19.12. 2020

Noch ein Sonnentag. Allerdings wehte ein feiner kalter Wind.
Ich harkte Laub und flauschte die Katzen.
An Nachmittag fuhren wir an die Ostsee und da wurde ich richtig durchgepustet.
Nach der Rückkehr standen große Fellpflege und Auftauen in der Badewanne auf dem Plan.
Abends strickte ich und nebenher lief Goobye Lenin. Ich hatte den Film nie gesehen. Auf der Berlinale damals waren der Firmenpartner und das Kind in der Vorstellung, ich hatte irgendeinen anderen Termin und danach hatte sich das nie mehr ergeben. Ich weiß nicht, warum ich der Meinung war, das sei eine Knallerkomödie. Vielleicht, weil der Film immer mit den zwei, drei witzigen Plottwists bebildert wurde: Wir spielen Aktuelle Kamera, wir erklären Mama das Coca Cola Plakat und wir erzählen, daß der Westen gerade in den Osten flüchtet.
Ein guter Film, ohne Frage. Regie und Schauspieler, die die groteske, synthetische Situation ernst nehmen, hervorragende Nebendarsteller, aber ein grober Ostalgieporno, dem das Mitgefühl, wage ich zu behaupten, doch Letztenendes fehlt. Und ich heulte den halben Film lang, nachdem ich die erste Hälfte zitterte und mir übel war. Wie kann jemand mit den Versatzstücken der Vergangenheit einfach so rumspielen? (Rein rhetorische Frage selbstverständlich.) Ich stecke da emotional tiefer drin als ich verdrängen kann.

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2 Gedanken zu „19.12. 2020

  1. H. hat den Film nicht gesehen und dachte erst, kann man sich ja mal anschauen. Aber gegen Ende des Beitrags dachte er, er möchte lieber verzichten.

    • Ich glaube, meine Reaktion ist ein reines Ostdeutschen-Problem. Der Film ist gut gemacht.

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