sich der Rasen auch als Beet eignet und die gußeisernen Vasen auf einen Sockel zu stellen.
Heute kreiste die ganze Zeit ein Wanderfalkenpärchen über dem Park. Zuletzt wurden sie von ein paar wütenden Krähen aus den Bäumen vertrieben.
Dann räumten wir Werkzeug aus dem Gartensaal und stellten das Sofa und die Sessel auf, die wir gestern abgeholt hatten.
Wenig später kam Besuch. Eine Fotografin auf der Suche nach Motiven.
Als sie nach einer Hausbesichtigung wieder gefahren war, holten wir Holz und spazierten zur Trebel, um den Sonnenuntergang anzusehen.
Auf den Rückweg kamen wir bei den Nachbarn am anderen Ende vom Park vorbei und schauten bei ihnen rein, das wollten wir schon lange tun. Wir tranken mit ihnen Tee und plauderten.
Im Dunkeln (was heißt, richtig dunkel, man sieht nichts)gingen wir wieder nach Hause und machten uns Fischstäbchen mit Pommes.
Und dann wurde ich auf einmal fürchterlich müde.
26.02.2019
Morgens in Berlin in Richtung Lohne (Oldenburg) losgefahren.
Beim Ausparken die vordere Schürze vom Transporter locker gebrochen (die blöden, von Bäumen hochgedrückten Bordsteine), mit Kabelbinder und Gaffertape repariert.
Die A2 langgefahren. Die LKWs fahren dort schon fast zweispurig. Bei Hannover auf die Landstraße gewechselt, durch platte, nach Intensivtierhaltung müffelnde und dann wieder durch idyllisch schöne Gegenden gegondelt.
Ein Sofa und zwei Sessel abgeholt. Dann Richtung Bremen in einen absurden Stau gekommen: Die LKWs standen auf der rechten Spur, die PKWs fuhren auf der linken. Auf einem Autohof gegessen, auf dem sich Dutzende LKWs auf der Suche nach einem Schlafplatz drängten, aber alles war voll. Alles sah nach baldigem Verkehrsinfarkt aus.
Bei Lübeck die Versuchsstrecke für elektrifiziertes Fernverkehr gesehen. Hinter Lübeck wurde es entspannt und sehr dunkel.
Auf dem Dorf angekommen, war es sehr still, dunkel und voller Sterne.
25.02.2019
Morgens von Vorpommern nach Berlin gefahren. Während der Fahrt mit dem kranken Kind besprochen, das ebenfalls kranke Enkelkind nachmittags besser nicht zu bepuscheln. 3 Wochen krank reicht.
Das Kind schickt ein Foto, auf dem das arme kleine kranke Hasenherzchen im Kinderwagen völlig in Mütze und Schneeanzug verschwunden ist und schläft. Große Herzschmelze.
In Berlin angekommen erst mal gebadet und noch etwas geschlafen. Dann das Zimmer geputzt und etwas Indisches gegessen. Mit einem Menschen Kontakt aufgenommen, der in McPomm einen Seminartag in Sachen Künstler und Marketing organisiert. Vielleicht halte ich da einen Vortrag.
Die neuen Gäste empfangen. Jetzt sehr müde. Morgen geht es nach Oldenburg.
24.02.2019
Ein weiterer milder Frühlingstag. Die Berliner Spinner tranken noch Kaffee im Bett, während schon die Sonne schien und in der Nachbarschaft Motor- und Wippsägen hochdrehten.
Trotz des strahlenden Wetters war es morgens frostig und ich verheizte ab 8 Uhr morgens einen Schwung Holz, um den Ofen dann ausglühen zu lassen.
Nach dem Frühstück und einem videofonat mit Kind und wieder kränklichem Enkelkind, drehte ich eine Runde in beiden Häusern und öffnete die Fenster, damit die feuchtkalte Winterluft rausziehen konnte.
Dann lud der Graf das Auto ab und ich wollte eigentlich mit den Beeten vor dem Haus beginnen, putzte aber dann doch den Gartensaal, der von der letzten Aktion – Fliesen entfernen und feuchte Stellen neu verputzen – noch voller Dreck war.
Danach saß ich ein paar Minuten in der Sonne, duschte den Staub ab und hübschte mich.
Wir fuhren nach Rostock, einen neuen Router abzuholen. Der andere geht ja wegen Lärm zurück.
Dann machten wir Station in Ribnitz-Damgarten und aßen in Ronnys Anglerheim.
Und jetzt Bett, morgen geht es früh nach Berlin.