16.10. 2020

Heute war es sonnig. Ich habe leider trotzdem fast den ganzen Tag – bis auf zwei kurze Nussrunden, unter dem kleinen Nussbaum lassen die Tiere weniger als die Hälfte übrig, der Boden ist mit aufgebissenen Nüssen bedeckt – in einem fensterlosen Flur gearbeitet.
Ich zog an der Decke bestimmt 50 Klammern raus, die einmal Elektrokabel verschiedener Epochen gehalten hatten, riß Tapete ab, spachtelte Bauschaum weg und saugte immer wieder den Putz weg, der dabei von der Decke rieselte.
Jetzt ist der olle verranzte Flur fast manierlich anzusehen, die Dielen hatte ich ja schon vor ein paar Tagen saubergekratzt.
Während dieser Zeit spekulierte ich über die Beule in der Decke. Hervorgerufen durch das große Speichergefäß aus Metall, das von den Russen umgekippt wurde, als sie nach dem Krieg die Zentralheizung ausbauten. Sie ließen es auf dem Dachboden liegen, weil es zu groß und zu schwer war. Und so liegt es dort immer noch, mittlerweile durchgerostet. Hatten sie es vorher leer gemacht? Es sieht so aus, als wäre ordentlich Wasser durch die Decke gelaufen und hätte den Lehm aus den Wickeln gespült.
Der Graf brütet über der Quadratur des Kreises. Wie soll ein Dachfenster, das in ein auf drei Ebenen (asymmetrisch) schiefes Dach eingebaut ist, in die (noch nicht gebaute) Wand eingefaßt werden, ohne daß es aussieht wie die Ausstattung eines expressionistischen Stummfilms? Man hat da nicht allzuviel Versuche.
Das ist etwas, an dem ich krachend scheitern würde.
Abends herzte ich die Mimi-Katze, Shawn ist mal wieder sehr auf Distanz.
Dann stricken, Sessel, warmer Ofen.

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Ein Gedanke zu „16.10. 2020

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