Platsch!

Auf eine sms um elf Uhr vormittags an einem ganz normalen Arbeitstag, ob ich denn mit den Herren Dick und Strike auf den See käme, arbeitete ich mich erstmal durch eine Panzersperre von Konditionierungen.
Das geht doch nun wirklich nicht, daß du einfach von einer auf die andere Stunde hier verschwindest! Es ist Wochentag, auch wenn du die drei Stunden nachts oder morgen nacharbeiten kannst: Die Pflicht! Du kannst doch nicht einfach so Spaß haben!
Nun hatte ich allerdings fünf Minuten vorher dem Grafen erläutert, daß mein Programm für heute minimal sei und eigentlich aus Beschäftigungstherapie besteht. Kein Grund abzusagen also.
Ich kruschtelte schnell einen Salat zusammen, packte meine Frühstücksbrote in eine Tupperdose, füllte eine Flasche mit Wasser und Zack! saß ich in der Wannseebahn. Auf der Mitte des Sees dümpelten wir bald in den süßen Augustsonnenstrahlen. Ich mit dem Rücken auf einem Loch im Boot, aus dem die Luft zischte (hat schon seinen Sinn, gut gepolstert zu sein). Wir tranken so einiges und tauschten Stullen aus.
Der Herr Lucky gab mir die gestern schon per Kommentar angekündigte Care-Papier-Rolle.
Klopapier

Der Graf hatte sich mit ein paar Stunden Zeitschleife angekündigt und wir hinterließen bei ihm die dringende Bitte nach Getränkenachschub. Und so kam er dann, als die Sonne sich neigte und transportierte schwimmenderweise in einer luftdicht verklebten Kiste eine gut gekühlte Flasche Rosé. Es hätten auch zwei hineingepaßt, aber da wären wir wahrscheinlich nicht mehr rudernderweise ans Ufer gekommen.
Wenn das Boot nicht so viel Luft gelassen hätte, so daß ich nicht mehr in der Lage war, ohne viel Wasser hineinzuholen ein-und auszusteigen, so daß ich mit nassem Hintern in einer Pfütze saß (was sich ja immer so unangenehm frühkindlich anfühlt und meine Perversionen special interests sind auf anderem Gebiet), hätten wir auch noch die milde Mondnacht dort erleben können.
So machten wir uns dann doch bald auf den Rückweg, schon weil es Ufer einen Faun gab, den der Herr Glam sich mal von nahem ansehen mußte.
Es kam wie es kommen mußte, beim Boot anlegen fiel natürlich die Rolle Care-Papier ins Wasser.
Klopapier nass

Schlechtes Bild, ich weiß, aber es gibt so ungefähr die Stimmung des Papiers wieder.

Auch das noch:

  • Weihnachten. Erledigt.Weihnachten. Erledigt. Weihnachten und icke, das ist ja nicht so die super funktionierende Partnerschaft. Dieses Jahr lief das ganz gut. Das […]
  • Das war knappDas war knapp Es sah so aus, als wäre es das ideale Timing. Ich kam vom Zauberberg zurück, das Kind zog aus seiner Wohnung aus und ich war […]
  • 20.03.201920.03.2019 Ein Tag, der frostig kalt und sonnig begann und feucht, mild und bedeckt endete. Der Graf hatte es heute übernommen, um halb 7 Uhr […]
  • 12 Abkühlen12 Abkühlen Alle Aktivität kann nicht darüber hinwegtäuschen, zu einer 9to5-Arbeit nicht fähig bin. Gestern hing ich den ganzen Tag in den Seilen. Bei […]

2 Gedanken zu „Platsch!

  1. Liebste Koma, Sie sind einfach die beste Bootsbegleitung, bin froh, Sie so überrumpelt zu haben! Und hoffentlich bekommen Sie nächstes mal ein Boot das nicht leckt…

    • Aber Herr Strike, das mit dem leckenden Boot ist doch prickelnd und spannend. Einfach prall aufblasen kann doch jeder.

Kommentare sind geschlossen.