Der Montag, der kein Montag ist

Mental ist heute Montag, nach dem langen Wochenende mit Brückentag. Irgendwie rauscht gerade mal wieder alles Staccato vorbei.
Am Freitag ein langes Gespräch mit einer Bekannten, aus dem ich im Nachhinein erstaunt herausging. Durch die Gnade des späten Studiums sind mir viele viele ungute Ostfilzverwicklungen erspart geblieben. Die Umarmungen der Genossn, die gerade ihr Schäfchen und die SED-Millionen ins Trockene brachten und Mannschaft brauchten, hatte ich Anfang 1990 instinktiv abgelehnt. Wer weiß, vielleicht wäre ich ansonsten auch in der PR-Agentur des Mannes gelandet, dessen Vater, ein bläßlicher, sächselnder Showmaster, bis zum Anschlag in jedem Funktionärsarschloch gesteckt hatte. Der Appel fällt nicht weit vom Stamm. Papa moderierte die Galaveranstaltung zum runden Republikgeburtstag, Sohnemann organisiert das live im Fersnehen übertragene Event zu 20 Jahre Mauerfall.
Glück gehabt. Ich muß mich mit solchen Themen nicht auseinandersetzen.

Dann Hitze und Birkenpollen und am Montag der Versuch, 40kg Putzmörtel ohne Auto (ist beim TÜV) aus dem Baumarkt nach Hause zu transportieren. Der Hackenporsche wollte nach 20 Metern nicht mehr. Das per Taxi-App herbeigerufene Taxi hielt auf der anderen Seite der Ostseestr. an der falschen Hausnummer. Das sind 50m Distanz, so richtig wollte Taxi-Bodo mit dem grauen Schnauzbart nicht kapieren, warum die Fahrgäste nicht zu ihm  kommen, er aber zu den Fahrgästen gerufen wurde. Noch angepißter war der gute Mann, als er sah, daß Gepäck zu verladen war. Er stellte sich mit Bandscheibenvorfall-Gesichtsausdruck daneben und wir wuchteten die Tasche inden Kofferraum. Er schaffte es gerade mal, seine Umhängetasche aus dem Weg zu räumen. Trinkgeld konnte der sich woaanders holen.

Gestern war re:publica-Vorglühen. Die Frau Kaltmamsell, Sebastian, der Mittagesser, der Herr Beethoven und Miz Kitty trafen sich zum Frühstück in Kreuzberg, umgeben von mehreren Ringen gelangweilter Polizisten. Wohl 4 Stunden saßen wir plaudernd zusammen, dann pickte mich der Graf auf und wir gingen zu einer Finissage, die keine Vernissage hatte, weil die Bilder nur einen Tag hingen, in die Wallstreet One-Gallery. Matl Findel stellte eine Fotoserie aus, die er auf dem Eis der Rummelsburger Bucht gemacht hatte. Eine angenehme Abkühlung war das.
Der Nachmittag mutierte zum inoffiziellen S.R.A.L.-Treffen. Die Gruppe gibt es seit fast 7 Jahren nicht mehr (was man auch an der Old-School-Website sieht), der Zusammenhalt ist aber immer noch da.
Dann kam  ein Gewitter und der Graf und ich machten kurz Station im Chagall, der letzten Bastion des alten Prenzlauer Berg, und genossen den verdunstenden Regen. Auf dem Weg nach Hause dann das Kontrastprogramm La Focacceria mit von ihren blöden Nervblagen ferngesteuerten Eltern, die den ganzen Betrieb mit hysterischen Sonderwünschen unterhielten und aufhielten: „Das ist scharfe Salami! Das haben Sie uns nicht gesagt! Das ißt meine Tochter nicht!“
Kommentar des Grafen: Manchmal möchte ich Kinder-Ex ausstreuen… Full ack.
Dann noch schnell Wäsche waschen und etwas Content in  die Barnimkante-Site packen

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