Grusel!

Der Tagesspiegel hat heute DAS Foto für alle Schlachtenseebader.
Dem möchte ich weder im Dunkeln noch im Hellen begegnen!

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In Utero

Zuerst, im Schatten der Bäume, wehrst du dich noch. Schlamm zwischen den Zehen. Grünliche Schlieren wehen an dir vorbei. Deine Füße rühren kalte Schwaden auf. Die Wassertropfen, die dein Atem versprüht, erschrecken dich. Krampfhaft hältst du den Kopf oben, bis es im Nacken zu ziehen beginnt.
Dann, in der Sonne, in der Mitte, legst du dich auf den Rücken. Schwebst sechzig Meter über dem Grund. Breitest die Arme aus, streckst sie sogar über den Kopf, so daß du schaukelst wie ein Baumstamm. Der Atem geht immer tiefer. Der Kopf ist kühl, neben deinen Ohren plätschert es.
Nach dieser Pause sind deine Bewegungen sparsam und leise geworden. Du bist in deinem Element. Deine Augen liegen auf Höhe des Wasserspiegels, manchmal tauchst du auf, um Luft zu holen. Ein großer Fisch springt einen Meter vor dir, dann gleitet er an deinem Bein vorbei in die Tiefe.
Haubentauchervater und Haubentaucherkind umkreisen dich. Das Kind kann noch nicht tauchen, ist aber schon zu groß, um auf den Flügeln des Vaters zu reiten. Ängstlich und neugierig piepend kommt es näher. Der Vater putzt sich desinteressiert. Du bist keine Gefahr.
Du hast die Uhr vergessen. Zeit ist nicht wichtig. Du kehrst erst um, als du das Ende des Sees erreichst. Verwandelst dich in ein stromlinienförmiges Tier, das sich stoisch durch das Wasser schiebt. Schneller und schneller, denn es wird kälter und kälter.
An Land fühlst du dich amputiert. Es ist warm, ja. aber Laufen ist eine steife, abgehackte Bewegung. Mit jedem Schritt stößt du wieder an deine Grenzen.
Du fährst schnell zurück zu HeMan, um ihm etwas von der Kühle deines Fleischs zu geben und leckst ihm die Schweißtropfen von der Brust.
Die Uhr im Auto sagt dir: 1 Eine Stunde, zehn Minuten.
Das Leben ist derzeit so schön, daß es nur noch abwärts gehen kann.

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Verpennt

Morgens um sieben Uhr trommelt der Regen laut auf die Charlottenburger Dachfenster. Die Müllabfuhr rumpelt tief unten im Hofschacht.
Ich rutsche zu dir. Du drehst dich zu mir, legst dich vorsichtig auf die angebrochene Rippe und nimmst mich in deinen Körperbogen hinein. Das Knäuel schläft bis halb zehn. Um zehn muß ich in Kreuzberg am Schreibtisch sitzen.
Ich wache mit mit einem Riesenkater auf. Es sei gewarnt vor dem KaDeWe-Hausmarke-Champagner aus der bunten Flasche. Auch wenn premier cru draufsteht, er macht einen tierisch dicken Kopp.
Die Party im gestern war eine der sinnlosesten Freß- und Sauf-Veranstaltungen incl. Ringelpietz ums Goldene Kalb seit langem.
Es waren außer einigen bezahlten Prominenten nur wenige _Menschen_ anwesend. Es standen vorwiegend Zombies in Rechtsanwaltsfreizeituniform mit ihren nichtssagenden Langzeitfreundinnen herum. Zudem gab es ein hohes Vorkommen der Spezies einstmals schöne Frau. Die einstmals schöne Frau hat nun eine Menge Geld auszugeben, was sie zum Tanz ums Goldene Kalb qualifiziert. Sie trägt bunte, enge, aber dehnbare Kleidung über ihrem myomatösen Trommelbauch. Auch Goldknopfsakkos sind gern gesehen. Ein Gesicht hat sie nicht mehr, den vorderen Schädel zieren von pergamentstraffen Falten umgebene bemalte Silikonwülste, gekrönt von einem gefärbten, auftoupierten Mop.
Gibt es noch irgendeine Frau, die in Würde altern darf/will/kann?

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Mist!

Falscher Einstieg in eine Verhandlung. Falsche Argumente. Zwar nicht vergeigt, aber total blamiert.
Kann bitte einer jetzt mal die nächste Sau durchs Dorf jagen?
edit: Verdammte Eitelkeit!

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