Jahresrückblickfragebogen 2014

Zugenommen oder abgenommen?
Tatsächlich abgenommen. Der Moment, auf den ich so lange gewartet hatte, ist eingetreten. Mein Körper ist nicht mehr die pfeifend atmende Schindmähre, die alles ignorierend vor sich hinschleicht und sich beim Hinlegen nicht wieder aufrichten würde. Wenn ich weniger esse, nehme ich ab und werde nicht nur tödlich müde oder wütend unterzuckert. Wenn ich mich bewege, fühle ich mich gut und nicht, als hätte mich ein Bus überfahren, das ist eine gute Ausgangsbasis.

Haare länger oder kürzer?
Länger Sie bedecken mittlerweile den größten Teil des Rückens.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger, die neue Lesebrille Anfang des Jahres war sehr nötig, zum Kochen und Gemüseputzen trage ich jetzt besser auch eine Brille.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Obwohl ich dachte, das geht gar nicht – noch weniger.

Mehr bewegt oder weniger?
Etwas mehr. Ich kann wieder joggen, aber habe noch etwas Angst vor der eigenen Courage und das Schwimmen macht wieder Spaß.

Der hirnrissigste Plan?
Einfach irgendeinen subalternen Angestelltenjob für die Grundkosten und das soziale Netz machen zu wollen, weil ich ihn kann. Das ist nämlich nicht das Kriterium. Mit etwas Bildung und Erfahrung kann man fast alles. Aber Zwischenmenschliches ist sehr oft viel wichtiger als reine Leistung.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich kann mich nicht erinnern, daß etwas gefährlich war.

Die teuerste Anschaffung?
Ich habe nichts, was über 50 € hinausging angeschafft, insofern gibt es nichts. Der Graf hat eine Stickmaschine gekauft und die ist super.

Das leckerste Essen?
Mutterns Sauerbraten am ersten Weihnachtsfeiertag. Und eine Portion Cassata in Palermo, die nur mit Marzipan umhüllt war und leckerste kandierte Früchte enthielt.

Das beeindruckenste Buch?
Ich habe wenig Bücher gelesen und wenn, dann zum wiederholten Male. Trivialliteratur-Reihen, weil ich wissen wollte, wie sie gebaut sind.

Der ergreifendste Film?
Filme ergreifen mich selten.

Die beste CD?
Nichts. Ich habe Hörbücher entdeckt, das macht Spaß beim Stricken.

Das schönste Konzert?
Auch da – nichts und der Nachbar, der nächtens Schubert sang, ist gestorben.

Der beste Sex?
Immer noch. Liebe Frauen, habt keine Angst davor, alt zu werden. Attraktivität des Körpers und Qualität von Sex (was heißt Spaß, nicht Leistung!) scheinen sich längere Zeit umgekehrt proportional zu entwickeln.
Wenn die Jugendfrische weg ist, die so viel (oft belästigende) Aufmerksamkeit generiert, hat man die Chance, vom Objekt zum Subjekt zu werden. Man muss sie nur nutzen.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Stricken und Nähen.

Die schönste Zeit verbracht damit…?
Dinge selbst zu machen und mit den Händen zu arbeiten. Verschiedene Stationen zu absolvieren – einen Monat bei Primavera, zwei Wochen in Palermo… Und neue Menschen kennenzulernen, die wichtig für mich geworden sind.

Vorherrschendes Gefühl 2014?
Ich arbeite mich an eine neue, tragfähige Existenz heran. Dass ich im Spätherbst auf die Nase fiel, hat wohl dazu gehört.

2014 zum ersten Mal getan?
In einem großen Fluss mit starker Strömung geschwommen und 10 Tage am Stück fast ausschließlich englisch gesprochen und englische Präsentationen gemacht.

2014 nach langer Zeit wieder getan?
Ich stricke wieder, das hätte ich mir vor 2 Jahren noch nicht träumen lassen.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Den Rückschlag im Herbst. Das reicht.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich keine Dramaqueen bin und mein Leben unter Kontrolle habe, auch wenn es grade nicht so aussieht

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Unser Buchprojekt.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Unser Buchprojekt.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Der war wortlos.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Der war ebenso wortlos.

2014 war mit 1 Wort…?
Versuch.

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3 Gedanken zu „Jahresrückblickfragebogen 2014

  1. Mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen und deine Träume sich realisieren. Ein schönes neues Jahr Mema

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