Also

was die Leute an Dieter Nuhr finden? Tja, auf der anderen Seite würden die Zillertaler Schürzenjäger ebenfalls das Olympiastaion füllen. Da würde allerdings kaum jemand zugeben, dabei gewesen zu sein.

edit
Ich hab mich geirrt. Gleiche Kombi – mehrsilbiger Vorname, einsilbiger Nachname, anderer Mensch, anderer Humor.

Ich meine Mario Barth. Und der Herr Nuhr möge es mir verzeihen…

Mit dem Ausklinken aus dem Fernsehkonsum bin ich auch da nicht mehr so sattelfest. Das letzte, was ich live sah, war ein stand-up-comedian in Schöneberg. Der war gut, hatte aber was Lehrerhaftes. Er war allerdings Sozialwissenschaftler.

Auch das noch:

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10 Gedanken zu „Also

  1. noch schlimmer finde ich ja diesen primitiv-aber-glücklich-neandertaler (keine ahnung, wie der heißt) … über nuhr kann ich wenigstens gelegentlich herzlich lachen, das passiert mir bei dem anderen höhlenmenschen nicht. trotzdem füllt auch der riesige hallen … seltsam.

  2. ups, ich glaub, ich hab den verwechselt. ich meine den typen mit der begrenzten mimik, der schlechte witze über seine freundin macht. wer ist das denn dann?

  3. herrn nuhr finde ich klasse. sein wortwitz ist unschlagbar und durchaus gelegentlich so subtil, dass ihn in der mittelgroßen halle nicht unbedingt jeder sofort versteht.
    auf riesen-saal-niveau (olympiastadion) gastiert meines wissens nach derzeit nur herr barth, den kann man durchaus mit den zillertalern vergleichen. den halte ich nicht länger aus als zehn minuten, wie die meisten menschen.

  4. REPLY:
    mario barth. der ist von dieter nuhr [ <- megaklasse, da brauche ich meist mehr taschentücher als bei titanic ] ungefähr so weit entfernt wie ich von der rente …

  5. DAS wird den Dieter treffen… Sieh zu, wie Du damit klarkommst.

  6. REPLY:
    ich kniee seit gestern auf erbsen in der ecke…
    und überhaupt, leute, die überall „der dieter“ genannt werden, das ist mir ja schon wieder unheimlich suspekt, du.

  7. REPLY:
    Stichwort Matetee?!?

    Aber Spaß beiseite… Wir sind uns bei „Analyse“ [dieses Psychokrampfspiel heißt doch so?!] mal unglaublich in die Haare geraten deswegen. Die These war, dass diese ich-bin-der Dieter-Floskel eindeutig westdeutscher Provinienz sei und im Grunde genommen darauf hinweise, dass westdeutsche Gesellschaftsmitglieder sich in einer Art Dauerselbstinszenierung befinden…

    Na ja, das ist gut 15 Jahre her, mittlerweile sind wir wohl assimiliert. Widerstand war ohnehin zwecklos.

    P.S.: Das verzerrt angezeigte Wort war »hail«. Also bitte!

  8. wenns nach mir ginge: ALLE in einen sack, desiree nick obendrauf binden und in der nächsten kläranlage versenken. ich hab ja verständnis dafür, daß jeder irgendeinem erwerbsleben nachkommen will und muß, aber doch nicht in meinem fernseher!

  9. Sie haben gefragt.

    Also dieses fast unbegrenzte sich-reinsteigern finde ich lustig, in Stimme, Gestik, Mimik, Text, allem. Also wenn es um Bahnfahren geht, die Berliner Situation damit zu beschreiben dass letztens auf den Schienen jemand ver-hung-gert waere.

    Dann sind einige Texte unglaublich auf den Punkt (auf welchen, erzaehle ich gleich). Zum Beispiel „Komm‘ ich letztens nach Hause, sitzt meine Freundin da, zittert so komisch, laeuft Wasser aus’m Kopp. Hmm, erstmal im Maennerhandbuch nachgekuckt. Ah, klar: die weint.“

    Der erste Teil sehr besorgt betont, dass man denkt, was mag denn los sein, ist da jemand krank, der zweite Teil sehr selbstbewusst: ah, jetzt ist alles verstanden.

    Damit macht er natuerlich keinen Witz ueber seine Freundin, sondern ueber das, was die Y-Fraktion (dem Klischee nach) tut, wenn jemand weint: nichts, bzw. Panik wegen voelligen Unverstaendnisses. Und nach einmal-ins-Buch-kucken denken, man habe die Welt verstanden.

    D.h. er macht sich nicht ueber die Y-Fraktion lustig, sondern zeigt, wie die Y-Fraktion durch die Brille der X-Fraktion aussieht, wobei die X-Fraktion denkt, ihre Sicht waere die richtige und einzig klare. Sachen, die beim Herrn Barth als „Verstehe ich nicht! Passt bei K*stadt, passt auch zu Hause.“ kommentiert werden, fuellen auch das eine oder andere Blog.

    Ueberhaupt wuerden einige Pointen in hochserioesen Blogs, die auch ironisch die Irrungen und Wirrungen und Missverstaendnisse rund um Beziehungen thematisieren, gar nicht negativ auffallen. Ich nenne jetzt mal keine Namen, um diese Blogs nicht zu beschaedigen.

    Es scheint so ein bisschen, als wuerde er vor allem von der Y-Fraktion nicht gemocht, vll. weil man sich so ertappt fuehlt, weil man die Sonderlichkeiten so herauspraepariert und in Scheinwerferlicht gezerrt findet. Andererseits ist Einparken auch ein Bestseller und ein Film – was ich ziemlich langweilig finde.

    Herrn Barths Art, Pointen grundsaetzlich in der eingangs genannten Uebersteigerung totzureiten muss man moegen. Die schrille Stimme, das Hyperventilieren, ist aber eine Nische, die sonst grad niemand besetzt. Und Ottos Art ist auch Leuten auf die Nerven gegangen.

    Also: ich fand die erste Fernsehshow (letztes Jahr?) grauslich, und fuerchtete ernsthaft, der Herr Barth werde jetzt verheizt. Hat er — meiner Meinung nach — gluecklicherweise ueberstanden. Er geht mit in „Spiel“shows, in denen er nur Gast ist, grandios auf die Nerven, wenn er versucht, Gags aus seinem Programm reinzudruecken. Geht mir aber bei jedem so. Und das aktuelle Programm kenne ich nicht, ebenso wenig wie die neue Show. Und ausgerechnet „erfolgreichster …“ vor sich herzutragen ist auch ausgesprochen doof (wer tut das eigentlich genau? Nur Fa. RTL? Oder Herr Barth hoechstselbst?). Aber das erste Programm ist grossartig. (Trotz einer wirlich doofen Nummer.) Und ich kucke den nicht als Show-Veranstalter an, sondern als, was man so Comedian nannte. (Wie hat man denn Otto damals genannt? Kabarettist doch auch nicht.)

    Und die Idee „Langenscheidt Deutsch/Frau Frau/Deutsch“ ist auch eine grosse. Man denke sich das nur in den o.g. Blogs mit Beziehungsthemen.

    Den Vergleich mit „Hausmeister Krause“ nehme ich dem Herrn Broder wirklich, wirklich uebel. Diesen Vergleich wuensche ich meinem aergsten Feind nicht. Ganz abgesehen davon, dass in dem Artikel ploetzlich „Huesch“ aufgefahren wird. Pff. Ja, und? Der Herr Barth ist auch ein Nichts gegen Karajan. Und gegen Beckenbauer. Und gegen das Azorenhoch auch nicht. Und? Dreht man so Stricke? Armselig.

    Letztes Puenktchen: koennte sein, dass der bei Nightwash seine Fernsehpremiere hatte; das war keine so schlechte Adresse, damals, zu WDR-Zeiten.

    Also, verwunderlich finde ich vor allem, dass sich ploetzlich alle moeglichen Leute berufen fuehlen, ueber den Herrn Barth so herzufallen. (Frau mutant schrieb „der neue Fall Eva Herrmann?“.)
    Was ist so schlimm, dass man so giftig werden muss wie der Herr Broder? Was sollte Herr Barth deren Meinung nach tun? Ins Fernsehen gehen, wo ja jeder abschalten kann? Oder seinen Kram in geschlossenen Hallen verbreiten, wo man ja nicht hin muss? Oder Buecher schreiben, die man nicht kaufen muss?

    Naja, so ungefaehr halt…

  10. REPLY:
    und dann kein „edieren“ Knopf.

    Also, Errata:

    * einmal X und Y vertauscht
    * einmal ein „nicht“ zuviel
    * ebensowenig
    * …

    Mit ein bisschen gutem Willen geht’s hoffentlich…

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