04.07. 2020

Ein schwüler, sich abkühlender Regentag.
Morgens schaffte ich es noch, die Bettwäsche von der Leine zu holen, die über Nacht getrocknet war.
Der Graf arbeitete einen Garderobenständer aus Eichenholz auf, der aus dem Keller meiner Eltern stammte.
Ich pflanzte endlich Rosenkohl, Rote Bete und die Blumen, die ich schon vor zwei Wochen gekauft hatte.
Dann fuhren wir nach Rostock ins Bauhaus. An der im Mai gekauften Motorsense hatte ich nur drei Wochen Spaß. Dann war sie kaputt. Natürlich hätte ich sie auseinander bauen können, doch dann hätte ich die Garantie in den Wind geschossen.
Die Auskunft des Bauhauses: Sie müssen sie zu uns bringen. Da hatte ich noch die Hoffnung, sie wird umgetauscht. Aber ich mußte einen Reparaturauftrag unterschreiben und sie wurde zum Hersteller eingesendet. Ersatzgerät? Ja, für einen Tag. Wie lange das dauert? Das kann dauern. Dafür war ich mit dem Grafen 140 Kilometer gefahren.
Als ich mir den Auftrag durchlas, den ich ohne Brille unterschrieben hatte, ging mir der Hut hoch. Sollte ich schuld am Defekt sein (möglich, wenn auch unwahrscheinlich), hätte ich die Diagnose zu bezahlen. Nachfolgend ein Einverständnis für ein Inkasso, falls ich mich weigere zu zahlen.
Das belas ich mich etwas besser zum Thema Gewährleistung. Eine Frist von 2-3 Wochen zur Fehlerklärung wäre hinzunehmen. Die Kosten, das Gerät zu sich zu holen, trägt der Händler (so weit zu „da müssense herkommen“). Sollte ich den Fehler verbockt haben, trägt die Kosten für die Diagnose trotzdem der Händler.
Gestern waren die drei Wochen vorbei. Als ich nach zwei Wochen anrief, hieß es, das könnte noch dauern. Auf Grund der aktuellen Situation. Das wäre halt so. Als ich sagte, ich würde das jetzt mal nach Verbraucherschutz durchdeklinieren, wurde man zum ersten Mal zugänglicher. Man fände sicher eine Lösung.
Gestern sprach ich dann mit der Geschäftsleitung. Nach anfänglichem Gnagnagna, da könne jeder kommen und das wäre immer so, lenkte man ein. Als ich dann fragte, wohin ich meine Fahrtkostenabrechnung schicken könne, sprang der Typ fast durch die Leitung. Wir einigte uns auf einen Gutschein.
Tut mir ja leid, aber ich bin sicher, daß solche Geschäfte so etwas einkalkuliert haben und den richtigen Teil an den Hersteller weitergeben. Und: Das hätte die Leute einfacher haben können. Vor drei Wochen hätte ich sie einfach nur umgetauscht, weil ich sie dringend brauchte. Nun ließ ich mir das Geld wiedergeben. Ich würde doch ein besseres Gerät kaufen.
Man überreichte mir heute den Gutschein mit den Worten „aus Kulanz“. Vielleicht hätte ich das richtigstellen sollen. Ich hatte ein Recht darauf.
Im Gartenmarkt kauften wir noch Grünkohlpflanzen und Rankgitter und -stäbe.
Als wir zurück kamen, machten wir uns einen ruhigen Abend, der Regen tat das seinige dazu.

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