Cat Content

Es ist selten bei mir, aber so quietscheniedliche Kätzchen lasse ich mir doch nicht entgehen:
Katzenkind 1
Katzenkind 2
Katzenkind 3
Sie sind Randberlinerinnen und suchen zu Ende Juli / Anfang August eine neue Heimat. Lieb, fürsorglich und so weiter natürlich…
Bei Interesse bitte Mail an yes ät kittykoma.de

Transparenz

Da Kleinerdrei nicht willens oder in der Lage war, einen Kommentar von mir zu veröffentlichen, veröffentliche ich ihn hier.
Man hatte im Artikel über Dark Twitter gefragt, wie es andere mit verdeckten Accounts halten und ich habe geantwortet.

Was mich betrifft, habe ich eine klare Direktive: Ich stehe zu dem, was ich öffentlich kommuniziere. Wenn ich eine öffentliche Plattform wie Twitter (zumindest ist Twitter so gedacht) benutze, wo meine Statements einsehbar sind, habe ich eine Verantwortung für das, was ich von mir gebe und habe auch die ggf. langfristigen Konsequenzen von Äußerungen zu tragen. Das hat was mit Rückgrat zu tun, mit Respekt vor anderen und mit Achtung vor mir selbst.
Daher habe ich keinen Zweitaccount und wüsste auch nicht, wozu ich einen brauchte.
Ich habe einmal erlebt, dass eine Twitterin in der Öffentlichkeit jemanden wegen einer politisch unkorrekten Kommunikationsform maßregelte (also blockte) und auf dem Zweitaccount, dem ich auch folge, meinte: „Hihi, nicht dass ich so was selbst auch oft so sagen würde.“
Das reichte mir zum Thema Kommunikation über offene und geschlossene Accounts. Das ist nicht meine Welt und auch keine in der ich leben möchte.
Dass Kommunikation auf Twitter in den Schatten fallen wird, weil Menschen in kleinen Zirkeln wieder frei miteinander reden wollen darüber habe ich schon vor einem reichlichen Jahr in meinem Blog geschrieben. Siehe da, es ist passiert.

Der gesamte Kommentarstrang unter dem Artikel ist in Hinsicht auf „wir bleiben lieber unter uns“ interessant. Da wird nach den Erfahrungen der Leser gefragt, aber jede Äußerung dieser Erfahrungen wird auf sich selbst projiziert. Ich verstehe, dass mit dieser Empfindlichkeit das starke Bedürfnis einhergeht, eine empathische Filterblase zu schaffen.
Dazu passt der Post, in dem Benjamin Birkenhake über Viktorianismus und Biedermeier schreibt.
Der Viktorianismus regelte rigide das Intime in den öffentlichen Beziehungen. Das Biedermeier (als deutsche Strömung) zog sich gleich ins Private, in enge Zirkel zurück.

Ein sehr interessanter Prozess.

Veröffentlicht unter Exkurs

MMM – Das Damenkleid

Das ist das erste Kleid mit dem selbst gemachten Oberteilgrundschnitt.
Damenkleid
So richtig glücklich bin ich mit der Paßform des Oberteils noch nicht, ich musste es vorn wieder sehr viel enger machen und die Balance stimmt noch nicht, das Kleid rutscht beim Bewegen nach oben und hinten (dafür kneift es nicht am Bauch oder macht Röllchen).
Damenkleid 1
Hinten bin ich zufriedener. Dort sitzt es und hat trotzdem genug Bewegungsfreiheit.
Damenkleid 2
Beim Fotografieren habe ich den schmalen dunkelblauen Gürtel vergessen, den ich kaufte, als ich mit Frau Crafteln im Lederladen in der Bergmannstraße war. Ich habe es noch nicht geschafft, Gürtelschlafen anzunähen, deshalb liegt er meist in der Schublade. Er schafft aber noch einmal eine optische gute Teilung zwischen Rock und Oberteil, so dass der cremefarbene Stoff nicht so dominiert.
Damenkleid 3
Der Rock ist wieder ein dreiviertel Teller, der durch die Änderungen am Oberteil in der Taille einen Tick zu weit war. Das habe ich mit Abnähern auf der Hüfte reguliert, die sich sehr positiv auf die Silhouette auswirken.
Damenkleid Detail 1
Das Oberteil ist mit hellblau gefärbtem Bettwäschedamast aus meinem Quiltstofflager gefüttert. Das mattiert durchschimmernd den leicht gelbstichigen Stoff in Gesichtsnähe, zu gelb steht mir nämlich nicht.
Damenkleid Detail 2
Azurblaue Paspeln (auch aus dem Quiltbestand) umgeben in unterschiedlicher Breite die Kanten und die Prinzessnaht.
Damenkleid Detail 3
Der Stoff ist ein Doublefacegewebe, auf der Oberseite bedruckte Baumwolle und auf der Unterseite Synthetik, beides Mal in Satinbindung. Damit ist er robust, aber fein in der Optik, fast knitterfrei, muss nicht gebügelt werden und braucht kein Unterkleid. Am Oberkörper war mir das Baumwollfutter aber lieber, ich trage ungern Synthetik dicht auf der nackten Haut, schon gar nicht im Sommer.
Ich habe den Stoff im Winter für 3 € pro Meter beim Saisonausverkauf bei Karstadt erstanden, wahrscheinlich hat das Oma-Nachthemd-Muster für teuer Geld niemand interessiert. Ich war auch skeptisch, ob ich es so gut finde, gerade dieser Farbton lässt mich fix nach Sahnetorte aussehen. Aber der Tragekomfort siegte über die Zweifel.
Zwei Meter sind noch übrig, mal schauen, was ich daraus mache.

Und hier nun die anderen Damen vom Me Made Mittwoch (Dirndl!).