data overload vor dem Frühstück

1. Troubleshooting am Laptop im Arbeitszimmer nebenan, dort herrscht Abreisestreß
2. Festnetz klingelt, Kind dran, kann nicht warten, klingt wichtig
3. Handy klingelt parallel, beende Gespräch mit Kind vorübergehend (schlechtes Gewissen!)
4. Kundin dran: ob das und das schon geklärt wäre, die nächsten Schritte wären fällig, es eilt, vorschnell Zusage gegeben, daß die Sache klappt
5. parallel klingelt Festnetz
6. Klienten angerufen, für die vorschnelle Zusage entschuldigt, das ist aber ok., er macht keine Probleme (das ist mittlerweile die Ausnahme)
7. parallel klingelt Festnetz, wieder die gleiche Nummer
8. parallel klingelt Handy, wieder die gleiche Nummer
9. ich beende das Gespräch mit dem Klienten schnell, gehe ans Handy, eine total gut gelaunte Frau erzählt mir ein paar Döneckes, woher sie meinen Klienten kennt, wie toll ihr neuer Job ist und daß sie, immer wenn sie mich über Festnetz angerufen hätte, auflegen mußte, weil bei ihr ein anderes Telefonat dazwischen gekommen wäre, ich reiße mich zusammen und will nichts weiter als ihre Mailadresse hören (Wenn irgendwann in BILD etwas über eine erschlagene Kostümbildnerin steht, war ich das!)
10. rufe Kind an, das Kleine hatte scheinbar eine schlaflose Nacht wegen einer wichtigen Studiumsentscheidung, Mut mit auf den Weg gegeben
11. nehme mir mein Müsli – war da nicht noch was?, ach ja Laptoptroubleshooting im Arbeitszimmer nebenan, mitten im Abreisestreß
12. assistiere beim Einrichten von IMAP-Account und neuer Signatur
13. rufe Kundin aus 4. an und sage ihr, daß alles ok, ist, entschuldige mich für mein Kurzangebundensein vorhin, hier wäre so viel parallel reingekommen, die Frau entschuldigt sich bei mir, daß sie überhaupt angerufen hat (ganz schlecht, finde ich!), wir verabschieden uns mit einem mühseligen Scherz von meiner Seite

Das alles hat nicht einmal 15 Minuten gedauert.
Es gab Zeiten, wo mich so etwas beflügelte. Jetzt nicht mehr. Mein Müsli liegt mir wie ein Stein im Magen, ich habe bereits drei Kaffee intus und meine Magenschmerzen gehen auch mit Tabletten nicht mehr weg.

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Null Bock

Gerade eben ein Telefonat gehabt, mit einem Thema, für das ich früher jede Menge Geduld hatte:

Alle sind so gemein zu mir!
Allen geht es besser!
Jeder bekommt das, was er will! (!)
Nur ich nicht!
Und das ist bestimmt deine Schuld!
Denn an mir kann es ja nicht liegen…

Ich muss mich mehr und mehr zusammenreißen, mir das ruhig anzuhören und nicht sofort aus dem Anzug zu springen oder das Gespräch vorschnell zu beenden.
In den nächsten Wochen fallen bei mir ein paar Entscheidungen. Ich weiß, daß ich solche Telefonate nicht mehr führen will.

PS.
Ich weiß, daß mir so etwas selbst als Putze passieren könnte.
„Bei meiner Nachbarin ist der Boden viel blanker, wie macht ihre Putzfrau das?“
Ich habe nur gerade keine Kraft für so kindische Statements.

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Der Klassiker

kündigt sich gerade an: HeMan ist fünf Tage vor Urlaubsbeginn und ich werde krank. Zumindet fühlt sich das gerade in Hals und Knochen so an, wenn es denn nicht der lazy sunday, etwas zuviel Training gestern und der Wetterumschwung in trauter Einigkeit sind.
Ich habe es bisher immer geschafft, ihn in der verbleibenden Zeit anzustecken…

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So nebenbei

gerade erfahren, daß der Mann seinen Urlaub von 3 auf 4 Wochen verlängert hat.
War ja mein Reden. Aber warum erfahre ich das als letzte?

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