12.11. 2020

Heute Nachmittag hob sich der Nebel und wir sahen für eine Stunde die Sonne.
Ansonsten Laub geharkt, Tapete abgekratzt, mit dem Grafen gekocht und in Katzenbegleitung runter zum fluß spaziert.
Und wieder mit dem Notariat telefoniert.
Mich triggert schon der Ton, in dem man dort mit mir redet (inklusive Azubine). Ich bin wieder 20 Jahre alt, lebe in der DDR und will irgendwas von der Kaderleiterin oder störe die Verkäuferinnen im Warenhaus bei ihrem Plausch und frage nach irgendeiner Bückware. Kein „Bitte“, kein „Danke“, die Tonalität immer leicht angezickt: „Ist in einer Besprechung! Worum gehts? Da brauche ich das Aktenzeichen! Geben Sie mir Ihre Telefonnummer!“ Nach zwei Telefonaten wird es dann bevormundend-vertraulich „Na wenn das für Ihre Mutti tatsächlich in Ordnung ist!?“ Wenn Arbeit droht, wird’s kritisch: „Aber da müssen wir ja einen Termin machen!“
Ich habe sonst fast nie ein Problem, jemanden, der nicht in der Spur läuft, freundlich, aber nachdrücklich zusammenzufalten. Das da ist mein Kryptonit.
Morgen muß ich noch mal. Die Maklerin will die Grundbuchauszüge für ihre Akten. Die Assistentin hatte befunden, ich bräuchte die doch garnicht (auch wenn ich sie bestellt hatte) und sie würde sie gleich für den Vertrag verwenden. Ich hatte überfahren zugestimmt.
Wenn ich das hinter mir habe, mache ich drei Kreuze.

Auch das noch:

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