Es gibt ein Märchen der Gebrüder Grimm, in dem eine Prinzessin in der Kutsche fährt und es gibt ein lautes Krachen. Sie ruft nach vorn zum Kutscher: „Heinrich, der Wagen bricht!“ Und der Kutscher dreht sich um, und sagt: „Nein, der Wagen bricht nicht, es ist ein Reif von meinem Herzen, der gebrochen ist.“
Das war heute der erste Urlaubstag, an dem ich eine ungeahnte Freiheit aufsteigen fühlte. Klingt kitschig, ist es aber nicht. Die Branche, in der ich arbeite, verabschiedet sich in den Urlaub. Ich habe scheinbar endlich die Erkältung überwunden.
Als ich heute am Nachmittag ein trockenes Flussbett hinaufkletterte, ging ich mit Absicht an die Grenzen. An die körperlichen und scheinbar auch an die seelischen. Ich hatte Angst. Angst, zu stürzen oder von der Dunkelheit überrascht zu werden. Scheinbar brauche ich solche Unwägsamkeiten, um wieder auf den Urgrund der Existenz zu kommen.

Ich frage mich, warum es immer so lange dauert, bis ich soweit bin. Bis ich dastehe und einfach nur bin. Und nicht warte, abwarte, taktiere, beachte und beobachte. Das sind wertvolle Momente.

Auch das noch:

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