Hilfe

Ich schiebe es seit Monaten vor mir her, von den einen Hilfe zu erbitten und sie von jemandem anderen anzunehmen.
Zwei Berge Hilfsgut. Sagen wir mal, es sind Kartoffeln, für den Eintopf und für das zu bestellende Feld.
Mein Kartoffelkeller ist mehr als leer. Was bedeutet es, Hilfskartoffeln anzunehmen? Die einen horten sie und müssen darauf achten, daß sie nicht zuviel Keime ansetzen und verfaulen. Der andere hat genug, um die, die ich brauche, entbehren zu können sagt er.
Warum ist das so ein schwerer Schritt für mich?
Angst vor dem Satz: „Ich hab dir doch damals jede Menge Kartoffeln gegeben.“?
Angst vor der Bitte um Kartoffeln? Obwohl in guten Jahren nach der Ernte eine kleiner Sack Kartoffeln als Dankeschön vor der Haustür sehen würde?
Was bin ich nur für ein Idiot.

Auch das noch:

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8 Gedanken zu „Hilfe

  1. REPLY:
    nee, das war tatsächlich weniger bauchgefühl, als kaum zu lokalisierende angst.

  2. kartoffeln enthalten ja vermutlich viel Stärke.
    die Stärke muss hin und her wandern, sonst verliert sie an Kraft.
    idiotisch ist das zwar nicht, was sie beschreiben… :-) sondern für mich nur zu verständlich…. aber es bleibt halt so, ….. das Stärke wandern muss……

  3. ich versteh dich so gut.
    es sind ja nicht nur die kartoffeln. es ist die verbindlichkeit, vom anderen kartoffeln angenommen zu haben. geben ist immer leichter als nehmen. wichtigste frage daran: wessen kartoffeln möchtest und kannst du denn wirklich annehmen?

  4. Geht es um die Entscheidung, von wem Sie die Kartoffeln annehmen wollen ? Dann – ohne Wenn und Aber – von dort, wo sie gerne gegeben werden. Die andere Möglichkeit klingt ungut für mein Empfinden, nach Auf-den-Knien-Rutschen-Müssen und destruktiver Atmosphäre, wobei sich dann die Frage stellt, ob dieses Saatgut aufgrund der Begleitumstände wirklich gedeiht …

  5. es ist ja nur meine verdammte angst vor abhängigkeit…

  6. REPLY:
    Angst oder Bauchgefühl (i.e. warnende innere Stimme) ?

  7. REPLY:
    das schreib ich solistin mir ins poesiealbum!

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