20.11. 2019

Länger geschlafen, weil es regnete. Rumgetrödelt.
Im Nieselregen Laub geharkt. Das wird mir den Winter über nicht ausgehen.
Die Katzenbox offen in die alte Küche gestellt. Wer hält sich darin auf? Mimi. Der Kater, der noch zum Tierarzt muss, macht einen großen Bogen darum.
Während ich harkte und die Katzen lüftete, verabschiedete sich der eigentlich noch recht ängstliche Kater zu einer längeren Tour.
Als es dunkel war, suchte ich ihn dann doch. Nach einer halben Stunde suchen und rufen fand ich ihn auf der Kellertreppe. Er versuchte, mir mit vollem körpersprachlichen Einsatz klarzumachen, wie super er den Keller findet: an allen Ecken schubbern, auf der Erde wälzen, überall herumriechen… ich komplimentierte ihn mittels Futter wieder auf die andere Seite des Hauses, aber er ließ sich schon sehr bitten.
Dann ging ich endlich wieder an den Gipskarton. Ich lege mir das auf den Abend, weil ich hinterher immer aussehe wie ein Schwein und in die Badewanne muß. Die wichtigsten Bereiche auf 12 Meter Flur sind freigelegt. Es kamen neben der einen schon vorhandenen Tür drei weitere zugemauerte zum Vorschein. Zwei mit bauzeitlichen Zargen, die gründerzeitlich überformt waren wie im Obergeschoss und eine neueren Datums ohne Zarge.
Außerdem war es eine gute Erkenntnis, zu sehen, was man hinter Gipskarton alles verbergen kann. Nicht ganz taufrische Wasserrohre zum Beispiel. Gebrauchte und ungebrauchte Elektrokabel aus verschiedenen Technikdekaden. Eine völlig gepfuscht eingesetzte Tür, die nicht eingemauert und abgedichtet war. Es war eine Freude, das zu sehen. Nicht.

Frau Christine fragte nach Fotos von den beiden Katzen. Mir ist oft nicht bewusst, daß nicht alle Leser hier auf Instagram oder Twitter unterwegs sind, wo ich diese Fotos schon veröffentlicht hatte. Deshalb hier noch einmal die Vorstellung mit Bild.

Mimi vor einer Woche. Sie ist mittlerweile viel größer und der Latz ist endlich sauber. (Überbleibsel der schlimmen Babywochen, als sie sich halbverhungert ins Futter warf.)


Shawn vorgestern. Als er vor zwei Wochen hier ankam, war er knochiger. Er hat sich rund gefuttert.
(Ich mutiere doch nicht etwa zur Katzenmuddi?)

Auch das noch:

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4 Gedanken zu „20.11. 2019

  1. Och Danke!! Die sind ja allerliebst!
    Mimi – der Name passt total – hat Entschiedenheit im Blick, wirkt beherzt!
    Shawn eher so der ruhigere, intellektuelle Typ?? *gg*
    Sein deutliches Interesse für den Keller möchte vielleicht bedeuten, dass dort noch mehr „Mitbewohner“ zu vermuten sein könnten?
    Mimi kommt dann bestimmt später mit zur Jagd….
    Glückwunsch zu den beiden Süßnasen!
    Ich vergaß zu erwähnen, dass beide Katzen wunderhübsch sind! (So viele Ausrufezeichen in einem Posting….)

  2. Höchstoffizielldenkmalpflegerisch nennt man ja das Wegmachen von jüngeren Sekundärbeständen, also auch Gipskarton, „Rückbau“. Ich finde, „Rückbau“ ist ein tolles Wort, kurz und knapp. Und spannend ist es ja auch, was da alles zum Vorschein kommt. Nur staubig eben auch.

    • „Jüngere Sekundärbestände“ klingt aber auch sehr cool.

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