Nach dem sonnigen, warmen und entspannten Sonntag folgte ein klassischer Montag.
Es heißt, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Nach Abspeichern des letzten Blogpost am Sonntag Abend stand ich noch mal aus dem Bett auf, bückte mich bei einer nebensächlichen Handlung leicht nach vorn und im Rücken gab es einen schrillen Schmerz.
Ich verbrachte die Nacht jammernd im Bett und den Tag mit steifem Rücken im Sessel auf dem Schafsfell.
Wir hatten ohnehin viel Bürokratie zu erledigen und der Wind draußen war eiskalt, auch wenn die Sonne schien.
Gegen Abend war auch meinem inneren Hypochonder klar, daß es sich lediglich um einen Hexenschuss gehandelt hatte. Ich kannte den nur unter Beteiligung des Ischiasnervs, das der auch über dem Becken sitzen kann, war diesem Körper neu.
Und so schlief ich gestern Abend ein und die Nacht machte es wieder einigermaßen heile.
An Holz holen (es wartet noch ein Viertel Schuppen auf uns), ist aber in den nächsten Tagen nicht zu denken.
07.04.2019
Oh Wunder, ein richtiger Sonntag. Es war warm, die Sonne schien und ich tat nichts. Ich weigerte mich sogar, meinen Hausfrauenpflichten nachzukommen und zu kochen.
Erst schlenderte ich durch den Park und blinzelte in die Sonne, dann saß ich etwas auf der Treppe vom kleinen Haus und blinzelte in die Sonne, während die Wäsche im Frühlingswind trocknete.
Dann fuhren wir an die Ostsee, schlenderten am Strand lang und blinzelten in die Sonne und später aßen wir in Ronnys Anglerheim zu Abend.
So müssen Sonntage sein.
06.04.2019
Ein warmer Sonnentag, der früh begann.
Im kleinen Haus wurden Löcher in die Dielen gesägt, um den Zustand darunter zu begutachten. Eine Wandverkleidung erwies sich als Fermacell und nicht als Asbest (Puh!).
Im Gartensalon wurde die Decke geprüft und die Beule sind nur kaputte Schalbretter und kein abgeknickter Balken. Der Graf holte hinter völlig locker sitzendem Putz eine weitere Wand aus dem 18. Jahrhundert hervor.
Ich fuhr Gestrüpp durch den Park, harkte Äste und mähte Rasen. Die ersten Lilien sind aufgegangen. Eine gute Nachricht kam: Mutter hat doch eine Unterkunft für die Katze und kommt zu Ostern.
Wir verbrachten einen angenehmen Abend mit einer Tischrunde, die holländisch sprach und jetzt bin ich müde.
Sinnspruch des Tages: Setz dich an den Fluss und warte ab, bis die Leichen deiner Feinde an dir vorüberziehen.
WMDEDGT April 2019
Heute fragt Frau Brüllen wieder, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr, ich ließ mir Zeit und ging nach dem Frühstück gegen 8 Uhr aus dem Haus.
Ich fuhr nach Charlottenburg zu meiner Hausarztpraxis am Ku’damm zum Blutabnehmen für Schilddrüsenwerte und einen sonstigen Rundumschlag.
Dann hatte ich Zeit, denn der Optiker, der noch Teile meiner in der Kälte gerissenen Lesebrille vorrätig hatte, öffnete erst um 10. Ich bummelte ein paar Schaufenster ab, aber man schickte mich dann doch in die Filiale in Mitte.
Dort entschloss ich mich, statt die Bügel der Brille auswechseln zu lassen, gleich die ganze zu erneuern. Das ist ein mehr als 10 Jahre altes Modell und ich bekam einen guten Preis. – Auf das die Nächste wieder 12 Jahre hält.
Ich fuhr zurück an den Zionskirchplatz und wir putzten die Wohnung. Um 14 Uhr fuhren wir nach Oranienburg und ich holte das Enkelkind von der Kita ab. Der Graf fuhr zurück nach Berlin und hatte dort zu tun.
Wir fuhren wieder mit dem Bus und bewunderten vorher an der Haltestelle Bagger und Baggerfahrer auf einer Baustelle. Zu Hause klappten wir den Sandkasten auf und schippten Eimer voll und kippten sie wieder aus.
Um 17 Uhr kam das Kind, lud uns ins Auto und wir fuhren zum Einkaufen ins Kaufland. Mit einem Riesenwagen voll Zeug und einem immer wieder „Essen!“ schreienden und Brötchen in sich stopfenden Kleinkind kamen wir wieder raus.
Dann gab es Abendbrot und der Graf kam. Das satte Enkelkind sauste viele Runden um den Tisch, machte dabei eine Windel randvoll und wurde ins Bett verfrachtet.
Wir traten gegen halb 8 Uhr den Weg nach Norden an, vorsorglich trank ich ein Fläschchen Hipsterkaffee To Go. Obwohl wir beide von den Ereignissen der letzten Tage ziemlich erschöpft waren, redeten wir noch einmal länger über das große Drama-Meeting vor zwei Tagen und die daraus resultierenden Konsequenzen. Das hinderte uns daran, zu müde zu werden.
Wir kamen vor Mitternacht unter dem Sternenhimmel an, packten das Auto aus und ich ging in die Badewanne.
Morgen würde der Handwerkstag früh beginnen.
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