Vigilien unterm Januarhimmel

Arnold Böcklin Der Krieg.jpg
Arnold Böcklin Der Krieg“ von Arnold Böcklin – Repro from an Artbook. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Man kann nur hoffen, dass das Jahr nicht so weitergeht, wie es anfing. Inmitten von Sturm, Gewitter und Horrornachrichten kam mir der Tagesrhythmus völlig durcheinander. Ich ging spät schlafen und nachts um drei Uhr stand ich im Bett, an weiterschlafen war erst am frühen Morgen zu denken, wenn andere zur Arbeit gingen. Also schrieb ich stundenlang für die Entwurfsordner, um dann den grauen Tag wie festgeleimt im Gehirn zu verbringen und halb zu verdämmern.
Das geht mir nicht oft so. Aber ich bin nicht umsonst voller Scham, wenn ich zu spät aufstehe. Plötzlich sind alle Bezugspunkte von Hell und Dunkel, Tag und Nacht weg und ich bin völlig ohne Zeitgefühl. Ich schlafe und wache kaum noch auf, bin ich wach, esse ich, um wieder zu schlafen, um nachts dann über die Stadt zu wachen.
apoka

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13 Gedanken zu „Vigilien unterm Januarhimmel

  1. irgendwas scheint in der luft zu liegen. mir geht es nämlich genauso (und frau großkatz dito).

  2. Ja, ich glaube, das ist das wetter. eine analoge freundin berichtete auch davon. ich habe dann immer das gefühl, jetzt verliere ich komplett die kontrolle über mein leben.

  3. Ja, genau! Man fühlt sich als flöge einem alles um die Ohren. :( Wenn von euch jemand ein probates Gegenmittel findet, lasst es mich bitte wissen!
    [Gestern vor Mitternacht im Bett, wach und hungrig bis Halbdrei. Nach Nachtmahl endlich Schlaf – da mag es Halbvier gewesen sein. Es macht mich wahnsinnig.]

    • Ich habs langsam wieder im Griff. Zwar immer noch um zwei Stunden verschoben, aber ohne nachts wach zu werden.
      Bei mir hilft scheinbar Vitamin D und mittags ne Stunde um den Block laufen, um mich wieder einzunorden.
      Ich komme mir vor wie ein Kleinkind, wenn ich morgens glücklich verkünde, daß ich durchgeschlafen habe.

    • Mmh. Vitamin D könnte ich mal wieder nehmen. Spaziergang erst recht. Ich werde berichten.

  4. Kenn ich auch so Phasen.

    Probates Mittel bei mir:
    eine Nacht gar nicht schlafen – einen harten Tag durchstehen und dann ’normal‘ zur Ruhe begeben.

    LG
    Mechthilda

    • Das halte ich leider kräftemäßig nicht mehr durch. Früher ging das und löste das Problem auch.

  5. Ach wie ich das kenne, mir hat der Aufenthalt draussen tagsüber nicht geholfen, jetzt nehme ich um 22.30 eine Baldriantablette, das hilft mir in vernünftiger Zeit (gegen 0.30/01.00 Uhr einzuschlafen und bis 07.00 zu schlafen. Jetzt habe ich die Leere aus dem Hirn vormittags wieder weg und krieg etwas mehr auf die Reihe

  6. nun, dann reihe ich mich ein in diesen verwirbelten reigen, eigenartiger nachttage und ja… irgendwas liegt in der luft…. ans wetter glaub ich irgendwie nicht.
    immerhin nutzt du die nacht schreibend.
    ich komme übers haareraufen nicht drüber.
    lg ro

  7. Achja, aus anderen Gründen Vergleichbares.
    Licht und frische Luft würden helfen, wenn ich die Kraft hätte.
    Dafür nehme ich Vitamin D Tabletten.
    Etwas besser ist es dann.

  8. Mit wenigen Worten sagen Sie sehr viel. Nichts ist garantiert. Deswegen können wir frei sein.

  9. Pingback: Results for week beginning 2015-01-12 | Iron Blogger Berlin

  10. Ich versprach zu berichten:
    Seit 5 Tagen nehme ich nun Vitamin D3, per Tagesdosis 15 Mikrogramm. Dito versuche ich mindestens 20 Minuten am Tag draußen zu verbringen so lange es noch hell ist.
    Bereits am dritten Tag war eine Wirkung da, jetzt bin ich sicher über die Zusammenhänge. Ich fühle mich insgesamt fitter, bin nicht mehr so down, ich schlafe wieder halbwegs durch und bin nicht mehr schlafschwer am Tage. In einem Satz: Ein voller Erfolg. (Ein Rezept für Trimipramin hängt seit 9 Tagen an meinem Pinbrett. Ich werde es nicht einlösen und bin sehr froh darüber.)

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