06.01.2019

Ein letzter Ausschlaftag, dann ist die weihnachtliche Ausruhzeit vorbei.
Etwas beim Frühstück rumgedallert. Wäsche für Berlin gewaschen. (Hoffentlich hält die Waschmaschine noch ein paar Jährchen durch.) Jede Menge Laub im Sonnenschein geharkt. So langsam sieht man es. Die Hühner vom Bauern, dessen Kuh im Sommer den Park unsicher machte, scharrten sich durch das Beet am Haus. Wenn die so weiter machen, gibts hier bald Hühnersuppe.
Nachmittags nach Bobbin zum Flohmarkt gefahren. Drei Sektgläser, eine ovale Porzellanplatte und viele Handwerksausbildungsbücher erstanden.
Dann nach Gnoien weitergefahren und den letzten Kuchen im Café am Markt bekommen. Meine Kopfschmerzen, die schon mittags begannen, wuchsen sich auf der Rückfahrt zur Migräne aus. (Ich habe ja nur Migräne für Anfänger und das höchstens zweimal im Jahr.) Jammernd, belämmert und frierend ins Bett gegangen. Kurz vor Mitternacht wegen Hunger wieder aufgestanden und etwas gegessen.

WMDEDGT Januar 2019

Wie immer am Monatsfünften fragt Frau Brüllen, was wir getan haben.

Der vorherige Tag endete um 3 Uhr, ich hatte schlecht geschlafen und um halb 10 Uhr morgens versuchte ich mich zum Aufstehen und Heizen zu motivieren. Natürlich lag ich mit entsprechend schlechtem Gewissen in den Kissen, denn die Sonne schien, aber es war kalt im Zimmer, weil wir gestern in Berlin waren und kaum geheizt hatten.
Um halb 10 brannte das Feuer und statt mit einem Kaffee noch einmal ins Bett zu gehen, stand ich doch besser auf.
Ich frühstückte und gab dem Ofen noch ein bißchen den Turbo, wenn es draußen nicht so kalt ist und die Sonne scheint, brennen Öfen schlecht.

Nach dem Frühstück legte ich Wäsche zusammen und startete die Spülmaschine.
Dann ging ich zum Holz holen nach draußen und beschloß, dort zu bleiben, weil es wirklich angenehm mild war. Ich harkte Laub und telefonierte mit meiner Mutter, die vielleicht am Montag zum Durchchecken ins Krankenhaus muß. Zwischendurch kam die Post mit einem Paket und ich holte ein Paket von gestern aus der Postkiste.

Gegen halb 3, als dunkle Wolken aufzogen, ging ich ins Haus und machte ein Stunde Pause. Ich aß ein paar Dominosteine und machte mir Tee.
Dann räumte ich die Spülmaschine aus und begann mit dem eigentlichen Tagwerk: Aus zwei Bädern den Baudreck zumindest grob entfernen und dazu Werkzeuge und Staubsauger putzen.
Das dauerte bis halb 5. zwischendurch heizte ich das Bad im kleinen Haus an, das wir derzeit wieder benutzen. Ich war vom Putzen sehr schmutzig. Flexstaub und jahrealter Staub aus einer Zwischendecke klebt und kriecht überall hin.
Vor dem Duschen packte ich den neuen gusseisernen Schmortopf aus. So einen hatte ich mir schon lange gewünscht.
Ich verschwand um halb 6 nebenan im Bad, duschte und wusch mir die Haare, was bei dieser Haarlänge immer eine größere Aktion ist. Die Arbeitssachen warf ich in die Schmutzwäsche.

Viertel nach Sieben begann ich zu kochen. Gefüllte Paprikaschoten mit Tomaten, Bohnen und Ofenkartoffeln. Ich war sehr gespannt, wie sich der Topf machen würde.
Um halb 9 war das Essen fertig, nichts Besonderes, schnell zusammengehauen, aber es war gut. Der Topf bekommt 5 Punkte.
Der Graf und ich sahen uns DSDS an, im Internet stand mal wieder einer auf der Leitung. Dieter Bohlen sieht nach dem aktuellen Lifting und mit dem Filter, mit dem sie ihn aufnehmen, 10 Jahre jünger aus als vor 5 Jahren. Und ich ahne, wer der Siegeract und das Storytelling dazu sein wird.
Dann „Der Kommissar“ von Anfang der 70er. Ich habe mit den reizenden alten Herrschaften von der Neuen Münchner Filmproduktion unheimlich gern gearbeitet.
Jetzt ist es kurz vor 12. ich schalte jetzt gleich die Heizdecke an und gehe ins Bett.

Die anderen Texte stehen hier.

04.01.2019

Nach den Frühstück nach Berlin gefahren. Im Wolkenkuckucksheim klar Schiff gemacht. Indisches Essen liefern lassen, das gibts auf dem Dorf nicht. Also beides.
Nach Oranienburg gefahren und mit dem Enkelkind gespielt und mit ihr und dem Kind ein zu spät gekommenes Weihnachtspaket ausgepackt. Mit Uroma/Oma/meiner Mutter videotelefoniert, dabei erfahren, dass sie am Montag eventuell ins Krankenhaus muss. :-/
Dann zusammen mit der jungen Familie Abendbrot gegessen. So richtig mit Wurst und Käse und Kräutertee wie in meiner Kindheit.
Das Enkelchen noch etwas abgeknutscht und zurück aufs Dorf gefahren.

03.01.2019

Wäsche gewaschen, Laub geharkt, Burger gebraten. Immer noch im Urlaubsmodus. Es ist kalt und sonnig und der Sturm ist vorbei.
Was das Laub betrifft, merkt man die 6-7 abgefahrenen Schubkarren kaum auf der Fläche.

Noch mal Berlin Babylon gesehen. Sehr gut gemacht. Jede Menge visuelle Anleihen bei Film, Malerei und Grafik der 20er, dazu moderne Elemente. Dieser Luxus, atmosphärisch über Bilder erzählen zu können statt wie bei billigen Produktionen Leute ins Set zu quetschen, die erzählen, was passiert ist und dazu ein paar Location Establishing Shots zu geben.
Morgen gibt es noch zwei Teile und wir sind auf der Autobahn. Fluch des Dorfes: streamen wird nicht gehen.