WMDEDGT Januar 2022

Wie jeden Monatsfünften fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag getan haben.
Mein Wecker klingelte heute um 7 Uhr, das ist selten. Es ist noch dunkel und da kann man nicht viel tun.Ich hatte gestern vergessen, die Mülltonne an die Straße zu stellen und die Müllabfuhr kommt früh.
Ich zog mich an und holte die Tonne. Es dämmerte und an der Haltestelle warteten die Kinder auf den Schulbus. Die Kleiber machten schon mächtig Krach.
Ich holte noch die Kohlenasche aus dem Ortrand-Ofen im Saal, die konnte auch noch in die Mülltonne. Asche nimmt ziemlich viel Platz in der Tonne weg, besonders, wenn die Kohlen aus der Lausitz kommen, die machen viel Asche.
Dann zündete ich den Ofen im Herrenzimmer an und machte ich mich im Bad fertig. Ich setzte mich ein Stündchen neben den Ofen und las ein Buch, das noch nicht gedruckt ist. Ich bin eine der Probeleserinnen. Ab und zu machte ich mir Notizen.
Um halb 10 fütterte ich die Katzen. Es ist so niedlich, sie springen mich morgens fast an und kugeln übereinander und das in ihren dicken Winterpelzen.
Ich machte mir Frühstück und las weiter. 10 Minuten vor 11 kam das Bäckerauto. Ich kaufte Brötchen für den Grafen und Kuchen für uns beide.
Der Graf kam und wir frühstückten.
Es hatte sich zwar nicht mehr gelohnt, schlafen zu gehen, aber jetzt hatte ich die Quittung, ich war sehr müde. Kein Vergleich mit den Tagen vorher, schließlich hatte ich beschlossen, daß heute dann mal Schluß zu sein hatte mit den Nachwirkungen der Impfung, aber ein Stündchen Schlaf würde verhindern, daß ich mich den Tag über rumquäle.
Am frühen Nachmittag begannen wir mit einer fürchterlich bürokratischen Amtsauskunft, es waren Papiere aus 3 Jahren zusammenzusuchen und teilweise mußten wir uns erst klarmachen, was die angeforderten Unterlagen überhaupt sein sollten.
Zwischendurch heizte ich den Ofen unten im Saal an und startete eine Maschine Wäsche.
Nach 16:00 Uhr hörten wir auf. Ich fütterte die Katzen und leerte den Komposteimer.
Dann begann ich, Kürbislasagne zu kochen. Am frühen Abend wollte der Freund aus dem Dorf kommen und wir wollten zusammen essen. Es ging ziemlich flott von der Hand und ich lernte etwas neues: Alle Soßen sollten noch heiß sein, die Lasagneplatten eingeweicht und wenn dann der Ofen mit hoher Temperatur läuft, kommen die Lasagneplatten garnicht dazu, sich zu verbiegen und hart zu werden.
Ich schaffte es sogar noch, die Küche wieder aufzuräumen, sonst hinterlasse ich gern ein Schlachtfeld. Um 18:30 Uhr aßen wir und setzten uns anschließend noch etwas zum plaudern in die Sessel. Kurz nach 20 Uhr verließ der Freund uns, er hat einen völlig anderen Tagesablauf als wir und muß früh schlafen gehen.
Ich zog unser Bett ab und bezog es neu. Außerdem legte ich den Ofen im Saal noch einmal auf.
Dann setzte ich mich zum Stricken in den Sessel und ließ mich von einem Film mit Tom Cruise berieseln. Ich halte ihn immer noch nicht für einen begabten Schauspieler, aber der Film rundherum kann es meist kaschieren. Es muß in Hollywood irgendwann den Moment gegeben haben, wo man an ihm nicht vorbei kam und das blieb leider fast 10 Jahre so. (In den Mission Impossible-Filmen finde ich ihn völlig ok, da muß er auch nichts spielen.)
Dann war es auch schon spät. Ich habe die Heizdecken noch nicht angeschaltet, was ich dringend nachholen muß und dann geht es unter die Dusche und ins Bett.

Die anderen Beiträge stehen hier.

WMDEDGT Dezember 2021

Edit: heute ist der 5.!
Frau Brüllen fragt heute wieder alle, was sie den ganzen Tag gemacht haben. Nun, es ist weiter unten nachzulesen und die anderen Einträge kann man hier aufrufen.

Das war dann heute ein richtiger Sonntag. Mit ein paar Zentimetern Schnee und vor Begeisterung kreischenden Kindern im ganzen Dorf. Ich war relativ früh aufgestanden, es war kalt in der Mansarde in der wir schlafen, aber wenn ich noch länger liegen geblieben wäre, wäre mir das Aufstehen sehr schwer gefallen. Außerdem machte ich mir doch ein wenig Sorgen um Mimi und wollte schauen, ob sie da ist.
Ich ging runter und nur Shawn war da. Hm. Dann heizte ich erst mal zwei Öfen machte, mich irgendwie sonntagsfein und frühstückte.
Nach dem Frühstück fegte ich die Osttreppe und auf der Terrasse einen Gang durch den Schnee. Im Erdgeschoss heizte ich den dritten Ofen an.
Es war so gegen zwölf, als ich noch mal einmal nach draußen schaute, da kam Mimi aus dem Katzenhaus. Aber das war nicht meine Mimi, wie ich sie kenne: aufgeregt hüpfend und total verspielt. Sie sah ziemlich fertig aus und hatte eine Wunde am hinteren Pfötchen. Es sah nicht schlimm aus, nur abgeschürfte Haut und Fell und eine Schwellung. Als wäre sie irgendwo hängen geblieben und hätte sich erst losreißen müssen.
Sie bediente sich großzügig am Futter und ging dann sofort wieder ins Katzenhaus. Sie wollte nicht mal rein. Beziehungsweise, sie ging zwei Schritte in die Tür und sofort wieder raus. Wahrscheinlich war sie wirklich irgendwo eingesperrt.
Das Pfötchen muss beobachtet werden, ich hoffe sie verschwindet nicht wieder für längere Zeit. Dann muss sie ein paar Tage drin bleiben.
Nachmittags holten wir Holz und ich machte den Adventstee fertig, während der Graf noch Schnee von der Straße schob. Dann gab es Tee und Stollen und viele Kerzen.
Gegen 17:30 Uhr fing ich an zu kochen: Beinscheibe in Rotweinsoße mit Kürbiskartoffelpüree und Rosenkohl.
Nach dem Essen strickte ich etwas und ging in die Badewanne.
Heute geht es früh ins Bett.

WMDEDGT November 2021

Heute fragt Frau Brüllen wieder, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Ich stand spät auf, gestern sind wir sehr spät zu Bett gegangen und die Sonne schien. Ich ging nach draußen und schaute, ob alle Bäume noch stehen und ob die Katzen, die sich gestern vor Regen und Sturm versteckt hatten, wieder da waren.
Der Kater erwartete mich schon auf der Terrasse, Mimi kam erst später, als ich schon Wäsche in den Wind hing. Es gab eine extra große Portion Futter, weil gestern das Abendbrot ausgefallen war.
Weil ich einmal unten war, stellte ich die Kartons mit Geschirr für Primavera zurecht, die wir mitnehmen wollten.
Ich heizte den Ofen vom Herrenzimmer an und machte mir Frühstück und stellte dem Grafen den Auflauf von gestern Abend in die Backröhre.
Nach dem Frühstück weckte ich den Grafen. Damit ich nichts vergesse, legte ich noch Spanngurte und Umzugsdecken in den Saal.
Um 12 Uhr fuhren wir los nach Nordwestmecklenburg. Es ging zuerst recht flott, aber urplötzlich waren die Straßen voll von Leuten, die Feierabend hatten. Freitag um eins macht hier jeder seins.
Wir trafen bei Primavera ein, tranken einen Kaffee, besichtigten den Garten, der sich dieses Jahr sehr verändert hat und lieferten die Kartons ab. Die vier Katzen trudelten nach und nach ein und ich begrüßte die beiden Kater, die letztes Jahr neu ins Rudel gekommen waren. Sie sind übrigens die Ursache für das neue Geschirr. Sie hatten in wilden Zeiten jede Menge Teller zertöppert.
Dann fuhren wir auf die andere Seite des Schweriner Sees ins Sternberger Land. Der Graf hatte ein schönes Sofa entdeckt, das nicht teuer war. Wir luden es ins Auto und fuhren noch einmal zurück zu Primavera. Denn Minuten nachdem wir von ihr weggefahren waren, war ein Freund aus Weimar eingetroffen, der ein Kästchen für uns von einer weiteren Weimarer Freundin hatte.
Wir tranken noch einen Kaffee, plauderten noch etwas mit dem Freund, mit dem ich einige Jahre zusammengearbeitet hatte.
Primavera gab mir noch eine ganze Kollektion Blumensamen und schenkte uns als Dankeschön für die Geschirrkisten einen schönen Meißner Teller mit Aquatinta-Dekor, der ihr irgendwann zugeflogen war.
Wir fuhren über die stockdunklen kleinen Straßen zurück zur Autobahn und nach Hause.
Dort erwartete mich bereits der Kater, Mimi war schon wieder unterwegs. Sie kam auch nicht, als ich noch schnell im Dunkeln die Wäsche abnahm, denn es fing an zu regnen.
Wir packten nur das Notwendigste aus und ich heizte den Ofe und machte mir den Rest des Auflaufs warm. Danach strickte ich noch etwas.
Jetzt ist Schlafenszeit.

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WMDEDGT September 2021

Immer am Monatsfünften fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Heute war Sonntag und der zweite Tag der Herbstgartenveranstaltung.
Wir standen ungewöhnlich früh auf, der Graf bereitete schon einige Sachen vor und ich frühstückte.
Es ging langsam los, ich beschäftigte mich erst einmal mit der Wäsche auf der Leine, fütterte die Katzen und wischte die Tische sauber.
Der Graf empfing Besucher, ich bereitete einen Kuchen vor und sammelte dafür die letzten Brombeeren und ein paar Himbeeren für den Grafen. Der Käsekuchen bekam ein Topping aus Brombeersauce und Schmand.
Dann putzte ich das Gästezimmer und das Bad. Ab und zu war ich auch draußen und begrüßte Gäste.
Nachmittags aßen wir Kuchen und tranken Kaffee dazu. Eine sehr ungezogene Mimi hatte in einem unbeobachteten Moment den Kopf tief in der Milchkanne und trank die Milch aus. Hrmpf. So langsam bin ich ratlos, wie ich ihr das noch abgewöhnen kann.
Ich fieselte die letzten Holunderbeeren ab, spülte sie und fror sie ein. Nächste Woche würde ich Gelee daraus kochen. Es waren dann doch über zwei Kilo geworden, nach so viel sahen die Dolden in der Schüssel garnicht aus.
Kurz vor Schluß der Veranstaltung heizte der Graf den Grill an und wir grillten Brot mit Kräuterbutter und Wildbratwürste. Ich setzte dazu noch ein paar übrig gebliebene gekochte Kartoffeln in die Heißluftfritteuse.
Nach dem Essen räumte der Graf die Aufsteller am Eingang zum Park weg und ich nahm Wäsche ab und fütterte die Katzen.
Die letzte Runde lag vor uns, wir mußten noch einen Teil der vor drei Tagen verputzten Lehmwand schwämmen. Das ging aber relativ schnell.
Ich duschte und zog mir einen warmen Pullover an. Abends wird es ziemlich schnell kalt.
Im Fernsehen lief ein Tatort von Dominik Graf. Filme von ihm schaue ich mir prinzipiell an. Ich war nicht enttäuscht, er war überragend gut. Eine schöne Beobachtung: Der Film hat eine auffällige Pulloverdramaturgie. Der Täter trägt einen Nerdpullover mit Mustern wie Schaltkreise, er kriecht auch immer mal rein. Ein zerrupfter Polizist hat einen Random-Maschen-Pullover, ein Polizist, der mit Impulsivität den Erfolg gefährdet, trägt einen pinken Farbblock auf der Brust und als die Sache aufgeklärt ist, wechselt die erfolgreiche Kommissarin, die ihre Feuertaufe bestanden hat, vom weißen Hemd auf einen roten Pullover.
Überhaupt wird in Tatort und Polizeiruf auffällig oft Pullover getragen, vor allem von Frauen in Polizeirollen. Sie sollen keine Sex-Objekte sein? Code für „praktisch angezogen“? Ich werde das weiter beobachten.
Danach lief im Hintergrund die Sonntagabend-Talkshow. Ich hasse Talkshows. Und ich bin von dem Vorwahl-Politik-Gedöns unglaublich genervt. Ich nehme niemandem ab, daß es um etwas anderes geht, als um Pöstchen und Interessengeflechte.
Mal schauen, ob das in den nächsten Jahren wieder Kontur bekommt.
Jetzt geht es ins Bett. Morgen wird unglaublich früh aufgestanden.

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