04.10. 2019

Ein komischer Tag, produktiv und unproduktiv zugleich.
Die Vorhänge vom Himmelbett, endlich fertig, wurden gewaschen und sorgfältig aufgehängt. Schleiernessel kann ganz gut Wind vertragen, wenn er gespannt und gerade hängt, dann wird er glatter.
Um die Mittagszeit herum war ich endlich mit den Vorbereitungen fertig (Flammenwerfer auf die Gasflasche schrauben, Schlauch in die Senke ziehen und anschließen), den großen Gestrüpphaufen in der Senke abzubrennen.
Der Graf hatte inzwischen einen Birnbaum leergeräumt und ging für Planungs- und Tischlerarbeit rein. So große Scheiterhaufen sind nicht sein Ding.
Ich stand dann zweieinhalb Stunden in der Hitze und war selig. Das habe ich schon als Kind geliebt.
Ich hatte mich gerade etwas hingelegt, da kamen die Gäste fürs Wochenende. Kurze Einweisung, dann war ich eh wach und hing die Vorhänge ans Himmelbett und räumte einen Schrank ein.
Den Abend verbrachte ich strickend vor dem Fernseher. Erst vor irgendeinem Videoclip-Kanal. Jo. Heute werden Musikvideos von diesen Songs mit Vocoderstimme scheinbar nach Schema F gemacht. Zwei tanzende Chicas, ein Motorrad und etwas Landschaft. Fuerteventura oder der Alexanderplatz. (Gut, früher waren es halt Aerobicmäuse vor animiertem Hintergrund.)
Dann rutschte ich auf arte in den Dokumententarfilm von Katja von Garnier, den sie 2010/12 über die Scorpions gedreht hat. Ich war ja eher Team Deep Purple, Metallica und Sisters of Mercy. Als ich vor 10 Jahren mal mit Matteo Tedesco faul im Boot in einer Bucht pennte, spielte der stundenlang Scorpions. Ich natürlich: „Uncool, gnagnagna!“ Er: „Wat mutt, dat mutt!“ so schlecht fand ichs dann gar nicht.
Was soll man sagen. Heute mag ich die Musik. man wird halt älter. und Entertainment-Profis haben bei mir sowieso einen Stein im Brett.
Meine Kopfjukebox spielt also aktuell die Scorpions, das löst die Drei-Wochen-Schleife „Tausend Mal berührt“ von Klaus Lage ab. Drei Wochen. Das war hart.

Auch das noch:

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2 Gedanken zu „04.10. 2019

  1. Danke! Wirklich: Danke!
    Ich lese jeden Tag morgens als erstes, was es im Gutshaus so Neues gibt. Es ist wie ein kleines Stückchen Roman. So fängt der Tag gut an.
    Ich finde es bewundernswert, mit wieviel Kraft und Ausdauer ihr diese große Aufgabe in Angriff nehmt.
    Und sprachlich ist der Blog der reinste Genuss!
    Viel Kraft weiterhin wünsche ich.
    Sabine

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