29.11. 2020

Wieder waren morgens die Spuren nächtlicher Randale um das Katzenhaus zu sehen. Die Schnuffeldecke war rausgezerrt und eine der Filzwände lag im Park. Meine Mutter hatte die Vermutung, daß es die Waschbären sind. Das klingt plausibel, denn weder Katzen noch Fuchs oder Dachs sind so pfotenfertig.
Ich ging es langsam an und ging noch mal mit einem Kaffee ins Bett, während der Ofen aufheizte. Ich hatte nachts schlecht geschlafen.
Vor allem, weil ich darüber nachdachte, wie ich die Seuche in meinem Leben gerade verdränge. Eigentlich gibt es keinen Grund zu Sorge und Angst, der Landkreis hat wieder eine 7-Tages-Inzidenz unter 20. Der Besuch des Enkelkinds ließ allerdings sechs Tage später die Nachricht folgen, die Kita sei geschlossen, weil Erzieherinnen positiv getestet worden seien. Das könnte dann auch knapp gewesen sein. Von unserer kleinen Keimschleuder habe ich mir bisher die fiesesten Sachen eingefangen. Theoretisch begreife ich es. Praktisch bin ich mittlerweile blind gegenüber meinem eigenen Risiko und denke nicht mehr ausreichend nach. Unser extrem zurückgezogenes Leben hilft da, aber es macht auch zu sorglos, wenn es tatsächlich Berührungen mit der Risikozone gibt.
Wir taten uns heute nur gutes. Sichteten im Park, wo Gestrüpp weg soll, gingen spazieren, sammelten winzige Hagebutten für das Adventsbrett und lümmelten im Sessel am Ofen herum.
Ich machte geschmorte Rinderbeinscheibe, aber ich hatte zu spät angefangen, weil ich vorher die Adventsdeko aufgebaut habe. So gab es dann warme Würstchen, denn das Fleisch brauchte zu lange, im weich zu werden.
Jetzt ist dann höchste Schlafenszeit.

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