28.07. 2021

In der Morgendämmerung hatte ich dann doch noch etwas Schlaf gefunden. Dazu kam der große Luxus, daß wir in Berlin immer so lange pennen können, bis die Abfahrt zum jeweiligen Termin dran ist. Keine Katzen, kein Pflichten, es steht sowieso nur das Bett zur Verfügung.
Um halb 12 rappelte ich mich hoch und wir gingen zum Frühstück in die Weinerei. Die Stadt ist leer, die Einwohner sind im Urlaub, die Touristen fehlen. Es ist immer noch befremdlich, war es doch so viele Jahre anders.
Beobachtung: In Berlin läuft man im Shirt mit Tiktok-Aufdruck herum, auf dem Dorf trägt man Werbung diverser Landmaschinenhersteller spazieren. (Eigentlich logisch.)
Wir fuhren nach Oranienburg und sammelten das Enkelkind auf (dazu kurze Besichtigung der Küche, die gerade in Arbeit ist, der Schwiegersohn sieht ziemlich fertig aus, hat aber mit beharrlicher Arbeit einen schönen Raum gebaut).
Wir fuhren Richtung Norden, das Mausebärchen schlief eine Stunde, hörte Hörspiele mit einem alten Handy und fragte erst zum Schluß „Wann sind wir endlich da?“
Den Rest des nachmittags verbrachten wir mit auspacken, Katzen suchen (Skandal! Erst ist die Dosenöffnerin nicht da, dann hat sie ein Kind im Schlepptau!) und füttern, Fußball spielen und den Grafen in der Hängematte schaukeln. Dann gab es auch schon Abendbrot, Zähneputzen und Sandmännchen.
Ich exerzierte diese Einschlafbegleitung durch (gab es in meiner Mutterzeit nicht) und natürlich pennte ich eher als das Kind. Nach einer Stunde wachte ich erfrischt auf und schlich mit dem Babyphone raus. Komische Technik. Man hört jedes Mauzen im Schlaf. Aber ich werde es schon einordnen lernen.
Jetzt geht es ins Himmelbett, die Nacht wird sicher kurz.

27.07. 2021

Huch, blogpost vergessen.
Gästemansarde, Bad, Küche und Herrenzimmer geputzt. Das Himmelbett für uns fertig gemacht.
Nach Berlin gefahren, endlich mal dort das Bad geputzt, gebadet (im Gutshaus steht die derzeit einzige Badewanne in der Gästewohnung), sehr schlecht geschlafen, weil zu heiß.

26.07. 2021

Bedeckt und sehr schwül. Erntelärm um uns herum, seit Tagen schon. Das Gewitter zog 20 km an uns vorüber, es tröpfelte nur.
Der Tag war mit Kleinkram und Assistenz angefüllt.
Räumen und Sortieren – das Rosenthal Polygon ersetzt nun im Alltag die alten, zusammengewürfelten Goldrandteller. Wäsche waschen und noch schnell vor dem Regen trocknen.
Dem Grafen assistieren, der für ein kippeliges Fundament für einen Mansarddachsparren eine Stabilisierung mauerte.
Die zweite Schicht Lehmputz für ein Gefach machen.
Einen hübschen jungen Hasen sehen, der hier seit einigen Tagen im Hellen herumhoppelt. (Hatten wir schon mal vor zwei Jahren.) Es ist ja wieder die Zeit der Jungtiere, die allesamt weg müssen von Mama und sich was eigenes aufbauen.
Eine Einkaufsliste unter der Beachtung der Bedürfnisse des Enkelkindes schreiben. Das dann einkaufen. Ha! Wir können sie mästen!
In einen wunderbaren Sonnenuntergang mit Dunst und Nebelschwaden fahren.
Und jetzt unglaublich müde sein.

25.07. 2021

Sonntag. Obwohl es oft wolkig war, war es heiß, es war der Wind, der ständig und stark wehte. ES war kein gutes Wetter zum Draußen sein.
Ich hängte Wäsche auf und goß die Pflanzen. Dann war es Zeit für Mittagsschlaf.
Nachmittags startete ich die Stickmaschine und stickte Sternchen auf ein paar Fehlstellen in Bettwäsche.
Heute schafften wir es endlich, Bratwürste zu grillen.
Der Rest des Abends war Strickpullover und die Kostüme und Interieurs in Mrs. Marple.