52° 16′ N 14° 26′ O

Pilze sammeln mit dem Vater. Einen eigenen Pilzfleck zu haben, 5 Minuten Fußweg vom Sommerhäuschen entfernt, das ist ein riesiger Luxus.

Über uns die hohen Schreie eines jungen Adlers – das Adlerhorst ist ganz in der Nähe – und die Unterhaltung des Rabenpaares, das seit Jahren am Waldrand wohnt.
Wir sprachen wenig. Über die Herz-OP. Darüber, daß ihm zwei Ärzte und eine Psychologin geraten haben, er solle endlich leben und nicht nur funktionieren. Daß er so gern reisen möchte, die Mutter es aber völlig ablehnt. („Die Katzen…“)
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Die Schildpatt-Katze, die kleine Eidechse zum Geschenk bringt. Der weiße Kampfkater mit dem schwarzen Schwanz hat diesen Sommer neben diversen Mäusen eine Schlange, einen Koi-Karpfen und einen Vogel vor dem Haus abgelegt.
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Die Landschaft meiner Kindheit hat sich verändert. Ich erinnere mich an Müll, Lärm, Staub, Dreck, Schlamm und Smog. An müde, trockene Bäume, kaputte Straßen, das Gebrüll der W50-LKW. An komplizierte, mühselige, langsam zurückzulegende Wegstrecken in mitten von ausgelaugten, mit schwerer Technik kultivierten Äckern.
Brandenburg sieht aus wie ein Naturpark. Üppiges Grün, klare Luft, blauester Himmel. Subventionsparadies.

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