Komplett kompakte Woche

7 Tage wie im Dauerlauf. Und nun ist schon wieder Montag.
Und selten so viel Up and Down.
Buchhaltung. Firmenfinanzen. Die Zähigkeit der Nachsaison, die noch keine Entspannung bringt, aber Job auf Sparflamme.
Unzufriedenheit. Mit meiner Lebens- und Arbeitsorganisation.
Gestrahlt wie ein Honigkuchenperd beim Abholen des neuen Autos. Eingestiegen und schon nach einem halben Tag einen Riesenspaß am Fahren gehabt, wie ich ihn in den letzten zwei Jahren mit dem roten Hurenauto nie hatte. Es ist wie mit Hunden: Man muß zusammenpassen.
Das rote Hurenauto abgegeben. Daß sich das Kind zweimal ins Auto auf den Ledersitz fallen ließ und dabei einen gratigen, blechbeschlagenen Gürtel trug, ergibt einen Schaden von 1300 €.
Die Versicherungsmaklerin übernimmt keine Garantie dafür, das der Schaden von der Haftpflichtversicherung übernommen wird. Und wenn, dann auf keinen Fall in voller Höhe.
Mit HeMan durch den Spreewald gefahren. Und zur Sacrower Heilandskirche zum Sonnenuntergang. Dafür das Scala-Konzert verpaßt. Aber zum Ausgleich laut im Auto mitgesungen.
Um den Schlachtensee gelaufen, quälend. Ich bin keine Läuferin. Dann geschwommen, im Grunde bin ich eine Amphibie. Im Wasser kenne ich keine Erschöpfung und keine Müdigkeit.
Abgrillen. Dem Entrecote eines uralten Ochsen zur vorletzten Ruhestätte verholfen. Mann, war das zäh! Und auch noch bio und schweineteuer. Ich hoffe, das Vieh hatte ein glückliches Leben.
Immer wieder über mein Unvermögen nachgedacht, zwar zusammenlebend allein sein, aber nicht alleinlebend zusammen sein zu können. Über dieses Problem wieder und wieder geschwiegen. Haltung bewahrt, preußisch wie immer.
Bis meine Unbewußtes einen Befreiungsschlag machte. Heulkrampf. Erbärmlichkeit. Gesichtsverlust. Zu viel von mir erzählt.
Verdammt.
Und heute ist wieder ein schöner Tag. Nur der Termin mit der Versicherungsmaklerin am Nachmittag stört. Für sieben Versicherungen bezieht sie Provision. Zur Unterschrift unter zwei weitere Verträge will sie mich heute bewegen. Für den letzten Schaden in Höhe von 2.000 € (die eingeschlagene Autoscheibe, das geklaute Navi und die nebenher mitgenommenen Klamotten, Schmuck und Kosmetik) hat sie „heldenhaft“ 150 € Kulanzzahlung erwirkt. Ich ahne, in welcher Höhe ich diesmal abgefunden werden könnte. Ich bin in der Hinsicht definitiv zu nett.

Auch das noch:

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4 Gedanken zu „Komplett kompakte Woche

  1. Gar nicht erbärmlich. Sein Gesicht verliert man nicht, wenn man sich nackt zeigt. Nein. Nie. Ein Zeichen von Stärke und herz, nicht weniger.

  2. ich finde, du schreibst hier viel weicher und schöner als „drüben“. seltsam. aber wenn ich mich an die letzten geschichten hier erinnere, scheinen umzüge dir zu bekommen…

  3. REPLY:
    ja, umzüge bekommen mir tatsächlich. ich finde nur das gefühl unerträglich, wenn ich wieder mal merke, daß ich es in einer wohnung nicht mehr aushalte. das ist dann der : oh gott, nicht schon wieder!-effekt.
    und was den stilwechsel betrifft, der hat eine ursache, bzw. eine urheberin. eine freundin, die mitgelesen hat, kritisierte meine distanziertheit in den texten. sie war der meinung, wenn ich mich selbst nicht zeige (jetzt nicht im sinne von anonymität), leidet mein vermögen zu schreiben. und ich mußte ihr recht geben. wobei diese „nackten“ geschichten eine gratwanderung sind,.

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