26.01. 2020

Eigentlich ein Sonntag und doch voll Arbeit. Morgen haben wir hier einen Termin.
Wir räumten den Saal auf und ich putzte ihn. Vorher stellten wir den brüllschweren hohen Aufsatz auf das Büfett. Mit der gräflichen Methode. Nix schwer heben, höchstens zentimeterweise, Stützen drunter bauen, kippen und drehen. Hilfsmittel: Zwei leere Bierkästen, vier Böcke, zwei große Holzblöcke, eine Decke, ein Brett. Mein Rücken dankte.
Kaum war ein Fenster oder eine Tür offen, spazierte eine Katze rein. Die ich dann in die Fewo 1 begleitete (großer Enthusiasmus, es könnte ja Futter geben) und zum Fenster wieder rauskomplimentierte. Als ich mal für ein paar Minuten draußen war, waren sie ganz aus dem Häuschen und fingen an, miteinander rumzutoben. Morgen muss ich mal wieder länger draußen sein.
Ganz nebenbei kochte ich Essen. Kaßlerbraten mit einer Soße aus Dörrpflaumen und Schwarzbier, dazu simple Beutelklöße und Sauerkraut. War gut.
Danach gab es das Protokoll des letzten Dramameetings, an dem wir nicht teilnahmen. Fazit: Alle völlig irre.

25.01. 2020

Ein trüber Tag mit sehr kaltem Wind.
Nach einer halben Stunde Laub harken hatte ich eiskalte Hände. Ansonsten war ich wenig produktiv. Ich polierte das vor zwei Wochen gekaufte Eichenbuffet. Zur Reinigung des Innenraums und der Zwischenböden hatte ich mir eine Mischung aus Spiritus und Leinöl gemacht, die gut funktionierte.
Am frühen Abend fuhr ich einkaufen. Der Graf holte, nachdem er einen neuen Wasserhahn verbaut hatte, die Schüttung aus der offenen Stelle im Gästebad heraus. Damit lag auch endlich der Balkenkopf an der sanierungsbedürftigen Stelle frei. Die eine Nachricht: kein Schwamm oder so, alles trocken. Die andere: der sollte vielleicht angelascht werden, weil er doch einige Feuchtigkeitsphasen hinter sich hat.
Ich verbrachte den Abend mit „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Ich mag ja sonst keine romantischen Filme, aber den mag ich, weil er so aus dem Genre kippt, außerdem hat er so wunderbare Typbesetzungen.

24.01. 2020

Ein arbeitsreicher Tag.
Morgens in die Hose gestiegen und länger in einer komischen, vornübergebeugten Körperhaltung gestanden, bis es im Rücken einen schmerzhaften Ruck gab. Plötzlich waren alle Bewegungsblockaden im unteren Rücken weg. Dafür merkte ich aber, wie meine Bauchmuskeln schlackern, die plötzlich etwas halten müssen.
Mit dem Grafen etwas herumgeplant. Dann Holz gespalten. Dem Grafen assistiert, die kaputten Eckventile aus den Bädern rauszunehmen oder, falls die Zapfstelle nicht gebraucht wird, das Rohr dichtzumachen.
Dann eine ewige Zeit im kalten Flur vor dem Zählerkasten gestanden und gewartet, welcher Zähler anruckt, wenn der Graf einen Elektroheizer anstöpselt. Wir haben drei Zähler und die Zuordnung der Steckdosen und der Leuchten war unklar. Danach war ich hungrig, durchgefroren und der Rücken tat mir weh.
In die Badewanne gegangen, aufgewärmt und Haare gewaschen und danach Nudeln mit Champignons und Tomatensauce gekocht.
Was immer aus einem Mauseloch in der Kammer unter der Bodentreppe hervorkommt, gar Hunger und schleppt jetzt ganz verzweifelt rohe Kartoffeln über den flur in die Kammer und frißt sie an.

23.01. 2020

Sehr früh morgens nach einem Alptraum aufgewacht. Von 4 bis 7 wachgelegen. Dann noch mal eingeschlafen.
Später als geplant in der Weinerei gefrühstückt und anschließend nach Charlottenburg gefahren, zum Blut abnehmen. Zurück nach Mitte gefahren.
Das Werkzeug des Grafen ins Auto geladen und losgefahren. In Birkenwerder noch kurz ins Bauhaus gegangen und Fliesen gekauft, die wir anstelle von Ofenblechen benutzen. Sie gehen nur öfter kaputt.
Angekommen, als es grade dunkel wurde.
Die leicht schnippischen Katzen geherzt und gefüttert. Anschließend noch eine Runde nach draußen geschickt.
Den Ofen geheizt und die Jahreskosten für Strom- und Wasserverbrauch analysiert. Entweder baden wir zu viel oder ein Rohr ist leck.
Die Katzen wieder reingelassen, sie waren schon netter.
Jägermeister und Eierlikör getrunken, Hallorenkugeln dazu gegessen.