22.01. 2021

Es war warm und windig heute morgen.
Wir starteten langsam und am Nachmittag arbeiteten wir draußen. Wir spalteten einige Eschenscheiben bis die Klötze tragbar sind, damit sie in den Holzspalter kommen können und harkten Laub bis die Sonne unterging.
Die Katzen tobten frohgemut um mich herum, als ich Laub wegfuhr. Das Geräusch vom Vorschlaghammer auf den Keilen mögen sie gar nicht, da bleiben sie auf Abstand.
Es gibt immer wieder Tage, da merke ich, daß mir das, was wir die aktuelle Situation nennen, mehr in den Knochen steckt, als ich zulassen möchte. Es macht mich mürbe. Obwohl wir uns nichts auszustehen haben.
Heute Vormittag gab es einen längeren Dialog mit dem Kind. Seit Tagen berichtete sie, daß die 7-Tages-Inzidenz in ihrem Landkreis durch die Decke gehen würde. – was nicht so egal ist, denn ab 300 würden die Kitas geschlossen, die in Brandenburg immer noch offen sind. Die Zahlen von Risklayer lagen aber 1/3 darunter, was ich sonderbar fand. Heute klärte es sich, im Amt gab es wohl durch eine Datenbankumstellung eine falsche Zählung, die Zahlen wurden korrigiert. Ich weiß, warum ich eher den Zahlen von Risklayer vertraue. Ein paar Leute mit Crowd-Unterstützung, die schnell und präzise Ergebnisse liefern.
Das Kind erzählte mir noch etwas anderes. Der Tier- und Freizeitpark in Germendorf hält nicht mehr lange durch. Das würde mich sehr traurig machen. Wir waren einmal mit dem Enkelkind da und ich war gerührt von dieser skurrilen kleinen Welt, die eine Familie dort in vielen Jahren aufgebaut hat.
Ich mache solche Aufrufe sonst nie, aber wer den Ort kennt und etwas Geld über hat, die brauchen derzeit jede Spende.

21.01. 2021

Wie durch ich gestern Abend war, sah man an dem komischen Datum, daß ich gestern in die Titelzeile schrieb.
Ich verschwand erst in der Badewanne und für meinen Tagesablauf sehr früh im Bett.
In Berlin schlafe ich anders, ich habe einen leichteren Schlaf, werde öfter wach und träume viel. Auf dem Dorf schlafe ich sehr fest und fast traumlos.
Heute morgen packten wir die Sachen und machten uns auf den Weg nach Norden. Es war ein warmer Tag, mit Sonne, blauem Himmel und schönen Wolken.
Als wir ankamen, mußte alles recht schnell gehen. Katzen herzen (Shawn ist sauer, Mimi hat sich sehr gefreut, mich wiederzusehen), eine große Plane ausbreiten, die währenddessen per Post gekommen war und eine Lieferung Holz in Empfang nehmen. Dann schafften wir bis zum Sonnenuntergang sechseinhalb Schüttraummeter Holz in den Schuppen.
Hinterher räumten wir die Sachen aus dem Auto und heizten den Ofen an.
Das Enkelkind rief an und erzählte mir, daß die Kita heute die ausgefallene Weihnachtsfeier nachgeholt hatte. Als Winterfest mit Feuer und Kinderpunsch. (Es hört sich immer noch komisch an, daß die Kitas in Brandenburg offen sind.)
Am Abend wärmte der Ofen und eine heiße Dusche.

20.91. 2021

Ok., war alles nicht so schlimm.
Nach 5 Minuten habe ich ohne Video weitergemacht, alle anderen auch, weil das Netz es nicht schaffte und von 12 angemeldeten Leuten war die Hälfte dabei und hat bis zum Ende mitgemacht.
War erstmal sehr anstrengend, aber gerne wieder.
Aber wir sind heute noch nicht zurück gefahren. Der Graf hatte auch viel erledigt, das wäre zu anstrengend gewesen.

19.01. 2021

Ein Tag, der in Bassendorf mit Schneeschmelze begann und sich mit Schneeregen bis Berlin zog. Es war zwar wärmer, aber trotzdem fröstelte ich den ganzen Tag.
Wir fuhren gegen 12 Uhr los, nachdem ich meine Technik, ein paar Sachen und etwas zu Essen gepackt hatte. Die Nachbarin bekam Katzenfutter zum Füttern. Von den Miezen hatte ich seit dem frühen Morgen keine Schwanzspitze gesehen, nicht mal zum Abschied, denen war es wohl zu naß, die hatten sich verkrochen.
Ich hatte meine Coworking-Space-Pläne für das Seminar doch noch geändert. Mein Handy kam mit dem Berliner Mobilnetz ganz gut mit Zoom zurecht. (Also Handy als Hotspot, iPad als Arbeitswerkzeug) Ich wußte nicht so recht, ob mich im Coworkingspace im Schloß in Bad Freienwalde (vornehm geht die Welt zugrunde) nicht irgendjemand mit seinem Laptop erschlagen hätte, hätte ich den ganzen Tag dort laut geredet. Außerdem: Corona und so.
Ich habe jetzt meinen Frieden mit dem Job gemacht. Gestern machte mir jemand freundlicherweise noch in den Kommentaren Mut und die Betreuerin in der Hochschule ließ durchblicken, daß es derzeit alles etwas anders ist als sonst. Es stehen alle neben sich und machen das Beste daraus. Es ist keine Zeit, sich außerdem noch unter Druck zu setzen, weil etwas nicht perfekt ist.
Wir heizten die ausgekühlte Wohnung hoch und legten die Füße an die Heizkörper.
Am Abend bestellten wir indisches Essen und ich hatte auf der Karte unseres Inders gesehen, dass der Milchreis mit Mandeln und Pistazien dort der Renner ist und wollte den unbedingt probieren. Was kam, war Eis. Milcheis. Die Autokorrektur. Der Betreiber ist ein ganz Netter, der leidlich deutsch spricht. Das hat er wohl nicht gesehen. Und alle bestellen den Milchreis genau einmal, deshalb ist er von Lieferportal-Algorithmus nach oben geholt worden und sind enttäuscht, wenn das Eis kommt.
Hachja.
Jetzt geht es in die Badewanne und dann ins Bett, morgen muss ich noch ein paar Vorbereitungen machen.