In die Zukunft

Ich bin gar nicht der Typ für Vorhaben zum neuen Jahr. Als ich noch Fitness-Studios frequentierte, mied ich im Januar jegliche Betätigung dort und wartete, bis die schnaufenden „Gute Vorsatz-Trainierer“ sich auf das Maß derer, die wirklich durchhalten wollen, reduziert hatte. Generell lege ich mir ungern die Latte so hoch, dass ich sie garantiert reiße, gerade in meinen zaghaften Aufbruchsversuchen. (Es sei denn drei oder vier unkoordinierte Vorhaben kommen zusammen, da bin ich Meisterin drin…)

Trotzdem zeichnen sich ein paar Veränderungen ab oder besser: Ich habe wieder den Antrieb und den Mut, scheints – und das eine oder andere muss einfach sein, um weiterzukommen. Mal schauen, wo ich lande.
Den Februar werde ich, so wie es aussieht, bis auf einen Seminartag nicht in Berlin verbringen. Zuerst muss der Graf mal dringend entspannt und ausgelüftet werden, der läuft mir hier rum wie ein Schatten seiner selbst. Dann haben LaPrimavera und ich ein Nähcamp verabredet und anschließend hüte ich noch ein paar Tage bei ihr das Haus, wenn sie mit Schmackes Hänge runterfährt und hoffentlich nicht wie vor 14 Jahren eine böse Grätsche macht, die die Bekanntschaft mit tschechischen Krankenhäusern erneuert.
(Ich teste in der Zeit, wie ich mit drei Katzen in geschlossenen Räumen zurechtkomme.)
Im frühen Frühjahr hat Frau Rosmarin nach Schilda eingeladen und das bedeutet auch (endlich wieder) einen Besuch bei des Grafen Haus, Heimat und Hof.
Kurz vor Sommerbeginn ist München dran, wenn wir Bloggerinnen es schaffen, uns auf einen Termin zu einigen. Ich freue mich sehr darauf und werde vielleicht auch noch 1-2 Tage in Richtung Berge verschwinden. Ich habe vor geraumer Zeit ein paar Hügeln und Wiesen versprochen, dass ich wiederkomme.

Unterwegs sein und Hieronymus im Gehäuse spielen, das ist für mich kein Unterschied. Ich treffe gern Menschen, aber ich bin auch sehr gern an einsamen und gottverlassenen Orten. Der einzige Luxus, den ich dann brauche, ist eine flexible Reise (was mich in der Konstellation meist zum Automenschen macht) und ein kleines Plätzchen nur für mich. Couchsurfing würde mich binnen kurzem zum psychischen Wrack machen. Zuviel Sozialkontakt.
Sollte ich jemals über Reisen schreiben, dann wäre es wohl die Geschichten der Ecken, Betten, Höhlen und Kammern, in die man sich auf der ganzen Welt verkriechen kann, um dann, wenn die Massen weg sind, schöne Orte zu besichtigen oder mit wilden Ziegen auf Bergkämmen zu reden – wenns sein muss auch bei Regen, Nacht und Nebel oder in der Dämmerung.

Seien Sie gespannt.

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7 Gedanken zu „In die Zukunft

  1. reiseaufschriebe aus höhlen, klausen und anderen menschenfernen ecken wären für mich eine höchst interessante lektüre! und ziegen auf berkämmen sowieso (gern auch wahlweise murmele, gemsen und anderes getier).

    • Es ist ja leider (oder Gott sei Dank) so, daß einem einen Robinson-Reiseführer keiner sponsort. Vielleicht ist das ja noch mal was für die nächsten Jahre: Miz Kittys Reisen für Introvertierte.

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