Sonntagshast

Es ist nun soweit. Ich habe das dringende Bedürfnis nach entspanntem Schreiben, eine Menge Texte im Kopf und keine Zeit. Also für so Langsamschreiberinnen wie mich.

Denn es ist so weit. Das kleine Haus ist leer, wir haben vorsichtshalber schon mal ein Bett darin deponiert und jetzt kommt erstmal eine Menge Logistik. Werkzeug, Lampen, Kabel, Putzzeug, Schlafdinge, Wärmedinge, Koch- und Eßdinge. Denn man geht da nicht so einfach in den nächsten Imbiss und wenn was fehlt, in den Baumarkt zu fahren, kann einen bald ruinieren.

Das alljährliche Adventstreffen im Haus zeigt, daß wir schlimmerweise alle älter werden und bei den zahlreichen Nachbarn in den 70ern geht das noch schneller. Sie reden davon, weiter entfernte Dependancen bald aufgeben zu müssen. Und man sagt natürlich nicht so was wie Schlaganfall (schon gar nicht als Gatte einer 17 Jahre jüngeren Frau) sondern redet davon, daß das Hirn es erst wieder lernen muß, den Fuß anzusteuern. Bis dahin geht man längere Strecken mit Krücke. Dafür haben wir aber noch 20 Jahre Zeit. Fun Fact: die einzige Klage über Lärmbelästigung hier im Haus betrifft exzessives Benutzen eines neu gelieferten Konzertflügels.

Ach, und wen es interessiert: das Enkelkind steht schon manchmal.

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