1.11. 10

Ein rasendes Wocheneende.
Wieder in der Rolle „Freundin von“ mit der Düsseldorfer Famiglia unterwegs gewesen. Dabei viel gesehen, was man ja sonst grundsätzlich nicht macht ohne Besuch von außerhalb.
Seit langen Jahren war ich mal wieder in der Bar jeder Vernunft, sah ein sächsisches Mundart-Kabarettprogramm und war auf angenehmste Weise an die Sommerferien im schönen Dorf Magdeborn bei Leipzig erinnert. Sehr süße Jungs, aber eine Homepage, deren Funktionalität an CB-Funk erinnert. Über dem Abend dort schaffte ich es leider nicht mehr ins St. Oberholz zum Jour-Fitz, das hätte ich mir doch zu gern angesehen. Aber meine Oma hatte an der Stelle immer einen Spruch vom Tanzen und zwei Hochzeiten parat.
Dann gab es noch die Ausstellung Weltwissen im Gropiusbau, die mir wieder einmal vor Augen geführ hat, wieviel Ordung in meinem Leben herrschen würde, wäre ich Naturwissenschaftlerin geworden. Ich faßte sogleich den Entschluß, wieder mit dem Lesen populärwissenschaftlicher Bücher zu beginnen, um meine verschütteten Kenntnisse aufzupolieren.
Am Abend gab es dann noch Show. Mit dem Friedrichstadtpalast verbindet mich eine alte Liebe, nämlich die zu phantastisch funktionierender Theatertechnik. Wenn ich sehe, wie die Drehbühnen arbeiten und Böden sanft hin- und hergleiten, ohne Rucken, ohne Einrasten, da lacht mir das Herze. Was den Rest der Show betrifft, so war ich hinreichend fasziniert. Aber ich denke stets die Backstage mit. Die Ansagen des Inspizienten für die Auftritte, die Tänzer im Kostüm, die im Dunkeln stehen, sich noch einmal kurz konzentieren, bevor es losgeht, die ausgepowerten Körper in der Garderobe und die unzähligen Feindschaften und Freundschaften dieses Mikrokosmos. Würde ich ein Buch schreiben, würde es in so einem Haus spielen. Auf dem Areal zwischen Gendarmenmarkt, Oranienburger Straße und S-Bahnhof Friedrichstraße. Die Akteure wären Tänzer, Akrobaten, Gaukler, Gastronomen und Glücksritter und unter allen flösse die Spree.

Auch das noch:

  • 28.3.28.3. In die Sonne blinzeln. Einmal quer durch das Wolkenkuckucksheim feudeln. Pixel schubsen. Abends dann Leseprobe mit einer Schauspielerin. […]
  • SehenSehen Komischerweise gibt es von diesem Urlaub nur 15 Fotos, einen guten Teil hat der Gastgeber von mir gemacht. Das Wetter war nicht danach und […]
  • Allein unter SekretärinnenAllein unter Sekretärinnen Der gestrige Abend fand unter dem Motto ist ja auch mal interessant statt. Eine Bekannte hatte zum Essen eingeladen. Sie ist eine Freundin […]
  • Ja, nee is klar…Ja, nee is klar… Zunächst erstmal sollte das Kind das Schulgebäude vorher sehen und einen guten Eindruck gewinnen - auch zum Beispiel von den […]

6 Gedanken zu „1.11. 10

  1. Meine Güte….was für ein Wochenende.!!! Meines war weitaus weniger spektakulär…;-)))), jedoch angesichts eines Müllsacks voller Altpapier, einem leergeräumten Schreibtisch, und einem abgearbeiteten Kühlschrankmagnet-Zettelerinnerungswust durchaus zufriedenstellend. Ordnung hat was ;-)))))! Leider ist sie immer nur eine Momentaufnahme…..

  2. REPLY:
    ja, dafür häufen sich auf meinem schreibtisch die korrespondenzsedimente, die halbfertige buchhaltung schmollt mit mir und die staubmäse rotten sich zu armeen zusammen.

    ordnung ist eine momentaufnahme. das merke ich mir!

  3. *schiebteinenzweitenkartonrüberundhofft,
    dasssiezuschreibenbeginnen*

  4. Jesses! Jetzt wird es mir langsam unheimlich. Meine Mutter war Lehrerin an der Magdeborner Schule, solange bis es weggebaggert wurde. Übrigens treffen sich die überlebenden Lehrer regelmäßig in Riquet’s Café.

  5. REPLY:
    das muß ich meiner mutter erzählen! sie ist in magdeborn zu schule gegangen. (allerdings bis ende der 50er)

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