27.01. 2022

Erst war es Wind, dann war es Sturm, jetzt heult und pfeift es um das ganze Haus und ich warte darauf, daß die Schornsteine die Inneneinrichtung durch die Ofentüren saugen und in den Himmel blasen.
Ich hoffe, dass ich diese Nacht nicht so schlecht schlafe wie die letzte. Das muß das Wetter sein, ich habe damit auf dem Land sonst keine Probleme.

26.01. 2022

Wenn der Wind nicht so scharf und kalt wäre, wäre es angenehmer. Aber der wird in den nächsten Tagen noch stärker.
Eine Hose für meine Mutter gekürzt. Servietten gebügelt. Mit dem Grafen Holz geholt und Laub geharkt.
Dinge von A nach B geräumt. (Das wird es in den nächsten Tagen und Wochen noch öfter geben, es muß alles etwas defragmentiert und komprimiert werden, außerdem müssen – vom Grafen lang geplant – Räume frei geräumt werden.)
Ich habe absurderweise seit einer ganzen Weile einen Tennisarm. Wenn ich die schmerzenden Bewegungen so nachvollziehe, kommt es vom Holzkörbe tragen.
Abends gingen wir zum Freund im Dorf und aßen Boerenkool met Worst und plauderten noch ein wenig.
Dann strickte ich zu Hause noch und jetzt ist Zeit fürs Bett.
Ich bin gerade dabei, meinen Tagesablauf wieder anzupassen. Ich gehe zu spät ins Bett und schlafe morgens zu lange, das tut meinem Biorhythmus nicht gut. Deshalb klingelt morgens wieder der Wecker.

25.01. 2022

Warm und etwas regnerisch. Die Sträucher bekommen schon dicke Knospen und unter dem Laub wachsen Löwenzahn und Scharbockskraut.
Wir sind wieder beim planen, im Frühjahr steht größerer Besuch ins Haus und es gibt einen guten Impuls, ein paar Dinge anzugehen, vor allem, wenn es (hoffentlich!) nicht mehr so kalt wird.

24.01. 2022

Feucht und mild.
Ich saugte noch einmal den Ortrand-Ofen aus, so weit wie ich kam und heizte ihn an. Siehe da, er brannte besser und das vordere Speicherelement wurde gut warm. Das hintere braucht wahrscheinlich noch etwas mehr Support, das geht aber nur nach der Heizsaison.
Dann räumte der Graf das Auto aus und die Nähmaschine kam erst einmal in den Saal. Ich fand in einer Schublade einige hübsche Fingerhüte und die Gebrauchsanleitung sagt, sie macht 1500 Stiche/Minute. Fast doppelt so schnell wie die Bernina. Ich habe sie aber noch nicht getestet.

Ich putzte noch etwas und fuhr dann zum Yoga.
Ich war überpünktlich und trotzdem hatte man schon angefangen. (Hinterher merkte ich, ich war eine halbe Stunde zu spät und hatte die falsche Anfangszeit im Kopf.) Deshalb hab ich mich nicht sehr angestrengt, aber es tut mir wirklich gut.
Danach plauderte ich noch mit der Freundin von drei Dörfer weiter, die überhaupt die Idee dazu hatte, bis ich dringend unter die heiße Dusche mußte.
Zu Hause hatte der Graf einen sehr schönen Fensterrahmen für eines der Oberlichter gebaut.
Ich heizte den Ofen wieder an und machte Wiener Würste aus Rind warm.
Danach strickte ich und der Fernseher lief.