Am frühen Morgen doch noch mit einer ziemlichen Wut im Bauch ob des dramatischen Meetings vom Abend zuvor aufgewacht.
Dafür länger geschlafen. Noch vor dem Anziehen mit den Gästen über Georgien geplaudert.
Dann Bahn, Regionalbahn und Bus gefahren, um das Enkelkind aus der Kita abzuholen.
Dem Enkelkind einen Herzenswunsch erfüllt, weil wir auch mit dem Bus nach Hause gefahren sind.
Dann spielte sie lange im Garten und ich saß daneben in der Sonne.
Als es später wurde, teilten wir uns, auf der Treppe ins Haus sitzend, zwei Käsebrote.
Sie ist grade wirklich goldig. Entspannt, freundlich und gerade sehr pflegeleicht.
Dann gab es Abendbrot und der Graf holte mich ab.
Jetzt Bett, weil todmüde.
03.04.2019
Ein Tag der Kategorie „Mein lieber Scholli“.
Morgens für drei Tage Berlin in Folge ins Auto gestiegen. In Höhe Neubrandenburg prasselte es erst unter der Motorhaube und dann knallte es unter dem Fahrersitz. Drei Minuten später kochte der Motor und das Batteriezeichen leuchtete. Wir hatten einmal Abschleppen mit dem gelben Auto gewonnen.
Es ging dann mit dem Zug weiter und wir kamen gerade noch zu einem mehrstündigen Meeting zurecht, das Drama pur war.
Dann gingen wir Schnitzel essen, der Tag war ohnehin teuer genug.
02.04.2019
Wieder ein produktiver Tag. Und wieder war er strahlend hell und kalt, sobald man in den Schatten trat. Zudem war es windig.
Zuerst die Füßchen vom wilden Wein von der hellgrauen Putzfassade gespachtelt. Im Moment sehen die Außenwände aus wie eine abstrakte Grafik. Mit Füßchen, Schatten von entfernten Ranken und hier und da noch Zweigen. Was gut ist: Die Füßchen gehen tatsächlich nach ein paar Jahren ab, nachdem sie immer heller geworden sind.
Dann haben der Graf und ich den alten, kaputten Boiler im Obergeschoss geleert und abgebaut. Das war nicht undramatisch, weil die Anschlüsse ca 50 cm über dem Boden und der Boiler in einem schwer zugänglichen Winkel des Flurs war. Zudem war darunter Dielenboden und nur ein kleiner Abfluss für den Überlauf in einer Ecke für die 80 Liter Wasser.
Der Graf schloß den neuen Boiler, den er auf ein Gestell montiert hatte, damit er auch in anderen Bädern seinen Dienst tun könnte, an und es war tatsächlich auch alles sofort dicht.
Ich startete ihn, als er voll war, das ist nämlich keiner mit Drehknopf, sondern ein elektronischer. Angeblich kann er sein Heizprofil energiesparend ausrichten, indem er die Entnahme beobachtet und auswertet. Mal schauen, ob das funktioniert.
Zwischendurch kümmerte ich mich um die Wäsche. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell Handtücher und Bettwäsche im Wind trocknen.
Dann bauten wir das Bad im kleinen Haus aus (Modulbauweise, geht schnell) und räumten dort vergessenen Kram nach nebenan. Samstag schaut jemand nach den Fußböden, die zwar schönes Holz sind, aber einen schwankenden Untergrund haben.
Ich hatte mich schon am Vormittag mit irgendeiner unachtsamen Bewegung verhoben und schlich nur noch in Schonhaltung rum. Was ist es für ein Segen, daß wir wieder eine Badewanne haben.
Da lag ich den Rest des Abends und hinterher aß ich Chips und Pudding.
01.04.2019
Ein produktiver Tag trotz Ausschlafens, weil erst 2:30 Uhr im Bett. Es war knallig sonnig und kalt.
Das Auto abgeladen. Den Saal gefegt. Endlich die Küche geputzt. Ich nehme mir jeden Morgen vor, das abends zu machen und bin dann zu müde.
Wilder Wein nächstes Kapitel. Am Gutshaus nimmt er wieder Anlauf, um aufs Dach zu kommen, also muss er weg. 1/3 ist geschafft.
Nachmittags eine Besprechung gehabt, in der es um die nächsten Vorhaben ging, die der Graf geplant hatte.
Mit meiner Mutter telefoniert und das war leider eine Enttäuschung. Weil Kind, Schwiegersohn und Enkelkind zu Ostern kommen, hatten wir Mutter gefragt, ob sie auch kommen möchte und sie fand das gut. Jetzt wollte ich Einzelheiten mit ihr besprechen und es heißt plötzlich „nicht ohne meine Katze“. Blöd ist nur, daß in beiden Autos, die sie chauffieren könnten, ein Allergiker sitzt. Außerdem hatte ich gedacht, wir könnten die je 160 km zusätzlich, um ins Oderkaff zu fahren, sparen, wenn sie 1/3 der Strecke bequem ohne Umsteigen mit dem Zug fährt und aufgepickt wird. Was natürlich nicht geht, wenn Katzenbox und Katzenklo mit auf Reisen gehen. Alles blöd. Da ist jemand fast jeden Tag ehrenamtlich für die Katzensparte des Tierschutzvereins unterwegs und hat niemand, der die Katze versorgen könnte.
Naja, wer will findet Wege, wer nicht will, Gründe. Ich hatte mich so auf das Familientreffen gefreut.
Ach, und beim Nachbarssohn beim nächsten Angeln zwei Ukelei für die Regentonne erbeten.
Und dann die Herzschmelze des Tages. Das Kind schickte Fotos vom Enkelkind, das auf einer Familienparty mit dem kleinen Onkel, dem 8 Monate älteren Sohn ihres sozialen Vaters, ein Herz und eine Seele war.