Ländliches Idyll

Drei Herren kloppen Skat. Zwei Frauen sitzen daneben. Frau Nr. 3, ist schon im Bett, nachdem sie in der Abenddämmerung im Garten Walzer und Tangos auf dem Akkordeon zum Besten gegeben hat.
Es gab zum Abendbrot übrigens Kartoffelpuffer mit Apfelmus aus den ersten Äpfeln im Garten. Den Rest vom gegrillten Fleisch und der Sauce von gestern hatten wir in ein Zwiebelfleisch mit Minzjoughurtsoße verwandelt, das gegrillte Gemüse in Antipasti. Den letzten Rest Apfelmus verwursteten wir mit Eis und Eierlikör. Nicht schlecht, oder?
Geschwommen bin ich heute auch, am liebsten würde ich den Rugensee in die Tasche stecken und mit nach Berlin nehmen. Nur der Graf fehlt, der nach Berlin zurück mußte, aber morgen wieder kommt. Ich habe das Zelt für mich allein, aber irgendwie… der Mann fehlt und es ist die längste Trennung seit einem Jahr. (Drei Tage!!!!)
Übrigens hat der Graf die Zeit in Berlin dazu genutzt, die Fotos vom Urlaub feinzumachen.
Ich sitze jetzt am Kamin, der heute leider nicht in Betrieb ist und versuche, Kontakt mit den Katzen zu vermeiden, damit ich das Kortison nicht zu hoch dosieren muß. Drei sind es. Eine schwarz-weiße Dame und je ein grau und rot getigerter Kater. Die Bettelgeste der drei ist, sich mit Leidensmine über das Kompostsammeleimerchen zu beugen. So nach dem Motto: „Wen ich hier nichts bekomme, muß ich wohl Biomüll fressen!“ – Die sollen sich nicht so haben, gestern haben sie einen halben Käsekuchen wegefressen.

Der Ernst des Lebens beginnt aber langsam wieder, ich texte eifrig und bald gehts wieder retour.

Auch das noch:

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