5.4.

Der Gründonnerstag war für mich früher immer der Tag, an dem ich mich vorzeitig aus dem Büro schlich, weil ich einfach nicht mehr konnte. Dann kam Ostern, mit Reisen oder Besuchen und ich hätte doch nichts nötiger gebraucht, als ein paar Tage Nichts zu tun. Nur wer tut schon Nichts, wenn er doch glaubt, die letzte Minuten im Leben noch auswringen und hochpimpen zu müssen, um sich irgendwie bestätigt zu fühlen?
Heute ist er nur der Tag vor den Feiertagen. Das hat schon was.
Der Tag verging mit Büroarbeit und einem Probenabend ziemlich schnell und des Abends schaute der Vollmond vom Himmel und ich saß lesend auf dem Sofa.

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2.+3.4.

Der Montag war so ein rechter „Kitty forscht“-Tag. Im Zuge der Klärung, wie groß denn der Mauerdurchbruch sein soll, frickelte ich den ganzen Tag mit einem 3D-Entwurfsprogramm herum, um zu sehen, wie es aussieht, wenn aus zwei Zimmern eines wird. (Bzw., letzter Stand der Dinge, lediglich eine Doppeltür in die Mitte der Wand gebaut wird.)

Der Dienstag war der Tag 0 auf dem geschäftlichen Zeitstrahl. Einmal ein organisatorisches Reset fahren. Darauf habe ich mich fast zwei Jahre vorbereitet und mit der Amtsausführung  gönnte ich mir den Rest des Tages in süßem Nichtstun. Was hieß: Schlafen, Buch, Bett.

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1.4.

Also in den April hat mich gestern keiner geschickt, sodern ich erlebte einen äußerst kommoden Tag.
Der Graf zog die Spandexhöschen an, knibbelte sich eine Nummer aufs Shirt und lief den Halbmarathon mit. Ich bin ja da platt vor Erstaunen. Nach einem Jahr Leibesertüchtigungen ganz anderer Art und Kilos aufpacken vor lauter Wohlfühlen, kann der Mann mit nur einem Trainingslauf mal eben 20 km am Stück abreißen. Und ich schnappe nach Luft, wenn ich nur einen Kilometer laufe. Das Leben ist so hart und ungerecht!
Nach einem vertändelten Früh-Nachmittag bestiegen wir die Partytram und fuhren Richtung Kreuzberg. Im Rio Grande wartete einTisch mit Blick aufs Wasser auf uns und zwei Schnitzel sprangen auch gleich in die Panade, um anschließend in heißem Butterschmalz zu baden und dann gut gebräunt und kross auf unseren Tellern zu landen.
Es wurde immer dämmeriger, ich bekam wieder einen Bedauernsanfall, daß ich damals die Wohnung im Haus am Fluß aufgeben mußte/wollte und im Gespräch entwickelte sich die Kontur für meine neue Homepage. Es ist immer fürchterlich, so lange um eine Sache kreisen zu müssen, aber nicht vermeidbar. Ich habe in den letzten Wochen ewig vor leeren Blättern gesessen und es kam nur Quark raus.
Dann fuhr uns die Partytram zurück in die Wolliner Straße und er Tag war eigentlich vorbei und endete mit Büchern im Bett.
Ich habe bei solchen Tagesabläufen schon ein heftig schlechtes Gewissen. Waren die Jahre vorher doch von Müdigkeit, zu wenig Erholung, drängenden Dingen auf der todo-Liste und nicht abzusagenden Verbindlichkeiten und Verpflichtungen geprägt.
Aber alles zu seiner Zeit.

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31.3.

Ausruhtag. Sofa Hangaround. Krimi weiterlesen. Baden. Schlafen. Schönste Nebenbeschäftigung der Welt. Bolognese-Sauce kochen. Den Herd hinterher dekontaminieren. Essen und dazu Wein trinken.

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