Sonne, kalt und müde.
(Mühselig, sich nach dem Katzen füttern umzuziehen. Aber bisher gab es außer ein paar Niesern keine allergische Reaktion. Das ist gut.)
11.11. 2019
Kalt, wolkig und windig. Ich dachte, der Wind kann den Nebel schnell wegblasen, aber es blieben dicke Wolken, die sich erst zum Sonnenuntergang auflösten, auf das es eine kalte, klare Vollmondnacht gibt, in der die Hunde bellen und heulen.
Der Graf und ich sichteten die Gemarkungen nach anzumeldendem Sperrmüll. Einmal im Jahr darf jeder Haushalt umsonst und es dauert nicht einmal lange, bis das Auto kommt. (Nicht wie in Berlin 3 Monate Wartezeit und kostenpflichtig.)
Dann strich ich endlich die Bretter vom Hundezwingerholzlager mit Holzlasur. Die kleine bunte Katze begleitete mich dabei eine Weile. Bestaunte Hühner, jagte Blätter und beroch alles.
Als ich fertig war, war ich vom Wind völlig durchgefroren und brauchte erst einmal eine halbe Stunde Pause. Danach hing ich Wäsche auf, putzte einen 10m langen Flur wenigstens oberflächlich und reinigte einen Schrank von außen mit Möbelpolitur. (Das Zeug heißt Möbelintensivreiniger und ich schwöre mittlerweile drauf.) Nebenher heizte ich im Herrenzimmer an, dort wurde es immer kälter, weil wir uns im Moment mehr in der Ostwohnung aufhalten. Außerdem entkalkte ich die Kaffeemaschine.
Dann war es aber auch gut und der Rest war duschen, stricken, essen.
Als ich den Katzenzirkus schlafen legte, stellte sich mir der Kater vor. Mit Kopfstoß, schnurren und streicheln lassen. Nach 5 Tagen hatte er seinen Platz hinter der Spüle wohl satt.
10.11. 2019
Ein schöner sonniger Sonntag. Ich war morgens draußen, um die Katzen zu füttern und es war frisch, leicht dunstig, zeitgleich glasklar und sonnig. Die Luft war wunderbar.
Aber ich legte mich noch einmal für ein Stündchen zum Lesen ins Bett.
Nach dem Frühstück holten wir den Rest der Lehmziegel.
Danach, ich wollte gerade die neue Holzbeplankung des Hundezwingerholzlagers streichen, hatte der Graf die spontane Idee, den Rest seiner Werkstatt heute schon umzuräumen. Sein Wunsch war mir selbstverständlich Befehl.
Ich saugte gerade die Reste von Sägespänen weg, da klopfte die Nachbarin. Ihr Kater war schon seit dem Morgen vermisst worden und sie hatte ihn entdeckt. Er hatte sich gestern in die kurzzeitig offene Tür vom kleinen Haus geschlichen und wartete auf dem Fensterbrett vom Bad, daß ihn jemand rausholte.
Der Abend verging am warmen Ofen mit Strickstrumpf recht schnell. Am Himmel ging ein Fast- Vollmond auf, der nach und nach von Nebel verhüllt wurde.
09.11. 2019
Den größten Teil des Tages geräumt und umgelagert. Zuerst in der Scheune Platz gemacht, inklusive Ortsveränderung einer Hobelbank. Die war schwer. Dann geschenkte Lehmziegel vom Freund aus dem Dorf geholt. Im Regen. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und kalt war es auch nicht. Irgendwann mitten drin wollte mein Körper nicht mehr. Selbst einzelne Ziegel waren schwer wie Blei, die Schubkarre mit 12 Stück kaum zu bewegen.
Der Graf machte den Rest allein fertig.
Ich holte Holz und entdeckte ärgerliches: vorn haben wir das Hundezwingerholzlager gerade zugemacht, da läuft hinten das Wasser rein. Ein großer Ast hat das Asbestdach an einer Stelle zerbrochen.
Dann ging ich in die Badewanne, wieder auftauen und einen geruhsamen Abend einläuten.
Nach 30jährigem Mauerfalljubiläum war mir nicht.