04.08. 2019

Lange geschlafen. Draußen gefrühstückt. Eine wunderbare, milde Sonntagsruhe.
Gelbe Bohnen gewaschen, geputzt und in die Gefriertruhe getan. Sachen gepackt und das Auto eingeräumt. Nach Berlin gefahren (sehr ungern). Ab Neubrandenburg trotz angekündigter Stauverzögerung bei Gransee die B 96 genommen. Der Stau war übrigens eine Verkaufsbude für Pilze und Blaubeeren mit Parkplätzen direkt am Straßenrand. Google Maps registrierte die dort haltenden Leute als Stau.
Zwischendurch ein Fischbrötchen gegessen. In Oranienburg Sachen für Kind und Enkelkind abgeliefert, die nicht mit dem Zug reisen konnten. Die Kleine abgeknutscht und kurz mit ihr Fußball gespielt.
In Berlin das Gästezimmer hergerichtet, beim Inder gegessen und noch ein Eis auf dem Rückweg mit nach Hause genommen. (Auf dem Rosenthaler Platz stand mitten auf dem Weg zur Ampel ein eScooter quer. Massenhaft Touris fahren mit diesen Dingern.)
Kurz schlafen und morgen sehr früh zurückfahren.

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03.08. 2019

Die Gäste verabschiedet. Ein bisschen hatten die sich verlaufen. Uns werden Leute derzeit entweder vorbei geschickt oder sie picken uns aus dem Internet. Auch wenn wir immer anmoderieren: noch Baustelle, einfacher Standard, wir sind noch gar nicht am Start, kann man nichts gegen Wunschvorstellungen tun. Die kollidieren schon von alleine mit der Realität. In dem Fall wohl: Schloss, alles vom Feinsten. Daß das bei dem Preis nicht sein kann, hätte schon der gesunde Menschenverstand gesagt.
Die Ausstellung von Kunst:Offen abgebaut.
Den wilden Wein vorm Haus beschnitten, er soll auf Höhe der Fensterbretter bleiben und schickt doch immer wieder neue Triebe nach oben.
Gewaschen und geräumt. Es gibt eine Tagesdecke aus mercerisierter Baumwolle, die hat Flecken, die je nach Lichteinfall verschwinden, da sind oder sich vermehren. Und wegwaschbar sind die schon gar nicht. Komisch.
Der Bruder kam mitsamt Freundin, um das kleine rote Katzenmädchen abzuholen. Sie war so garnicht ängstlich, wollte die ganze Fahrt lang aus ihrer Box ausbrechen und schaut sich schon neugierig im neuen Heim um.
Zu den Nachbarn ein Dorf weiter auf ein Bier gefahren. Nur wegen eines Planungsmißverständnisses nicht das Fahrrad genommen. Hier warten übrigens alle, alle auf das Internet. Es gibt bereits rote Pfeile auf der Straße, die auf graue Schaltkästen weisen.
Es wäre was fürs Techniktagebuch: WLAN nutzen für Onlinebanking und für die mTan, die per sms kommt, wahlweise rauslaufen (wir) oder auf den Boden steigen (die Nachbarn) und dann wieder zurück an den Rechner, um sie einzugeben.
Als wir zurück kamen, brachte uns ein Nachbar frisch gegrillte Thüringer Rostbratwurst – von der Verwandtschaft mitgebracht. Da wir grade beschlossen hatten, noch zu grillen, machte uns das sehr glücklich.
Etwas den Abendhimmel betrachtet – Schmale Mondsichel vor aparten Farbverläufen und dann in die Badewanne gegangen.

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02.08. 2019

Schon wieder entsetzlich müde.
Ein Tag mit Sonne und Regen, der Park ist wunderbar feucht.
Bei den Freunden drei Dörfer weiter gewesen. Über Hauspläne geredet, denn dort gab es Veränderungen, die Baumaßnahmen nach sich ziehen. Himbeeren aus den Spalier genascht.
Bei Lidl Bettlaken abgeholt, die aus einer anderen Filiale geholt wurden.
Das aus der Mansarde herausgeholte Zeug auf Stall und Scheune verteilt. Gäste empfangen
Den Kompost breitgeharkt und gemerkt, daß es untendrunter sehr warm geworden war. Zur Sicherheit wurde er ordentlich gewässert.
Einen Wochenendbeginnabend verbracht. Früh ins Bett gegangen weil s.o.

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01.08. 2019

Der Tag war traurig.
Weil Tochter und Enkelkind eher nach Hause fuhren, denn der Inhalator und die Medikamente standen zu Hause (man kann ja nicht den ganzen Hausrat mitnehmen) und in der kleinen Lunge raschelte es.
Weil mein Vater heute vor einem Jahr gestorben ist. Weil wir ihn haben sterben lassen. So richtig wohl ist mir bei der Erinnerung daran immer noch nicht. Warum müssen Angehörige über Leben und Tod entscheiden? Warum müssen Ärzte immer weitermachen, bis so ein Körper nur noch mit Ersatzfunktionen lebt, die Seele von der Vorhölle Intensivstation schwerst traumatisiert ist und das Hirn im Trommelfeuer der Reserveantibiotika nur noch leise lallt?
Das wird hängen bleiben. Als Schuld, aber auch als Verdienst, die Würde eines Menschen gegen das „alles ist möglich“ verteidigt zu haben.

Wir machten noch einmal eine große Runde durchs Dorf mit Besuch bei Pferden, Hühnern, Kühen, Ziegen und Gänsen. Dann ging es zum Zug.
Mittags schlief ich ein Stündchen. Nachmittags wurde gewaschen und geräumt.
Ich durfte bei der Nachbarin Bohnen pflücken und bekam dazu noch Gurken, Rote Bete und eine Riesenzucchini. Dann putzte ich ziemlich intensiv, denn morgen kommen Gäste.

Gegen halb 10 war endlich Schluß, der Graf hatte essen gemacht. Jetzt wird geschlafen.

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