23.03.2019

Der Graf fuhr heute mit der Großehäusermenschengemeinde über Land und ich nutzte die Gelegenheit, den Hof vom kleinen Haus von Gewächsen zu befreien.
Aber zuerst hing ich Wäsche auf.
Dann ging ich vorsichtig in den Hof. Denn die Hühner der Nachbarn scharren noch immer dort und haben ihn gut umgegraben. Die Hühnchen sind recht zutraulich. Der Hahn blies sich mächtig auf und krähte mich böse an. Als ich die Strauchrosen und Holunderbüsche verschnitten hatte und mich in der Schuppenecke dem wilden Wein widmete, hatten wir friedliche Koexistenz. Ich sägte Stränge so dick wie der Abfluss unterm Waschbecken durch, die aufs Dach führten und holte Triebe aus der Dachrinne, die wie ein Dreiviertelzollschlauch aussahen. Dabei erwischte ich nicht mal alles. Ein Teil war unters Wellblechdach gewachsen und tauchte fröhlich an anderen Stellen wieder auf.
Als ich das Gestrüpp mit der Grabegabel quer über den Hof trug, versuchte der Hahn tatsächlich, mich von hinten anzugreifen, er war hier der Boß. Aber wenn ich ihn ansah, hielt er sich zurück.
Ich machte vernünftigerweise Schluß, bevor ich völlig erschöpft war, holte die Wäsche von der Leine, duschte den Dreck ab und freute mich auf den heimkehrenden Gatten.
Wir fuhren mal wieder nach Grimmen zum Einkaufen. Außer uns war nur noch die Dorfjugend da, die sich mit Alk eindeckte. Also nicht nur. Am Gemüsestand frage ein Mädchen einen Jungen völlig perplex: Du willst wirklich einen Salat kaufen???
Zurückgekehrt, bereitete ich in der Küche noch etwas vor und nun wird geschlafen.

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