HJC·SVNT·LEONES

Die letzten Tage waren rasend. Erstmal das normale Programm, das für hiesige Verhältnisse sehr straff und dicht organisiert ist, so dass eher das intereuropäische Publikum sagte: „Stop mal, halt mal! Nicht so viel!“
Aber es gab auch 1 1/2 freie Tage. Wir fuhren am Mittwoch nachmittag nach Palermo und tauchten mit einem Guide in die Stadt ein. Der gute Mann ist entweder der Ghostwriter von Umberto Eco oder diese Stadt und dieses Land sind tatsächlich so voll von Geschichten, dass ich nun weiß, warum Eco so schreibt.
Leones
(
Wie es so ist in der Kirchen ehrwürdger Nacht – es war zu dunkel für Fotos, man verzeihe mir das.)
Wir waren gut eine Stunde in der Casa Professa und ich stand wirklich mit offenem Maul vor den prächtigen Marmorreliefs, staunte und hörte dem Guide, der eher ein Griot war, zu.
marmor
Der andere Teil war Sightseeing der besseren Art. Durch wilde Viertel ging es, in denen sich jeder seine eigene Leitung legt und man am liebsten mit Leitern in die Wohnungen steigen würde, wäre das nicht verboten.
palermo
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Dann kam ein Tag am Meer.
MareUnd auch hier in Cefalù gab es jede Menge altes Gemäuer und statt der Jesuiten bauten die Normannen die Kirche.
Die Südländer weigerten sich striktemang, ins Wasser zu gehen, die Nordländer sprangen hinein. Ich flanierte entspannt über den Strand und durch die Gässchen, wäre aber etwas entspannter gewesen, wenn ich dies hätte allein tun können. Eine versprengte Dame aus Bulgarien wollte nicht allein sein, fand die anderen nicht und begleitete mich. Für mich Solistin war das nicht unanstrengend, aber man muss die Dinge nehmen wie sie kommen.

Mittlerweile weiß ich, dass ich mein furchtbares Englisch niemandem mehr antun sollte. Wenn ich zurückkomme, werde ich mich mal hinsetzen und Vokabeln und Deklinationen lernen. Weiß jemand einen guten Alleinlernen-Audio-Sprachkurs?

Auch das noch:

  • 04.12. 202004.12. 2020 Heute Morgen schien die Sonne, aber der Fotografen meldete sich nicht, weshalb der Park nicht fotografiert wurde und wir noch im Bett […]
  • 24.10.1124.10.11 Diese Montage immer. Und diesmal gab es dann auch noch Nebel gratis obendrauf. Der Tag verging mit Pixelschubsen für den Termin mit […]
  • 03.03.201903.03.2019 Ein milder Frühlingsregentag. Spät aufgestanden, ausgiebig gefrühstückt und danach neben Wäsche waschen und den Gartensalon heizen vor […]
  • 03.04. 202003.04. 2020 Ein Ausfalltag. In dem Moment, als ich mit Abeitsklamotten nach unten marschierte, wurde der Schwindel, der sich seit Tagen ankündigte, so […]
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9 Gedanken zu „HJC·SVNT·LEONES

  1. Babbel.com ;) erfordert nur sehr viel Selbstdisziplin – ich scheitere gerade an Spanisch ;)

    • Danke! Ich habe mir die App mal installiert, aber ich fürchte, die Selbstdisziplin ist das Problem.

  2. Sie können bestimmt auch Kleider nähen oder Sofakissen besticken mit diesem Schnittmuster von der Wand.

    • Ja. Ich habe schon öfter in Museen Muster fotografiert, um sie für solche Sachen abzuspeichern. Man muß ja das Fahrrad nicht zweimal erfinden.

  3. Im ganzen Süden sind die Leitungen so verlegt. Eines der letzten wirklichen Abenteuer ist es, ein Ferienhäuschen in dieser Region zu mieten. Ohne handwerkliche Begabungen eigentlich nicht zu empfehlen.
    Ins Meer gehen Südländer ungern. Man lustwandelt bis zu den Knöcheln im Wasser stehend etwas am Strand entlang und telefoniert währenddessen mit Mailand.
    Einheimische sind oftmals „seit Jahren nicht am Wasser gewesen“.

  4. Nachrichten und Filme auf Englisch anschauen bringt bei mir mehr als das ach so disziplinierte Selbstlernprogramm. Und bei leo.de nach dem Wortschatz und den Verben schauen.

  5. wollte ich auch gerade empfehlen: BBC und CNN gucken, schult die ohren, steigert ungemein das Verständnis für den Satzbau und außerdem kann man auch noch ganz gut Vokabeln lernen, wiederholen, und in einen sinngemäßen gebrauch integrieren lernen.
    als Kind habe ich mein schulenglisch verbessert durch AFN- und BFBS-hören, und natürlich damals das zuhören, texte lesen und übersetzen der BEATLES . . . so fings an . . .

    lg
    carola

  6. Und ich Trottel meine, ich müsste meine Außenwände nach 20 Jahren mal streichen. Und die Kabel wenigstens mit solchen Nageldingern festmachen.

  7. Hier: https://www.duolingo.com/de peppe ich gerade mein Französisch mit auf. Große Liebe zur „versprengten Bulgarierin”. Und südeuropäische Stromleitungsfotos, da könnte man mal darüber nachdenken ein Karten-Quartett zu basteln. Ich sammele diese Impressionen nämlich.,-)

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