06.01. 2020

Heute Morgen erst einmal bemerkt, daß ich vergessen hatte, die Mülltonne auf die Straße zu stellen. Uh, peinlich. Allerdings haben wir zur Zeit so wenig Müll, daß das nicht so ins Gewicht fällt.
Vormittags das Bad geputzt (wenn in der Winterzeit so was eine Heldentat wird), nachmittags Laub geharkt.
Danach ein Videotelefonat mit Tochter und Enkelkind.
Nach dem Dunkelwerden die Küche aufgeräumt und aus Kühlschrankresten Essen gemacht, der Graf bekam den Rest vom Auflauf.
Gestrickt und vorm Fernseher gesessen.
Mitbekommen, was in Washington abging. Liebe Leute.

WMDEDGT Januar 2021

Frau Brüllen fragt wie immer am Monatsfünften, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Heute standen wir im Dunkeln auf. Das machen wir selten. Es hatte sich jemand für 8 Uhr morgens angesagt, dessen Firma eine Steckdose neben die zwei grauen Kästchen anbauen wird, in denen der Lichtwellenleiter endet. Damit irgendwann da mal Internet rauskommt. Herrgott noch mal, wann endlich?
Dann frühstückten wir und auch die Katzen erst einmal Und heizten den Ofen. Dazu schauten wir, wie derzeit die Preise für DSL-Anschlüsse sind. Dabei stießen wir auf das Wort Rückfalloption, das nach meinem Verständnis heißt, wenn die Telekom die vertraglich garantierte Bandbreite nicht liefern kann, dann liefern sie halt weniger, aber der Vertrag gilt trotzdem. (Mit Rücktrittsmöglichkeit? Das ist mir noch nicht ganz klar.)
Ich machte weiter mit Büro und Papierkrieg. Jahresmeldungen diverser Art, eine Steueranmeldung. Außerdem verschickte ich ein Fax und telefonierte mit einem Amtsgericht. Weiter ging es mit sms und Mails.
Ich halte im Januar ein Seminar an einer Hochschule. Online natürlich. Ich muß mich darauf vorbereiten. Vor allem muß ich mich an einen Ort begeben, der Internet hat. Ich habe mir einen schicken Coworkingspace gesucht, hier geht es nicht.
Mittags harkte ich eine Stunde Laub mit Katzenassistenz, bis ich so kalte Finger hatte, daß ich wieder reinging. Auch die zwei Flauschis waren vom kalten Wind gut durchgepustet. Vorher holten wir noch Holz rein.
Dann wurde es auch schon wieder dunkel, wobei es eigentlich heute nie richtig hell geworden war.
Ich taute neben dem Ofen auf und wir überlegten, was wir essen. Die Wahl fiel auf Kürbis, Hack und Nudeln, ich fügte noch Mangold aus eigener Ernte hinzu, den ich eingefroren hatte und das Ganze wurde ein Auflauf.
Ich baute ihn in der Küche zusammen und schob ihn in der Ostwohnung in den Ofen. Während wir warteten, daß er fertig wird, schlief der Graf im Sessel neben dem Ofen ein und ich konnte ihn nicht wecken, als das Essen fertig war.
Ich begann allein zu essen, weil ich großen Hunger hatte. Nach einer Stunde wachte der Graf auf und bekam ebenfalls eine Portion.
Dann ging ich in die Badewanne und wusch mir die Haare. Das ist bei meiner Haarlänge immer eine ziemliche Aktion. Nach dem Baden strickte ich, trocknete mir die Haare und sah mir in den Nachrichten an, was demnächst auf uns zukommt, wenn bis zum 31. Januar alles dicht bleibt. (Ist ja nicht so unser Problem, wir arbeiten im Haus vor uns hin. Blöd wäre es, wenn ich keinen Zugang zu schnellem Internet hätte, wenn ich das Seminar halten muß. „Ich wohne und arbeite auf einem Dorf und komme nicht an schnelles Internet“ kommt an einer Berliner Hochschule bestimmt nicht gut an. Als ich vor einem Dreivierteljahr sagte, ein Online-Seminar sei kein Problem, ging ich noch davon aus, daß wir bis dahin längst angeschlossen sind. Damals war von August/September die Rede.)
Ich strickte noch etwas und der Fernseher redete vor sich hin, parallel chattete ich zum Thema Katzenfutter.
Jetzt ist es schon wieder nach Mitternacht, höchste Zeit fürs Bett. Vielleicht schneit es ja noch.

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04.01. 2021

So, erster Halbwegs-Arbeitstag.
Das Wetter war bescheiden. Nachmittags lief das auf Fischkälte raus: Kalt, Regen, Wind.
Die Katzen verkrochen sich entweder ganz weit weg (Mimi kam erst nachmittags wieder) oder saßen irgendwo mit nassen Fellspitzen unter den Büschen. Komisch, sie haben in Keller und schuppen genügend warmen und bequemen Unterschlupf, ganz zu schweigen vom Katzenhaus, aber vielleicht ist der auch bei anderen beliebt.
Mittags brachten wir den Freuden von ein Dorf weiter zwei Baustrahler und fuhren weiter nach Rostock. Ich gab Retourenpakete ab und der Graf ging zur Bank, er hatte seine EC-Karte verloren.
Als wir zurückgekehrt waren, schrieb ich ein paar Mails und war schon wieder sturzmüde.
Wir gingen etwas raus und holten Holz, ich rief nach Mimi, die kam auch irgendwann.
Dann war es auch schon wieder dunkel und ich legte mich eine Stunde hin.
Abends strickte ich. Heute geht es halbwegs früh ins Bett, morgen kommt jemand wegen des Internetanschlusses. (Wahrscheinlich Verkabelung im Haus, ich glaube nicht, daß wir schon einen Anschluss bekommen.)

03.01. 2020

Letzter Tag der Auszeit.
Schlafen, stricken, Ofen heizen, Holz holen und Katzen flauschen. Nebenher Lasagne machen und die Küche aufräumen.
Abends dem tagelangen stakkatohaften Anteasern des neuesten Schirach-Films nachgegeben. Also, zwei Filme. Und damitbder Zuschauer die Sache auch richtig versteht, noch eine Dokumentation dazwischen.
Den ersten Teil aus der Sicht es Polizisten fand ich noch interessant, wenn auch brechtsch ruppig und karg. Die zwischengeschobene Dokumentation erklärte den Zuschauer schlicht für blöd. Der zweite Teil aus der Sicht des Strafverteidigers verärgerte mich zunehmend. Bräsig, eitel und dramaturgisch uninteressant. Weshalb sollte ich mir die gesamte Gerichtsverhandlung, die in einem Riesenmonolog des Verteidigers gipfelt und die Staatsanwältin und Richterin zu Statisten macht, noch einmal deckungsgleich anhören, wenn auch mit unterschiedlichen Kamerapositionen? Ein einziger dramaturgisch gut gebauter Film wäre wesentlich interessanter gewesen. Außerdem ist es mir ein Rätsel, warum in allen dritten Programmen der zweite Teil zeitgleich zum ersten Teil im ersten Programm lief.
Charmeoffensive für die Erhöhung des Rundfunkbeitrages? Ich hoffe, nicht.