22.05.2019

Furchtbar müde.
Die Senke zuende gemäht. Mit der Sense Ränder und den Platz vorm Hühnerhof frei gemacht.
Zwei Schubkarren Unkraut gezogen.
Mit dem Grafen Benzin und Propangas gekauft.
Die Löcher in der Wand vom Feldbüro verspachtelt.

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21.05.2019

Zum zweiten Mal in Folge ist der Graf vor mir aufgestanden und hat mir einen Kaffee ans Bett gebracht. Des Rätsels Lösung scheint zu sein, daß wir derzeit die gräfliche Idealbetriebstemperatur von 18-22 Grad in Haus und Garten haben.
Der Graf fuhr erst nach Gnoien und dann nach Berlin.
Ich putzte die Ostwohnung und kippte 4 Liter heißes Wasser mit Zitronensäure in den Spülkasten vom Gästebad. – in der Hoffnung, daß der dann wieder dicht schließt und nicht mehr läuft. Ich habe mir vorher nie vorstellen können, was durch extrem kalkhaltiges Wasser alles kaputt gehen kann.
Dann hing ich Wäsche auf und zog Giersch aus einem noch sehr regenfeuchten Beet. Weil es mir dann doch zu nass war, wechselte ich zum Garten vom kleinen Haus, der grade ziemlich verwildert und zog drei Schubkarren Berufkraut, das sich explosionsartig vermehrt hatte, aus dem Boden. Im Dorf klapperten Hufe und die eine Nachbarin kam vorbei und fragte, ob wir die Handynummer vom anderen Nachbarn hätten, seine Pferde wären ausgebüxt. Hatte ich aber nicht.
Gegen drei Uhr kochte ich mir Nudeln mit Ketchup und nach dem Essen machte ich draußen weiter. Aber erst stellte ich mich unter den blühenden Weißdorn und hörte den Bienen zu.
Der Rasenmäher zickte etwas rum und startete dann trotzdem. Ich mähte neben und hinter dem Haus und knapp die halbe Senke, dann war leider das Benzin alle.
Irgendwie reichte es auch. Ich saß etwas im Garten rum, riß dann noch Giersch aus einem Beet und hörte auf.
Dann lag ich ewig in der Badewanne. Grade flog das Käuzchen zur Arbeit in den Park und ich bin furchtbar müde.

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20.05.2019

Ein komischer Tag. Ein Montag.
Der Graf war früh auf, es wurde Holz geliefert. Ich half ihm, den Gartensalon sauberzumachen und machte dann bis Mittag Büroarbeit. Als die Sonne rauskam, mähte ich den Rasen vorm Haus.
Es wurde immer schwüler. Eine Gewitterfront war im Kommen und löste sich wie so oft über dem Peene- und Trebeltal auf.
Ich fühlte mich, als hätte mir jemand Gewichte an Arme und Beine gehängt. Deshalb fuhr ich den schweren Rasenmäher in den Schuppen und ging kurz zum Nachbarn, um mit ihm etwas zu besprechen.
Als ich zurück war, machte ich uns etwas zu essen und danach im kleinen Gästezimmer die restliche Tapete ab.
Irgendwann fing es auch an zu regnen.
Der Graf bastelte in der Gewitterdämmerung am Fußboden vom Gartensalon, ich nötigte ihn, aufzuhören, er sah schon kaum noch etwas.
Zum Abendbrot gab es Pommes und danach wurde nur noch rumgelümmelt.

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19.05.2019

Lange geschlafen, 10 Stunden am Stück. Dann noch etwas mit Kaffee im Bett rumgelümmelt.
Draußen gefrühstückt, zum ersten Mal in diesem Jahr. Wäsche aufgehängt. Der neue Wäscheplatz ist sehr gut, weil sonniger und windiger.
Pfingstrosen und Akelei im Park „freigestellt“, der Giersch erdrückt sie sonst. Keine Ahnung, warum die Pflanzen so verstreut gesetzt sind. Vielleicht war früher alles gemäht.
Um zwei Bäume herum die wuchernde Purpurschneebeere weggeschnitten, damit ich besser an die Wäscheleine komme.
Zwischendurch in der Hängematte entspannt.
Getrockneten Grünschnitt weggekarrt.
Mit Rhabarberkuchen runter zum Grafen gegangen, der im Strandkorb saß. Das Podest, das er dafür gebaut hatte, war gründlich von irgendwelchen Vögeln zugesch…en. Oberhalb war ein toter Ast, der scheinbar als Ruheplatz dient. Wir sahen nach oben. Kein Nest in der Umgebung zu sehen. Waren das Krähen oder Stare?
Ich beschloss, das Ruheplätzchen etwas ungemütlich zu machen und schoß mit dem Luftgewehr auf den Ast. (Nein, ich schieße nicht auf Vögel. Und ja, ich weiß, was ich darf und was nicht.) Kleiner Triumph, ich kann es noch so gut wie vor 45 Jahren. Eine Ringeltaube im Baum nebenan bekam einen mächtigen Schreck. Da hatten wir den Übeltäter. Es gibt im Park ein Taubenpärchen. (Manchmal kommen auch noch andere dazu und dann gibts oben mächtig aufs Maul.)
Schauen wir mal, ob der Schreck gereicht hat oder ob wir irgendwie den toten Ast runterholen müssen.
Dann mit Bier mit dem Grafen im Strandkorb gesessen und den Kühen und Kälbern auf der Weide zugesehen.
Die Wäsche wieder eingesammelt, alle Fenster im Haus geschlossen und die Blumen gegossen. Nebel zog auf. Letzte Nacht war wohl Gespensterstimmung mit Nebel und Vollmond, aber das hatte ich verpennt.
Die frisch gewaschenen Heizdecken bis zum Herbst verpackt. Kurz in den „Hobbit“ reingesehen. Was mich bei Blade Runner in den 80ern zutiefst fasziniert hatte, die mit Details vollgestopften Sets, ist hier nur noch visueller Overkill.
Jetzt schlafen, morgen geht es früh raus.

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