Jetzt hat sie mich,

die Spätwinterdepression. Mit allem. Mit dem unsichtbaren Fuß auf der Brust, dem Totsein im Kopf („du bringst es nicht“ steht da in staubiger, flackernder Leuchtschrift), der Empfindlichkeit uff die Wörter, von denen jedes unverfängliche wirken kann wie ein Tritt in den Bauch, dem Essenschlingen ohne zu riechen und zu schmecken, der Scheu, anderen Menschen zu begegnen und dem dringenden Bedürfnis, in warme Betten verpackt, ohne übergroße Beachtung versorgt zu werden.
Das letzte Mal ist Gott sei Dank lange her. Fünf Jahre bestimmt.

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12 Gedanken zu „Jetzt hat sie mich,

  1. Ich weiß nicht, ob mir der Brückenschlag gelingt… jedenfalls: ich wollte mich bei Ihnen bedanken, für Ihren Kommentar kürzlich und für Ihre vielen fabelhaften, bodenständige, klugen und verständnisvolle Kommentare in der Vergangenheit.
    Lassen Sie sich nicht runterziehen von der Spätwintersepression – Sie sind wunderbar!

  2. REPLY:
    i agree with the lovely frau fragmente und empfehle etwas homöpathisches: leihen Sie sich die düstermorbide tv-serie „carnivale“ und schauen Sie sich vier folgen am stück an. danach leuchtet das eigene leben in regenbogenfarben! (und abgesehen davon haben sie sich damit 4 studen perfekten entertainments gegönnt). sollten Sie an „carnivale“ nicht kommen stelle ich Ihnen gern „prison break“ zur verfügung. nicht so düster und sehr sehr sexy.

  3. schnief, danke! ich geh jetzt mit einem kitschroman ins bett!

  4. REPLY:
    ich würde „ratatouille“ empfehlen. garnicht düster und traumhaft schön. ab donnerstag auf dvd. wer den film gesehen hat, weiß was ich meine wenn ich sage: er hat mich „inspiriert“ …

  5. REPLY:
    lieber jochen schmidt lesen. laut lachen bis der bauch weh tut, auch wenn man versucht, gegen das lachen anzukämpfen.

  6. REPLY:
    hab sogar vorhin einen jochen schmidt im tagesspiegel gelesen ist das der? und hab sehr gelacht…jonathan meese ist wie helge schneider ohne humor und ohne musik… so westberlin. hihihi

  7. eigentlich müßte gestzlich verankert sein, daß man im februar eine woche sonnenurlaub machen muß, kanaren oder so. die batterien sind nicht ausdauernd genug für den langen zähen ritt von januar bis april.

  8. REPLY:
    und ausgerechnet mitten in der berlinale? das ist natürlich unpraktisch…
    aber: wir. müssen. alle. gut. zuhören! wenn der körper mit uns redet! und dann heißt es, ganz genau Frau Koma, Hühnersuppe, Kitschromane, Frauen-Problem-Besetzungsfilme oder mit Julia Roberts und Bett, Bett, Bett. Bis der Rücken wehtut.

    und ERST DANN mit dem Gegenprogramm anfangen. Solarium, dunkle Schokolade, Ausdauertrainig (am besten bei lauter Bumsmusik mit knackigem Vortuner in einem Aerobicstudio) Solarium, neue Blondierung, Salate, Salate, Salate und buntes Obst und kurzgedünstetes Gemüse und wenn dann der Frühling kommt, stehen sie energieumspielt da, und deuten gutmütig tadelnd auf die hochwertige Uhr, die ihr schlankes handgelenk umspielt, zucken dann die praktischerweise goldsolarisierten Schultern und hüpfen zusammen dem Sommer entgegen….

  9. kurze nachricht aus der matratzengruft: ein danielle-steel-roman ist geschafft. geheult, als sie geheiratet haben, aber dit is ja bei frau steel nicht das happy end. dann kamen ja noch probleme. hach is dit schön, zu merken, daß nicht nur kitty probleme hat sondern auch berühmte herzchirurgen und fernsehmoderatorinnen.
    ps. das buch trägt etwas motivlos den titel „unter dem regenbogen“. dabei ist keine der auftretenden figuren homosexuell.

  10. REPLY:
    das ist der (der kürzlich in der sz dem nico hofmann voll eins verbal inne fresse…). „meine wichtigsten körperfunktionen“ ist ein hochdosiertes antidepressivum.

  11. Dagegen anschreiben ist nicht das Schlechteste. Du hörst Dich dann selbst und lässt Dich viel weniger fallen.

    Und das Schreiben kannst Du doch gut. Also hau in die Tasten.

  12. REPLY:
    ja. richtig. verstanden.

    ich bin fast durch.

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