Ziggy Stardust

Ich habe einen Flug und einen Mietwagen gebucht und dazu ein Quartier irgendwo an einem Barranco auf Fuerteventura. Dort, wo es nur helle Steine, schwarzes Geröll und roten Sand gibt und wo am Horizont dunkelblau das Meer aufscheint. Ich könnte die Fortsetzung der Mars-Chroniken schreiben, das paßt.
Das ist der am weitesten im voraus gebuchte Urlaub meines Lebens. Und ich merke, wie mich die Aussicht, zu Nikolaus „leckt mich doch alle…“ sagen zu können, entlastet. Ich habe ein Ziel. Für das ich jetzt schon das Geld in einem Umschlag beiseite lege (einer der Gründe, warum ich meine Urlaubsplanung nie in den Griff bekomme, ist, daß ich immer glaube, ich hätte kein Geld dafür, dann aber kurzfristig meine Erschöpfung mit Konsum zu heilen versuche).
Jetzt kommen noch meine Klausurtage Ende des Monats. Dann ein Budapest-Trip mit HeMan und dem englischen Freund im September. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Neues generieren. Einen Relaunch machen, sonst eximplodiert mir der Laden irgendwann. Anfang September Steuern zahlen. Wie ich das mache, weiß ich noch nicht. Eine Wohnung finden. Da ist meine Geduld nun auch fast am Ende. Ich bin eine Macherin.
Schön wäre, wenn ich das Gefühl verlieren könnte, daß ich nur Darstellerin in meinem biografischen Film bin, das mich seit Monaten beherrscht…

Auch das noch:

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12 Gedanken zu „Ziggy Stardust

  1. Hatte mal eine Kollegin, die jeden Monat (damals noch DM) 250,– auf ein Urlaubssparbuch packte (und zwar auch in dem Monat in dem sie fuhr), womit sie im Grunde nach drei, vier Monaten damals ihren Reiseurlaub zahlen konnte exkl. Taschengeld. Beeindruckt mich noch heute. Habe das nie hinbekommen.

    Deine ToDo-Liste ist gruselig. Alles was mit «neue Wohnung finden» bestückt ist, klingt gruselig.

  2. REPLY:
    es ist gruselig! vor allem wenn es auch noch ein pragmatikerin und ein pingel zusammen tun…

  3. REPLY:
    gerne reden. erstmal ziellos ich sauge derzeit alles auf.

  4. REPLY:
    Das kommt mir unangenehm bekannt vor. Bonne Chance, meine Liebe. Wir suchen jetzt schon seit 4 Jahren. Und an meinemm Pragmatismus ist es nicht gescheitert…

  5. REPLY:
    ihr wohnt ja wenigstens schon zusammen. wir pendeln noch täglich.

  6. letzten Satz musste ich sofort an Fanny von Reventlow denken, die in ihrem an Absurditäten und belastenden Situationen nicht armen Leben in solchen Situationen gerne zu sagen pflegte:
    „Es filmt wieder !“

  7. für die mars-chroniken eignet sich die nachbarinsel aber eindeutig besser …

  8. brav. ich suche auch gerade flüge für januar und werde noch diesen monat buchen, allein um mich selbst festzunageln. neues generieren? irgendwas worüber wir mal reden sollten (wenn ick ne idee hätte)?

  9. Wie lang im Voraus darf man denn Urlaub buchen? Ich habe erstmals seit Monaten eine fixe Idee für nächstes Pfingsten und warte hibbelig auf den Moment, in dem ich endlich konkret werden darf.

    (Urlaubskassenrettung: Jeden Abend – jeden! – alles Kleingeld im Geldbeutel – alles! – in einen Topf kippen. So kommen fast unmerkbar Hunderte zusammen. Irgendwann gewöhnt man sich auch daran, von allen Bäckerinnen wegen des morgendlichen „tut mir leid, gar kein Kleingeld“ gehasst zu werden.)

  10. REPLY:
    ich glaube, beim vorausbuchen sind alle optionen offen. ein freund machte bei der abreise aus dem skiurlaub schon immer den aufenthalt im nächsten jahr fest.
    so was kann ich ja garnicht…
    aber für pfingsten? ran! buchen!

  11. REPLY:
    ich weiß nicht, warum ich die nicht mag. ich war nur einmal dort, allerdings in einer üblen touri-gegend.

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