12.09. 2019

Chips und Kabanos gefrühstückt. Dramameeting überstanden. Puh!
Olivenöl, Wein und Mandel-Seife beim Weinhändler gekauft.
Frau Fragmente und Ihre Freundin begrüßt. Bei Vollmond zurück aufs Dorf gefahren.
Um 3 Uhr nachts jetzt Bett.

11.09. 2019

Morgens schien schon die Sonne und wir stiegen ins Auto und fuhren ins Oderkaff. Dort trafen wir die Frau Wortschnittchen und meine Mutter.
Dann ging es mit einem Schlenker über den polnischen Baumarkt nach Berlin. Morgen ist wieder „Drama Baby!“-Zeit und es wird langsam wirklich nervig und lästig.

10.09. 2019

Ein ganz blöder Tag. Es regnete wieder, nach dem Frühstück putzte ich den Flur der dunklen Wohnung zu Ende – Werkzeuge und Maschinen entstauben, Türen und Ofen abwischen und zum Schluß den Boden wischen. Dieser feine Gipsstaub fliegt sonst überall hin.
Ansonsten hockte ich apathisch rum. An heißen Sommertagen hatte ich mir ausgemalt, wie ich im Herbst an der Nähmaschine sitzen würde, aber ich hatte keinen Antrieb.
Zudem war mir kalt. Ich heizte irgendwann doch den Ofen an, ganz langsam, damit der Schornstein erst einmal trocknete.
Dann waren noch Telefonate und Mails zum nächsten Dramameeting fällig.
Es regnete dann nicht mehr, war aber kurz vorm dunkel werden. Also auch keine Zeit, um draußen noch etwas Gras auf den Kompost zu fahren und frische Luft zu atmen.
Ich unterbrach das rumhängen irgendwann, um Steaks mit Kartoffelspalten und Zucchinisalat zu machen. Dazu trank ich einen hammermäßigen Rotwein, den im Sommer irgendwer mitgebracht hatte.
Zumindest konnte ich mich aufraffen, zu duschen.

09.09. 2019

Es regnete den ganzen Tag bis auf ein paar Stunden am späten Nachmittag, aber es war recht mild.
Ich klopfte mir immer mal innerlich auf die Schulter, daß die Dachrinnen längst abgedichtet und gesäubert waren.
Ich klebte vormittags drei Türen in der dunklen Wohnung ab, weil wir dort staubend werkeln wollten.
Vorher fuhren der Graf und ich nach Tribsees in die Apotheke und zur Post im Edeka. Nebenher wurden Grundnahrungsmittel wie Schokolade, Steaks und Chips gekauft.
Zurückgekehrt, assistierte ich dem Grafen mit dem Staubsauger, eine Reihe dieser wirklich häßlichen terrakottafarbenen Profilfliesen zu entfernen. Das ging gut und ist ein Test, diese Fliesen demnächst alle zu wegzunehmen.
Plötzlich stand der Apothekenbote vor uns, mit den Medikamenten, die vormittags nicht vorrätig waren. Er war immer dem Lärm nachgegangen, denn wir hörten sein Rufen nicht, weil wir Gehörschutz trugen.
Danach testete der Graf ein Werkzeug, um den Rauhputz abzuschleifen, von dem wir wahrlich genug in diesem Haus haben. Das ging gut und schnell, machte aber Riefen und ungeheuer viel feinen Staub.
Ich wartete, dass der Staub sich etwas gelegt hatte und harkte währenddessen Grasschnitt. Die Wühlmäuse hatten sich wahrscheinlich wegen des Regens die Ränder der Senke hochgegraben. Ein Maulwurf lag tot im Gras und sah ertrunken aus. Letztens war es eine Maus, die ich so sah, sie war sogar halb im Gang verschüttet und scheinbar aus der klebrigen lehmigen Erde nicht mehr rausgekommen.
Ich harkte fertig und war noch eine halbe Stunde mit dem Staubsauger im Flur zugange. Morgen wird gewischt, wenn sich dann der letzte Staub gesetzt hat.
Ich wärmte den Rest des gefüllten Kürbis auf und war bald sehr müde.