12.04.2019

Früh aufgestanden, weil heute Container kommen sollten. Um den Fahrer abzupassen (in Haus und Grundstück sind wir oft schwer zu finden, die Klingeln haben die Kids mit nem Blitzknaller gekillt und die Funkklingel ist noch nicht installiert), damit wir ihn nach hinten zur Terrasse durchwinken können, wollte ich den Transporter quer zur Durchfahrt parken, damit er halten muß.
Als ich die Zündung abstellte, schaute ich die Zufahrt hoch. Da standen zwei Container in der Morgensonne. An der falschen Stelle.
Sie waren wohl gestern schon gekommen, als wir in Berlin waren. Ich rief beim Recyclingbetrieb an und zeterte den noch im Morgenmood (=seeehr entschleunigt und wenig handlungsmotiviert) befindlichen Disponenten an, daß das ganz schlimm und blöd und überhaupt so nicht besprochen sei.
Keine zehn Minuten später schepperte es metallisch. Ich stürzte zum Fenster, kein Auto. Ein paar Augenblicke später war der sich plötzlich materialisierende LKW dann schon damit beschäftigt, die Container wieder aufzuladen.
Wir gingen runter und der Fahrer war etwas angep… vor allem als ich sagte, wir würden ihn nach hinten in den Garten einweisen. Das brauche er nicht. In der Tat fuhr er bis auf zwei Zentimeter präzise rückwärts und setzte die Container nun an die richtige Stelle.
Damit war das gerettet.
Ich startete eine Waschmaschine und der Graf und ich organisierten noch ein bißchen. Dann ging ich Wäsche auf, ging die Senke im Park ab und sammelte große Äste weg. Morgen gibts dort mit dem Schlegelmulcher eins auf die zwölf.
Mittendrin gab es einen erfrischenden Graupelschauer. Ich dachte an Langlauftouren in Norwegen und machte weiter.
Als ich durch war, holte ich noch Holz und ging zum Aufwärmen, essen und Kaffeetrinken nach oben. Inzwischen fiel Schneeregen vom Himmel. Meine Wäsche bekam einen Frühlingserwachen Sonderspülgang.
Der Graf schnallte das iPad ins Stativ und wir gratulierten dem Enkelkind laut und falsch singend per Videoanruf zum zweiten Geburtstag. Sie zeigte uns ihre Geburtstagskrone aus der Kita und pinkfarbene Knete, die gut zu schmecken schien.
Gleich danach fuhren wir zu den Freunden am nächsten Dorfrand. Am Trecker sollte für morgen was abmontiert werden. Ich streichelte ganz vorsichtig den großen Kaltblutwallach, der heute neugierig und zutraulich war. Wir plauderten noch etwas und der Graf trank ein Bier.
Die vorletzte Tat des Tages war ein Einkauf in der übernächsten Kleinstadt. Es zog erbärmlich und eiskalt über den Supermarktparkplatz, von oben kam wieder Schnee.
Zurückgekehrt, gab es noch eine Küchenrunde. Ich kochte Kartoffelsuppe mit Lauch für morgen und räumte die Einkäufe und die Spülmaschine aus.
Jetzt, nach einer Stunde in der Badewanne, wird geschlafen, die Nacht wird kurz.

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