07.05. 2022

Ein schöner Tag. Warm, sonnig, leicht windig, mit schönen Wolken.
Heute hatten wir frei.
Ich frühstückte draußen.

Mimi leistete mir Gesellschaft und verstand nach einem Versuch und kurzer Ansage, daß auf den Tisch springen nicht ist. Also schlief sie zu meinen Füßen.

Der Park ist gerade wunderschön und heute war es bis auf Vogelgesang sehr ruhig.


Wir hielten etwas Mittagsschlaf und brachen am Nachmittag nach Rügen auf.
Ein zweiter Anlauf, in Altefähr ein Fischbrötchen zu bekommen. Aber wir kamen zu spät, die Fischbude am Hafen machte gerade zu. Also gingen wir in die alte Hafenkneipe, in der ich früher öfter war, in der jetzt ein Italiener ist. (Es ist mittlerweile alles zugebaut dort. Es fühlt sich komisch an, daß der Ort, an dem ich die Jahrtausendwende verbracht habe, so verändert ist.)
Das Essen war gut, die Aussicht auch.

Auf dem Rückweg fuhren wir noch einkaufen und dann war der Tag fast vorbei.

06.05. 2022

Noch wärmer. Ab und zu ziehen dunkle Wolken auf, aber es regnet nicht. Dabei wäre Regen langsam mal nötig.
ES duftet draußen nach tausenden Blüten. Kirschen, Äpfel, Birnen, alles blüht. Auch die Magnolie.

Der Tag bestand aus Holz spalten und Kleinholz in den Schuppen fahren. Außerdem schloß ich den Graben über dem Abflußrohr. Aber dieser Teil war einfach, dort lag das Rohr nicht tief.
Zwischendurch machte ich Eierkuchen mit Apfelmus.
(Der Graf ist nur so semi amüsiert über die ausufernden Holzarbeiten. Halten sie uns doch von der Arbeit an den Gästezimmern ab. Aber ich registriere mit großer Befriedigung, daß wir mit diesem Holz über einen Winter kommen werden, ohne daß wir Streß haben, irgendwo welches besorgen zu müssen. Ich hamstere weder Mehl noch Öl. Aber aus irgendeinem Grund nichts zu Heizen zu haben, fände ich schlimm.)

WMDEDGT Mai 2022

Am Monatsfünften fragt Frau Brüllen wie immer, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Eigentlich war es ein Tag zum früh aufstehen. Um Acht Uhr klingelte das Telefon des Grafen zweimal hintereinander. Da wir seltenst telefonieren oder angerufen werden, waren wir beide sehr wach.
Dann haben wir uns doch noch vertändelt, statt aufzustehen.
Ich machte erst den Katzen und dann mir Frühstück und wartete auf das Bäckerauto, denn Bot und Brötchen waren alle. In der Zwischenzeit nahm ich die Winterverpackung von den Rosenkübeln und trug die gelben Säcke an die Straße.
Etwas nach 11 Uhr hupte das Bäckerauto, ich kaufte Brot, Brötchen und Kuchen.
Ein kurzes Frühstück, dann ging ich nach draußen.
Erst sammelte ich mit Mimi-Assistenz Kleinholz im Park.
Die Nase sieht seit der Prügelei letzte Woche so aus. Das ist verkrustetes Blut. Ich darf nicht mit einem Lappen dran, da faucht und kratzt sie, der Kater leckt ihr nicht mehr wie früher das Gesicht ab und sie selbst schafft es mit der Pfote wohl nicht.
Dann versuchte ich, die Motorsense in Gang zu bringen, leider vergeblich (hoffentlich ist sie nicht kaputt), also nahm ich die Sense und mähte eine Stelle, an die eine Holzmiete kommen soll.
Einige Stunden spaltete ich Holz. Der Graf hatte schon vorgearbeitet und so mußte ich nicht schwer heben. Er sägte heute den ganzen Tag.
Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen.
Nach einer Pause ging ich nach oben und kratzte Tapete von der Decke.
Um halb sieben machte ich unten weiter und stapelte das gespaltene Holz auf. Als ich fertig war, räumte ich die Geräte zusammen.
(Es ist gerade die Rush Hour des Jahres, das ist nicht immer so viel.)
Dann saßen wir noch auf der Terrasse, bis uns kalt war. Die Katzen jagten sich wieder durch den Graben. Das sollten sie auch noch genießen, morgen wird er zugeschüttet. Die kleinen Raben im Nest weiter hinten auf dem Hügel machten ein furchtbares Geschrei und auch die Kühe hatten sich viel zu erzählen. Die Blutbuche hat schon fast ein vollständiges Blätterdach und machte rotes Abendlicht.
Die Katzen bekamen ihre Abendportion und dann gingen wir ins Haus.
Ich brachte dem Grafen, der sich in der Badewanne erholte, eine Pizza und ging unter die Dusche.
Dann aß ich den Rest vom Gemüsecurry. Das war ziemlich viel, aber ich war hungrig.
Der Rest des Abends verging mit Stricken und Fernsehen. Ich bin heute sehr müde.

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04.05. 2022

Es war sogar ganz angenehm, wenn die Sonne nicht schien. Die Bluebells blühen. Wobei die hier nicht nur blau, sondern auch weiß und zartrosa sind.
Der Graf am Holzspalter, ich am Freischneider. (Der braucht mal ein paar Streicheleinheiten, er läuft heiß und geht aus, obwohl der Luftfilter ok ist.)
Zwischendurch kratzte ich noch mal Tapete ab. Eine endlose Freude.
Die Fenster standen offen, das Haus erwärmt sich langsam.
Mimi schaut mal in die Treppenkammer. Aber einmal tief in den Futtersack eintauchen oder ihn wenigstens aufbeißen geht heute nicht. Den habe ich nämlich an die Decke gehangen.