19.11. 2021

Oma wäre heute 98 Jahre alt geworden. Und ich hatte nicht mal Zeit für ein Glas Rotkäppchen halbtrocken. Wir fuhren sehr früh nach Kiel und bauten dort einen halben Tag lang eine Küche ab. Dann verstauten wir sie so im Transporter, daß wirklich nichts durcheinanderrutschte. Küchen werden hier immer sorgfältig Schraube für Schraube und Brett für Brett abgebaut. Dann kochte ich noch einen Nudelauflauf vor, denn morgen geht es weiter mit der Logistik. Alles noch erledigen, bevor es den Winter über in Klausur geht. Das steht irgendwie schon als Ankündigung am Horizont.

Übrigens, als ich nach dem Abbau der Küche in den Drogeriemarkt ging, um für uns Feuchttücher zu kaufen, weil wir fürchterlich dreckige Hände hatten und noch etwas essen wollten, taumelte ich hungrig mit unscharfem Blick durch einen riesigen Laden mit endlos langen Regalreihen. Es standen dort Weihnachtsmänner, Nikoläuse, Weihnachtskugeln und Schneemänner aus Schokolade, Zimtsterne, Lebkuchen, Marzipanbrote, alles was das Herz begehrt.
Vor einem Regal blieb ich stehen. Das war es, das wollte ich, das sah wirklich lecker aus. Ich fokussierte meine Augen und erkannte: es waren Hundeleckerli. Schweineohren, Kauknochen und solche Sachen.
Ich war wirklich hungrig.

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18.11. 2021

Ausräum- und Sortier-Tag in der Logistikwoche.
Kleines Upsi!, als sich 1,80 m Bett als ein 2 m Bett entpuppte. Abends eingekauft, wir haben also auch wieder was zu essen. Jetzt ins Bett morgen geht es weiter.

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17.11. 2021

Logistiktag.
Einmal Hamburg und zurück. Als wir das letzte Möbelteil aufgeladen hatten war klar, daß ich einen Termin verpeilt hatte. Beim Freund im Dorf stand ein Essen auf dem Tisch, von dem ich dachte, daß es erst nächste Woche gekocht wird. Aber der 3. Mittwoch im November war definitiv heute.
Oh Gott, war mir das peinlich.

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16.11. 2021

So richtig hell wird es hier gerade nicht. Und feuchtkalt war es außerdem.
Am Vormittag organisierten wir hier stundenlang rum. Im Zimmersammelsurium fehlen ein Bett und ein Sofa.
Kurz geisterte ein Schrank voller traumhaftem Geschirr vorbei, wurde aber wegen Unbezahlbarkeit (selbst wenn es im Verhältnis preiswert war) ins Nirvana der Wünsche geschickt.
Als wir mit den Nachrichten, wann und wo wir Bett und Sofa holen können, durch waren, ging ich raus. Ich brauchte dringend frische Luft und Bewegung. Vorher heizte ich den großen Ofen im Saal an, damit das Haus nicht so auskühlt.
Der Graf begann, den Fußboden im Erzieherzimmer zu schließen. Dort gibt es ein Loch in den Dielen, wo einst ein Kachelofen stand.
Ich holte Holz und harkte Laub. Mimi jagte Shawn auf den Baum hinterher und sprang in die Astgabel vom Nußbaum, damit ich sie kraule.
Als es dunkel war, kochte ich Essen und widmete mich noch einmal den Vorhängen.

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