Dämonen

Am Samtag, in der Morgendämmerung, versammelten sie sich langsam vor meinem Haus. Vermummte Gestalten. Eher ahnbar, denn sichtbar. Ahnbar an einem komischen Gefühl im Nacken, einem Kloß im Hals beim Schlucken, an verlangsamten Gedanken, die irgendwo abgehört und gefiltert wurden.
Samstag mittag war das Haus umstellt, unsichtbar natürlich. Ich schüttelte mich, ich wollte mir die Laune nicht vermiesen lassen. Ein wunderbarer Herbsttag, am Abend ein zwangloser gesellchaftlicher Anlaß (wenn ich auch lieber in Kreuzberg einen Geburtstag mit lieben Menschen gefeiert hätte, aber zugesagt ist zugesagt), it’s zwar nicht showtime, baby, aber eine Flappe ziehen gilt nicht, das haben wir ja noch nie gemacht. Also mitmachen. Die Aktion „ich lade Gäste ein“ unterstützen. Ab zum Markt, gemeinsam einkaufen. Ich bekomme ein Geschenk. Einen schönen schwarzen Steinmörser für meine Currys. Ins C-Burger Dachgeschoß zurückgekehrt Gemüse schnipseln, Feldsalat waschen, Sauce Brigitte vorbereiten, King Prawns auftauen.
In einer ruhigen Minute, zwischen Vollbad und Maniküre, bemerke ich, daß sie sich wieder rühren, ein paar Schritte näher gekommen sind, staubgraue Umhänge tragen sie.
„Was ist das schlimmste, was passieren kann?“, frage ich mich.
Daß ich mich fremd fühle und nicht dazu gehöre. Dann kann ich mir ein Taxi bestellen und zur Geburtstagsparty fahren.
Daß ich zu viel trinke und die Kontrolle verliere (passiert sehr selten, aber wenn, dann gründlich). Also HeMan vorwarnen, ab einem bestimmten Punkt bekomme ich nur noch Wasser.
Daß ich zu laut bin, zu zynisch. Konditionierung: Ich bin hier Gast, wenn auch mit teilweisem Hausrecht. Ich halte mich zurück. Es ist HeMans Abend.
Die ersten Gäste kommen, das Paar von nebenan. Sie steht schüchtern in der Ecke und knibbelt an ihren Nagelhäuten. Das kommt mir so bekannt vor, daß ich sie spontan ins Herz schließe. Das zweite Gästepaar verspätet sich wie immer, diesmal gründlich, um eine Stunde. Wir warten mit dem Kochen und trinken eine Flasche Cremant leer. Die Nebelgestalten werden unsichtbar. Nach langer Konversation kommt das verspätete Paar. Der Professor wie immer nörgelig. Sie totenbleich und müde.
Der Hausherr geht aus der Küche und übernimmt instinktiv das Unterhaltungsprogramm, ich mache mit den angebratenen Garnelen weiter. Die italienische La-Mamma-Schürze, kürzlich auf Sardinien erworben, tut gute Dienste.
Der erste Gang kommt gut an: scharf gebratene King Prawns mit Knoblauch, Olio Picante und Aioli, dazu dunkler Herbstfeldsalat mit Sauce Brigitte. Der Professor bekommt Walnuß-Gorgonzola- Ravioli, weil er keine Krustentiere verträgt. Dazu Chardonnay.
Dann verschwindet HeMan in der Küche, um Risotto zu machen, einer der Männer folgt ihm, weil es nebenbei Geschäftliches zu besprechen gibt. Der Professor betreibt mit uns Frauen Konversation. Wir sind eine sonderbare Gruppe. Eine stille Endzwanzigerin mit dem Habitus einer Fünfzehnjährigen. Eine kernige rothaarige Bretonin, mit zupackendem Humor und wunderbarem französischem Akzent, die zu meinem großen Erstaunen erst Anfang dreißig ist, ich hätte sie für ein guterhaltene Enddreißigerin gehalten. Ich, undefinierbar zur Zeit. Der Professor. Mitte 50, kahler Schädel, Alter im Gesicht, dazu eine sanfte, modulierte Stimme. Daß er seit über zehn Jahren mit diesem stillen Mädchen zusammen ist, sagt viel über ihn und seinen Ehrgeiz in Bezug auf die Welt.
Dann ist der Hauptgang fertig: Risotto mit Pfifferlingen, Thaispargelspitzen und Wildlachs. Ein wunderbares Essen, auch wenn man es bei den differenten Zutaten nicht glauben mag. Dazu weiterhin Chardonnay. Die ersten steigen auf Rioja um.
Die Gäste bedanken sich wiederum bei mir für das gute Essen. Äh. Nein. Das ist allein Organisation und Idee des Wohnungsinhabers. Ich bin hier nur „Freundin von“. Die Gestalten sehen sich an. Lachen lautlos. Zeigen sich den ausgestreckten Daumen.
Unsere Themen sind Tauchen und Urlaub. Der Professor ist ist seiner Freundin kürzlich im Roten Meer mit einem Katamaran gekentert und bei dem Versuch, das Schiff aufzurichten, ins Riff eingebrochen. Was den Urlaub nachhaltig versaute, weil er sich das Bein zerschnitt. Ich denke an meine Schnorchelversuche vor knapp drei Wochen.
Der Mann der Bretonin, ein sympatischer, knuffiger Typ um die 50, erzählt von seinem Ausbruch nach Jobverlust vor zwölf Jahren. Drei Wochen Koh Samui, eine Hütte auf einem Steg, von der Terrasse aus sah man Mantarochen beim Schwimmen zu. Er hatte die Frau, die er vor einem halben Jahr beim Skifahren kennengelernt hatte gefragt, ob sie kommt. Eine Woche später war sie da. In beider Augen ist zu sehen, was dieser Urlaub bedeutet hat.
Ich rechne nach. Er war damals ein Yuppie Ende 30 in der ersten Jobkrise. Die resolute Bretonin ein zwanzigjähriges Mädchen mit roten Locken und Sommersprossen.
Heute langt sie dann noch mal zum Rotwein und erzählt Döneckes. Manchmal zicken sie sich an. Er bremst sie: Laß mich ausreden! Nicht das Thema jetzt! Er redet darüber, daß es nie zu spät ist, Vater zu werden. Sie ignoriert das Thema.
Der Professor und das Mädchen hingegen werden immer stiller. Sie sind müde und morgen soll der Mast vom Schiff gelegt werden.
Ich gehe zur Tanke und hole Eis. „Da machen Se ja dit Perfekte Dinner!“, meinte die Verkäuferin, der ich erzählte, daß ich das jetzt nicht allein aufessen werde. Ich schneide Ananas, schmore sie in Butter und Zucker und flambiere sie mit Grand Marnier. Dazu gibt es dann das Vanilleeis. Mir wäre eher nach Apple Crumble oder Apfelstrudel gewesen, aber das war alles zu aufwändig.
Wir öffnen eine neue Flasche Roija. HeMan versorgt die Anwesenden mit Espresso, Slivovitz, Grappa und Sambuca. Die Damen bekommen den Rest Bergpfirsichlikör.
Ein Käseteller steht auf dem Tisch.
Der Prosessor und das Mädchen verabschieden sich bald nach dem Dessert.
Die Unterhaltung geht weiter. An den Inhalt erinnere ich mich nicht mehr, nur daran, daß die Bretonin sehr trinkfest ist und begann, sich mit mir zu verschwestern. Sie setzte sich neben mich, legte mir den Arm um die Schulter und meinte, sie wolle sich nun mit mir verbünden. So überfallartiger Körperkontakt ist ja nichts für mich. Sie merkte das aber. Dann will sie mit mir unbedingt ins Bad gehen und fragt mich, warum die Waage gegenüber vom Klo steht, so daß man sie ständig sieht. Ich mache ihr mit ein paar Worten klar, daß das eher HeMans Problem ist, statt meines. Ich bin derzeit wie ich bin und das ist zwar nicht toll, aber entsprich den Umständen. Daß HeMan hungert und wie ein Besessener Sport treibt, ist nicht mein Problem. – Mal abgesehen davon, daß das Ergebnis ein langer dürrer Kerl mit einem Bauch ist, weil er sich falsch ernährt.
Wir öffnen die letzte Flasche Wein und sie ist wahnsinnig schnell ausgetrunken. Auf den Grappa hätte ich mir den Slivovitz sparen können. Aber egal. Ich bin relativ trinkfest und mir gehr es sehr gut. Wir verabreden uns auf in ein paar Wochen zum Raclette. Die grauen Gestalten rascheln im Hintergrund. Was weiß ich, was in drei Wochen ist?
Nachdem die beiden über den Flur in ihre Wohnung geschwankt sind, bestehe ich – warum auch immer – darauf, noch die Töpfe zu spülen. Es ist Sonntag früh, halb fünf. Dann gehe ich schlafen.

Am Sonntag mittag wachte ich auf und war umzingelt. Von Kopfschmerzen, von dunklen Gestalten, die nun sichtbar um das Haus herumstanden und warteten, daß ich herauskomme, ins Offene.
Ich fluchte, nahm Aspirin und und zog mir das Kissen über den Kopf. Ich hatte mir fest vorgenommen, zum Sport zu gehen und mein neues Trainingsprogramm auszuprobieren. Doch mir war klar, daß jede Form von Anstrengung und Überwindung heute nicht belohnt würde. Also Seelchen pampern. Ich las und schlief und rutschte so ansatzlos in den Montag.

Am Montag wollte ich zurück ins Nestchen. Im Schlafzimmer wartete ein großer Strauß Gladiolen darauf, mitgenommen zu werden. Arbeit gab es auch zu Hauf. Ein straffer Zeitplan würde mir gut tun.
Doch sie lauerten nicht mehr draußen. Sie standen hinter mir, neben mir, atmeten mir ins Ohr, streifen mein Haar, unsichtbar.
Ich blieb in C-Burg, um mich sicher zu fühlen, aber ich retardierte. Zog meinen schwarzen Hoodie an, passend zum leichenweißen Gesicht, saß zusammengefallen vor meinem Laptop und versuchte, an der Hompage zu arbeiten. Sinnlos.
Ich dachte an die Abendveranstaltung. Dieses statuslose, revierlose Einander-Beschnuppern ist mir ein Gräuel. Mein Körper rollte sich ein wie ein Igel. In ein paar entspannten Minuten, überlegte ich, was zu tun ist. Rauslassen, einfach rauslassen, nicht wegdrücken, das kommt sonst nur mit Zeitverzögerung zurück. Ich erzählte HeMan davon. Aber wie Männer sind. Sie geben einem ein paar gutgemeinte, burschikose Lösungsvorschläge, verbunden mit dem Satz: „Hab dich nicht so.“
Ich ging zum Sport, das war gut, dort war es ihnen zu hell. Ich legte mich etws schlafen. Sie standen um das Bett herum und starrten mich an. Im Schlaf mußte ich sie nicht sehen. Dann stand ich auf. Zog mich an, machte mich zurecht. Ich ging aufrecht, war konzentriert. Sie wichen mir aus, machten Platz, warteten.
Der Abend war sehr gut. Ich war bestätigt darin, daß meine Ideen vom Timing her richtig sind. Ich werde Verstärkung brauchen, die muß ich organisieren. Nach meiner Rückkehr redeten wir lange darüber, bis ich das Gespräch paralysiert abbrach. Ich konnte nicht mehr und mein Kopf war blockiert.
Ich ging schlafen. Am nächsten Mittag hatte ich einen Termin zwei Straßen weiter, deshalb begann ich den Arbeitstag in C-Burg. Die Gestalten hatten sich an den Wänden aufgereiht und verhielten sich ruhig. Ich ging den Tag ebenfalls ruhig an und bereitete mich auf den Termin vor, diese komischen Flattermänner würden schon irgendwann wieder das Feld räumen.
Unterschiedliches Timing zwischen zwei Menschen ist manchmal kontraproduktiv. Ich pusselte still vor mich hin, machte immer mal Denkpausen und nahm mir Zeit. HeMan fegte hektisch durch die Wohnung und räumte wie ein Besessener. Was mit meinen Sportsachen passieren solle? Die würde ich gleich nach dem Frühstück wegräumen. Nein, er würde es lieber jetzt tun. 10 Minuten später: Was mit meinen Frühstücksutensilien geschehen solle? Ich wäre doch grade fertig, wollte hier nur noch einen Moment sitzen und nachdenken und dann… Dann räume er sie eben weg. Dann müsse er es nicht in zwei Stunden tun. Ich verbat mir das. Was soll so eine Unterstellung? Das ist meine Wohnung. Hier bestimme ich.
Aha. Standby-Betrieb ist angesagt, die fürs Wochenende zu Repräsentationszwecken benutzte Freundin wird wieder ins Lager gefahren. In meinem Kopf blinkte es: Sollbruchstelle. Die grauen Gestalten verließen ihren Platz an den Wänden und nehmen mich zärtlich in den Arm. Schwindeliges Schweben. Einer nahm mein Herz in die Hand, drückte es spielerisch. Ich machte mich trotzig frei. Zog mich gut an, schminkte und frisierte mich. Absolvierte meinen Termin, der anstrengend, aber gut war.
Zurückgekehrt, empfing ich eine Entschuldigung für das morgendliche Verhalten. Der Kopf nahm es zur Kenntnis. Die Gestalten wickelten meine Seele wie einen Jojofaden auf, eng, ganz eng.
Ich wollte weg, in mein Nestchen, an meinen Schreibtisch. Stupide arbeiten. Dazu brauchte ich Hilfe, es war einiges zu transportieren. HeMan hatte noch keine Zeit, mich hinzufahren, jetzt hatte er einen Termin. Ich zog meinen Hoodie an, Kapuze über den Kopf, legte mich schlafen. Wenn ich schlafe, dann sehe ich sie nicht.
HeMan kehrte zurück. Wir nahmen die Sachen. Die Gestalten rüsteten sich, mich zu begleiten. Er fragte mich, ob ich nicht hierbleiben wolle, ich sähe schlecht aus. Ich wußte, ich mußte hier weg. Denn hier ist nicht mein Zuhause. Ich wollte zu mir. Auch wenn ich nicht wußte, wie ich mich dort fühlen würde. Ich könnte ins Bett gehen, lesen, schreiben, endlich weinen.
Ich zog mich an meinem Rucksack in aufrechte Haltung. Nein, ich wollte gehen, ich wollte hier weg, bevor die Stimmung wieder gegen mich kippte und ich irgendwie störte.
Ich fühlte mich wie die Dreijährige. Der „Wandervogel“. Mal hier, mal da. Versuchen, sich heimisch zu fühlen, bis die Zeit des Aufenthalts wieder abgelaufen war. Woanders hingeschickt werden, sich eingewöhnen und anpassen, aber nie ein Teil davon werden. Immer geduldet, nie willkommen.
Was mich von der Dreijährigen unterschied war, daß ich ein Zuhause hatte, mein Zuhause, in dem ich mich nicht engewöhnen mußte, weil ich das Sagen hatte. Auch wenn dies den Preis hatte, allein zu sein. Man verstehe mich nicht falsch, ich bin gern allein. Ich stelle mich nur endlos blöd dabei an, Kontakt zu bekommen. Da bin ich ein Alien, morse alberne Funksprüche aus Lichtjahren Entfernung um mich und kann mir nicht vorstellen, jemals wieder aus meinem Raumanzug herauszukriechen und jemandem nahe zu sein. Ich wäre eine ideale Leuchtturmwärterin oder Sennerin.
Wir packten meine Sachen in den Fahrstuhl. Der Mörser, zwei Flaschen von dem schönen Rioja von Samstag. Die pinkfarbenen Gladiolen. Gewaschene Klamotten. MacBook und iPad. Wir fuhren nach unten. Die Gestalten füllten den Rest des Fahrstuhls. Umarmten mich. Ließen an meinem Seelenfaden ihr Jojo herunter- und wieder hinaufschnellen. Wir freuen uns auf dich., signalisierten sie mir. Ich schüttelte unsichtbar den Kopf und straffte meinen Körper. Versucht es doch. Nur noch eine Viertelstunde, dann liege ich mit einem Buch und einer Tafel Schokolade im Bett und ihr könnt mich mal.
Der Fahrstuhl kam unten an. Ich drehte mich herunter, um die Gladiolen in den Arm zu nehmen. Innerhalb einer Zehntelsekund hatten sie mich umringt und drückten meinen Kopf zur Erde, nahmen mir die Luft. Ich kam nicht mehr hoch. Ein Schluchzer erstickte mich. Ich gab auf und brach zusammen.
HeMan tat das Richtige. Er fuhr mich wieder ins Dachgeschoß, packte mich ins Bett und holte bei meinem Arzt ein paar Medikamente. Nach zwei Stunden bekam ich wieder Luft und konnte schlafen.
Enen Tag später dann der nächste Anlauf. Nun bin ich wieder bei mir zu Hause. Den Plan, mein Nestchen einem Patensohn übers Wochenende zur Verfügung zu stellen, haben wir gecancelt. Das nächste Wochenende bin ich zwar wieder als „Freundin von“ gefragt, diesmal bei der Verwandtschaft, aber ich kann es selbst dosieren.
Nein, ich möchte die Sache noch nicht zu Ende denken.

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15 Gedanken zu „Dämonen

  1. Beim Lesen Ihres Textes ist mir dieses Lied im Kopf herumgeschwirrt….obwohl es sonst überhaupt nicht ‚meine‘ Musik ist…..Oh….ich kenne sie……diese Dämonen, diese grauen, gesichtslosen Gestalten…!

  2. Das körperliche Erinnerungsvermögen ist unglaublich, und unglaublich resi- und renitent, und wenn ich mich nicht täusche, haben sie relativ genau vor einem Jahr Ihre große Reise angetreten. Mich würde nicht wundern, wenn Ihr Körper und Geist auf Wetter und Licht und diejenigen Umstände, die Sie noch nicht zur Zufriedenheit geändert haben, vermeintlich tapfer reagiert mit „Oh, klar, det kennick, da hab ick die passenenden Gespenster parat!“
    Allein, Sie haben schon so viel geändert, daß das nicht mehr paßt, aber ganz frei sind sie eben auch noch nicht davon, jedenfalls lese ich das in diesem wunderbaren Text.
    Wird schon wern!

  3. REPLY:
    da mögen sie wohl recht haben. diese kleine kröte unterbewußtsein hat doch immer noch was zu bieten. aber es wird, es wird.

  4. Sie sollten es ernsthaft ins Auge fassen, ein Buch zu schreiben. Nein, keinen Roman, trotz allem sind Sie nicht Dostojewski. Ein anderes Buch, wie Peter Altenberg oder so. Ich würde es lesen wollen und ich glaube, ich wäre nicht der einzige.

  5. REPLY:
    ich muß sowieso. ich habe seit 20 jahren gesagt, mit 50 erscheint mein erstes buch. so langsam sollte ich mich an die arbeit machen. ;)

Kommentare sind geschlossen.