17.01. 2020

Noch ein sonniger Tag.
Wir hatten gestern im Gästebad die Öffnung zum Mansarddach nicht wieder verschlossen, weil ein Balken trocknen sollte. Dazu standen alle Türen zum Flur offen, für die Luftzirkulation.
Heute Morgen roch das ganze Treppenhaus durchdringend nach Raubtier. Scheinbar hatte der Marder, der öfter im Dach rumrandaliert, eine kleine Erkundungstour samt Reviermarkierung unternommen.
Und so kam es, daß ich heute morgen zu zwei ganz doll braven Miezekatzen in die Wohnung kam. Sonst machen sie Stress, wenn nicht innerhalb von 20 Sekunden das Futter dasteht und überhaupt bin ich viel zu spät, es ist schon eine Stunde hell, man mußte schon mal eine Protestnote vors Klo setzen! Heute begrüßten sie mich freundlich und brav und wollten erst mal eine Runde schmusen. Der Kater Lief vor und zeigte mir, daß er ganz lieb gewesen war, weil halt keine Protestnote, obwohl Mimi mal wieder vergessen hatte, ihrs zuzuscharren.
Was das Fressen betraf, so schaute man doch erst ein bisschen aus dem offenen Fenster, ach, kein Streß, wenn du angelegentlich mal was hinstellen könntest… und über allem lag, ich solle doch bitte in der Nähe bleiben, im Flur wäre ein stinkendes Monster.
Hihi.
Nach dem Frühstück gingen wir beide raus. Der Graf schärfte seine Sägekette und sägte weiter an der Linde. Ich bekam einen schicken neuen Hackklotz.
Ich machte ein bisschen weiter an der Terrasse. Diesmal war die andere Seite dran. Hier war Wasser aus der kaputten Dachentwässerung in ein Mauseloch getropft und unter den Betonboden des alten Wintergartens gelaufen, der sich in diesem Abschnitt noch teilweise unter der Terrasse befand. Klar, das kommt da nie wieder raus und steigt die Wand hoch.
Dann harkte ich mit Katzenassistenz Laub und hackte Holz. Ich mußte Mimi immer fortscheuchen, damit sie kein Holz traf. Shawn saß währenddessen in Lauerstellung vor einem Busch. Ich glaube, er übt Mäuse fangen.
Der Graf schwang derweil im Obstgarten die Hacke. Es gab einen Hügel, der über und über mit Brennnesseln bewachsen war, der sich als alter Misthaufen mit Schafsknochen erwies. Heute ist es bester Humus.
Mit dem Dunkelwerden gingen wir hoch. Ich hing Wäsche auf und heizte, der Graf ging in die Wanne, ich duschte.
Dann mußte ich erstmal ein halbes Stündchen im Sessel schlafen.
Nach einer weiteren Runde Kartoffelsalat und Würstchen setzte ich mich an eine übel lange verzögerte Internetsache, das Blog von Glamourdick reparieren, das sich letztes Jahr an der neuen php-Version verschluckt hatte. Ich war schon mal halb fertig und dann streikte mal wieder das Netz. Heute mußte ich mich erst einmal wieder reindenken, aber nach Mitternacht funktionierten die Up- und Downloads ganz ok. Das Dorf schläft und zieht keine Daten.

16.01. 2020

Wieder ein Sonnentag, aber kühler.
Nach dem Frühstück bereitete ich mein Seminar in der nächsten Woche vor.
Dann sahen der Graf und ich im Gästebad an, welche Arbeiten dort demnächst anstehen.
Als das erledigt war, machten wir draußen weiter. Ich verteilte Humus von einem alten Misthaufen in Löcher, die die Wühlmäuse hinterlassen hatten und der Graf füllte mir die Schubkarren. Außerdem hackte ich Holz. Die letzte Holzlieferung ist manchmal etwas grob geschnitten und brennt deshalb schwer. Ich hackte zwei Kisten Kloben in 2-3 Teile.
Zuletzt harkte ich noch Laub. Mimi war immer an meiner Seite und extrem schmusig. Shawn erledigte ab und zu wichtige Katerdinge.
Als es dämmerte, fuhren wir nach Greifswald in den Baumarkt und Lebensmittel einkaufen.
Wir lehnten eher durch Zufall die Rabattmarken im real nicht ab. Ein Heft war mit unserem Einkauf voll und ein weiteres wurde mit Spenden von der Kasse gefüllt. Wir kauften Salz- und Pfeffermühlen und eine Bratpfanne davon.
Ich mache das sonst nie.
Zu Hause ließ ich erst einmal Shawn rein, der etwas düpiert war, weil er, vom Dienst kommend, Mimi durch die Fensterscheibe ansehen konnte, aber nicht reinkam.
Dann gab es Abendbrot. In meinem Fall Kartoffelsalat mit Würstchen.

15.01. 2020

Einer dieser warmen Januartage, der vorgaukelt, es wäre bald Frühling. Aber keine Sorge, der Februar hat noch seinen Auftritt.
Wir luden den Schrank ab. Ich harkte Laub und der Graf fuhr mit dem Rasenmäher über ein paar zu kultivierende Stellen im Park.
Wir hatten Fenster und Türen offen, damit der warme trockene Wind ins Haus kommt. Den Katzen gefiel das, konnten sie doch in Türen hineinlaufen und aus Fenstern herausspringen.
Abends saßen wir todmüde am Ofen.