09.02. 2020

Der Graf hat heute den Kachelofen in unserer Wohnung zurückgebaut. Er war viel zu klein für die Fläche und daneben stand ohnehin schon der Bullerjan.
Er hatte sich ein paar schöne, elegante Lösungen ausgedacht, wie die Wohnung sauber bleibt (aus dem Grund hatte ich mich gegen den Abriss mit Händen und Füßen gewehrt) und Kacheln und Schutt ohne viel Umladung nach unten kommen. Der Bau der Staubschleuse dauerte genauso lange wie der Abriss des Ofens, aber das hat sich gelohnt. Kein Staub, nirgends. Zumindest nicht mehr als bei einer Woche heizen. Der Raum ist plötzlich sehr groß.
Der Sturm kam gegen 14 Uhr hier an. Vorher war es sonnig und warm. Nur in den oberen Luftschichten hörte man es tosen.
Ich saß heute mit einem Joghurt auf der Terrasse und genoß die Wärme. Shawn war so entspannt, daß er sich von mir sogar den Bauch kraulen ließ.
Jetzt bin ich doch ziemlich platt, gebe meinem Rücken noch etwas Wärme und werde gleich schlafen. Es wird wohl die ganze Nacht so heftig weiterregnen.

07.02. 2020

Irgendwie passierte heute viel.
Es kamen zwei Container und der Graf räumte Gipskarton hinein. Ich hackte Holz und harkte Laub. Ich testete die Wildkamera und sie funktioniert, aber die Akkus sind nicht vollständig geladen. Das Ladegerät kommt erst am Montag aus Berlin, es sei denn uns fliegt morgen preiswert eines zu.
Heute wurde sogar am helllichten Tag eine Kartoffel geklaut. Nachts stelle ich sie jetzt immer hoch.
Um bei der Tierwelt zu bleiben. Shawn machte heute mit mir einen Ausflug zur Nachbarin, die aber nicht da war. Wir gingen auf den Hof und legten Blumenkohlgrün für die Hasen hin. Shawn lief neugierig in die Garage und wollte nicht mit zurück. Ich ging erstmal wieder rüber und hörte nach 20 Metern laute Katzenrandale. Mimis Mutter mußte wohl klären, wer dort zu Hause ist. Ich ging zurück, Shawn wollte immer noch nicht mit. Mit dem dortigen Kater versteht er sich ganz gut, die Katze ist aber ziemlich aggressiv. Als er nach einer halben Stunde immer noch nicht da war, ging ich noch mal rüber. Die Zäune sind gut dicht, damit der Hund nicht abhaut, vielleicht hatte Shawn den Katzenausstieg nicht gefunden.
Er stand wieder in der Garage, wollte nicht mit und wirkte etwas überfordert. Ich habe ihn dann dort weggetragen. Das ging diesmal, ohne dass er wie sonst seiner Abneigung dagegen körpersprachlich Ausdruck verlieh. Den Rest des Nachmittags hatte ich einen sehr dankbaren und anhänglichen Kater. Keine Ahnung, was das war, er war wie paralysiert.
Am Nachmittag schauten der Graf und ich Fotos von HoLzskulpturen an. Es wird eine Nachfolge für diese geben, die seit vielen Jahren woanders steht.
Abends testeten wir noch die Vorrichtung, die der Graf für die Staubschleuse gebaut hatte. Am Sonntag wird der Kachelofen in unserer Wohnung abgerissen.
Dann war Haare waschen dran, morgen muß ich gesellschaftsfähig sein.

PS: Es wurde nach dem Rezept für das Curry gefragt. Eigentlich ist es wiedermal Kittys Improküche.
Blumenkohl, Mohrrüben und Süßkartoffeln klein schneiden. (Es gehen auch Auberginen oder rote Paprika.) in einer Schüssel mit etwas Öl benetzen, auf ein Backblech mit Backpapier darunter geben. Mit Umluft 160 grad fast weich schmoren. (Eigentlich wie ofengemüse)
Hähnchenbrust klein schneiden, ohne viel zu wenden in einer Kasserolle scharf anbraten. Grob gewürfelte Zwiebeln dazu, kurz weiterbraten. 1-2 Dosen Kokosmilch und fertige Currypaste (meine Curryzutaten und der Mörser sind in Berlin) zugeben, aufkochen. Nach Geschmack salzen und mit Chili schärfen. Dann das Ofengemüse dazu schütten, umrühren und 10 Minuten bei ausgeschalteter Herdplatte durchziehen lassen. Dazu Reis.

06.02. 2020

Ein Tag mit gebremstem Schaum.
Gestern war anstrengend. Ich bin noch und wieder genervt und angestrengt von dem Drama in Berlin. Derzeit läßt es sich nicht ausblenden, wie in den ersten Wochen des Jahres.
Nach dem Frühstück sprachen der Graf und ich noch etwas über den gestrigen Termin. Dann wusch ich Wäsche, räumte etwas, putzte endlich einmal den Fußboden im Bad gründlich und ging zum Laub harken raus.
Im Park wehte ein steifer, kalter Nordwind. Die Katzen freuten sich und ich kam recht gut voran. Bevor ich reinging, unterhielt ich mich noch länger mit einer Nachbarin. Die ist eine richtige Katzenmuddi und Mimi spürte das wohl. Sie tändelte ständig mit ihr herum und ich wurde etwas eifersüchtig.
Dann nahm ich den mittags angekommenen Ersatz für die kaputte Wildkamera mit hoch und wollte sie ausprobieren. Nach einer halben Stunde war mir nach schreiend im Kreis rennen. Es war ein anderes Modell, daher brauchte sie 8 statt 4 Akkus. Mit Universalnetzteil startete sie nicht, das war zu schwach. Bei keiner der Kameras standen die Anforderungen an das nicht mitgelieferte Zubehör auf der Website oder beim Produktangebot des Händlers. Also noch mal 4 Akkus bestellt. Mein Ladegerät faßt natürlich nur 4 und liegt in Berlin…
Dann kam das Protokoll der gestrigen Sitzung. Spannend wie aus der Botschaft „So ein Akt braucht die Zustimmung aller, sonst kann er nicht vollzogen werden.“ zu „Alle müssen das unterschreiben.“ wird. Und wie sich „Natürlich läßt sich ein ähnlicher Akt erklagen, die Chancen sind aber nicht allzu gut, das Ergebnis ist selbst bei Gewinn suboptimal und es dauert sehr lange und das nutzt hier niemandem.“ zu „Der ähnliche Akt ist möglich und A kann B darauf verklagen.“ verwandelt. Unter besonderer Beachtung, daß das Antworten auf die Frage waren „Wie können wir trotzdem handeln, obwohl andere dagegen sind?“
So und ähnlich geht das jetzt seit 1 1/2 Jahren.
Mittlerweile muss ich über so etwas lachen.
Der Abend verging mit stricken und fernsehen.