Jahresrückblickfragebogen 2018

Zugenommen oder abgenommen?
Konstant und leicht schwankend um den Wert, auf den es sich seit 5 Jahren menopausal eingependelt hat. Bei schwerer Arbeit oder Kälte schnell weniger, bei Ausruhen und Wärme mehr. Im Grunde ist es mir egal, Hauptsache ich muss keine neuen Sachen kaufen und bin körperlich nicht eingeschränkt.
Haare länger oder kürzer?
Länger wegen Friseurvermeidung.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Hat sich nicht wesentlich verändert und ist tagesformabhängig. Die beiden Lesebrillen für Bildschirm und Print/Stricken sind jetzt seit 9 und 5 Jahren in Benutzung.
Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Mit der angenehmen Nebenwirkung, in Sachen Körperkraft und Ausdauer wieder 15 Jahre jünger zu sein. (In der Substanz leider nicht.)
Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger, außer für warme Sachen.
Der hirnrissigste Plan?
Streichraufaser, also Dispersionsfarbe mit Sägespänen, mit einem Tapetenabdampfer entfernen zu wollen. Der Gipsputz darunter hat sich gleich mit verabschiedet.
Die gefährlichste Unternehmung?
Da war nichts gefährlich, auch wenn vieles Gefahrenpotential hatte. Dank des umsichtigen Gatten sind wir immer abgesichert unterwegs gewesen, auch als Lübeck und die umliegenden Autobahnen im Schnee versanken und im Auto ein schwerer Ofen lag.
Der beste Sex?
Mit dem Ehemann natürlich. (Genauso eine blöde Frage, wie die nach dem Gewicht. Und in den umliegenden Jahresrückblicken mit der Zeit allmählich verschwunden.)
Die teuerste Anschaffung?
Es gab einige Anschaffungen, die teuer waren, aber die hat der Graf gemacht. Wenn ich alles Revue passieren lasse, war es ein Konvolut aus Bulthaup-Küchenwerkbank und Backofen und Spülmaschine von Miele, beides schon älter, aber ok. funktionierende Klassiker.
Also hey, es gibt bald wieder eine Küchenwerkbank, auf der ich kochen kann!
Das leckerste Essen?
Mit Kassler, Sauerkraut und Kartoffelpü bekocht worden, mir hat nie ein Essen besser geschmeckt.
Das beeindruckendste Buch?
Ich hatte keine Zeit und Kraft zum Bücher lesen. Dass ich Bücherfresserin mal so weit komme, hätte ich nicht gedacht.
Der ergreifendste Film?
Keine Filme. Streaming funktioniert hier auf dem Dorf nicht und Filme im Fernsehen zu sehen, das ist immer noch kein Vergnügen, der Berufsschaden, Filme nur als Konstrukt sehen zu können, schleppt nach.
Die beste Musik?
Spielt mittlerweile in meinem Kopf. Viel Beethoven ist dabei. Aber auch Dire Straits, Chris Rea und dahergelaufener Elektro. An schlechten Tagen spielt die Kopfjukebox leider nur quälend und anhaltend Jon Bon Jovi.
Die meiste Zeit verbracht mit…?
Werkzeugen in der Hand.
Die schönste Zeit verbracht mit…?
Nordischen Nächten und Sternenhimmel im Park in diesem gigantischen, endlosen, für Vorpommern völlig untypischen Sommer.
Vorherrschendes Gefühl 2018?
Das ist gut und stimmig, wenn auch ungeheuer anstrengend. Und: nicht mehr in Berlin zu leben, tut mir enorm gut.
2018 zum ersten Mal getan?
Mit der Familie zusammen nach dem Willen einer Patientenverfügung entschieden, ein Angehörigengespräch beim Chefarzt geführt.
2018 nach langer Zeit wieder getan?
Mit der Sense gemäht.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Krankheit, Sterben und Tod meines Vaters zu erleben. Atmosphärische Störungen veratmen, die wahrscheinlich aus der Veränderung von so vielem kamen/kommen. Den brennenden Schuppen und die nachfolgende Auseinandersetzung wegen fehlender Versicherung des Verursachers.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Du machst das hervorragend und ich bewundere dich dafür.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
In immaterieller Hinsicht: Anwesenheit.
Gegenständlich: Lange Unterhosen. Auch wenn das noch nicht ausreichend gewürdigt wurde.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
In immaterieller Hinsicht: Beginn von Selbstermächtigung.
Gegenständlich: Wärme.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Es ist schön, wenn ihr alle bei mir seid.“
Und ein Wort: „OOOOO …PA!“ (Oma geht irgendwie noch nicht.)
Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
(Ehrlich, keine Ahnung. Es gab Zeiten im Frühjahr und Sommer, da war ich nur körperlich anwesend und in meinem Kopf dudelte Musik.)
2018 war mit 1 Wort…?
Gewaltig. (Nachsatz: Hätte ne Nummer kleiner sein dürfen.)
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Ein Gedanke zu „Jahresrückblickfragebogen 2018

  1. Es ist schön zu lesen, wie Eure Liebe der Lebenserfahrenen sich durch Euer Leben webt und wie Ihr auf diesem Fundament ein neues, altes Lebenshaus erschafft.
    Auf dass die harte Arbeit bald geschafft sein möge und immer mehr Platz werde für ein ruhigeres, nur noch genussvolles Leben in der ländlichen Idylle!
    Viel Glück fürs neue Jahr!
    Ursula

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