Jahresrückblickfragebogen 2016

Zugenommen oder abgenommen?
Es pendelt, mit leichter Tendenz nach unten. Wobei ich kein Interesse mehr habe, so auszusehen wie vor 10 Jahren. Dünn heißt zumindest bei mir nicht glücklich und gesund.

Haare länger oder kürzer?
Sie werden einmal im Jahr 10 cm abgeschnitten und gehen über den halben Rücken.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
So langsam muss die alte Lesebrille, die ich für Computerarbeiten benutzt habe, neue Gläser bekommen und die neue (auch schon wieder zwei Jahre alte) versagt immer wieder bei feinen Fummelarbeiten. Also noch etwas altersweitsichtiger geworden.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Etwas mehr, weil es möglich war.

Mehr bewegt oder weniger?
Mal mehr, mal weniger. In der Reha habe ich gemerkt, dass vieles wieder gut geht und eine Willensfrage ist, aber wenn es zu viel wird (und im Gegensatz zu früher noch lächerlich wenig ist), zieht der Körper die Reißleine und wird krank.
Scheinbar funktionieren 1x Schwimmen in der Woche und dazu lange, möglichst tägliche Spaziergänge. (Dazu muss man aber den Luxus von Zeit haben.)
Ich schwimme technisch gut und recht schnell, aber die allgemeine Belastbarkeitsgrenze steht felsenfest. Und sonst wäre mir Gartenarbeit lieber als Durch-die-Stadt-Latschen.

Der hirnrissigste Plan?
„Ich streite mich mit denen von der Rentenversicherung nicht mehr rum, ob ich das ambulant machen kann, sondern ziehe die stationäre Reha durch.“ Letztlich bin ich dort angeschlagener raus- als reingegangen.
Überhaupt sollte ich ein lautes Warnsignal auf den Satz: „Ich ziehe das jetzt durch!“ bekommen. Aber die Menschen aus dem Internet und der Graf haben ja schon versprochen, darauf zu achten, wenn es mit meiner Achtsamkeit nicht weit her ist.

Die gefährlichste Unternehmung?
Es gab nichts gefährliches, allerhöchstens ein- oder zweimal den Ansatz zu einer veränderungsträchtigen, nachhaltigen gemeinsamen Entscheidung.

Die teuerste Anschaffung?
Ein neues iPad, das mein 7 Jahre altes iPad1, das kaum noch Websites absturzfrei aufrufen konnte, ablöste.

Das leckerste Essen?
Sämtliche Teile von dem Ochsen, den die Familie einer Freundin geschlachtet hatte. Ich habe ewig nicht mehr so gutes Rindfleisch zubereitet und gegessen.

Das beeindruckenste Buch?
Nicht beeindruckend, aber sehr unterhaltsam und treffend: Juli Zehs Unterleuten(Amazon-Link)

Der ergreifendste Film?
Keine Ahnung. Ich habe extrem wenig Filme gesehen.

Die beste CD?
Ich höre beim Stricken Hörbücher und merke, wie sehr ich gute Stimmen schätze.

Das schönste Konzert?
Konzerte bedeuten viele Menschen und das mag ich nicht.

Der beste Sex?
:)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Schreiben, Stricken und Nähen. Eigentlich genau das, was ich seit Jahrzehnten tun will.

Die schönste Zeit verbracht damit…?
Mit dem Grafen eine große Lebensveränderung zu planen. Das war zwar auch immer wieder sehr sehr aufreibend und es ist noch nicht klar, ob es funktioniert und ob wir es realisieren können, aber es ist schön, sich in vielen Dingen einig zu sein.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Berlin tut mir nicht gut.
Im weiteren Sinn, auch auf das Leben im Netz bezogen: Das, was um mich herum passiert, die Kriege der moralisch-ideologischen Extempositionen, hat immer weniger mit mir und meinem Leben zu tun. Dort, wo es mein Leben und sicher auch das vieler anderer betrifft, verhindern diese ideologischen Spiegelfechtereien nötige Veränderungen.

2016 zum ersten Mal getan?
Am Grab eines Menschen aus dem Freundeskreis gestanden.
Verhandlungsgespräche um hohe Summen geführt und diesmal nicht für andere.
Aufgehört, die Super-Dynamikerin zu spielen und öfter „Nein, nicht jetzt, nicht heute.“ oder „Dafür brauche ich doch länger als gedacht.“ gesagt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
Langtext geschrieben. Es geht leider sehr langsam voran. Das hat damit zu tun, dass ich keine so gute Planerin, sondern eher die Drauflosmacherin bin und das Planen erst lernen muss, denn Langtext braucht Planung.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Grippe am Jahresanfang und als Weihnachtsgeschenk meines Körpers den Sprung der Herpesviren ins Auge.
Die desaströse Reha.
Die Kollision zwischen dem Entschluss, eine Vollzeit-Arbeits-Teilhabemaßnahme zu beantragen, obwohl ich wußte, dass ich das kaum durchhalten werde, es aber einige dringend benötigte Rentenanwartschaften bringt und der Bewilligung der Berufsunfähigkeitsrente lange Zeit nach dem Antrag. – Und die heftigen Ängste, sie wieder zu verlieren, ob der Kollision.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Ich bin dabei, weil dein Plan gut ist.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Nach meiner Einschätzung war es das:
12530724_220244821649764_696914347_n
Und eine Dampferfahrt nach Potsdam Ende Mai.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Beteiligung, immer wieder.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Es hätte schlimmer kommen können!“ :)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Geerdetes Ankommen auf der einen Seite und umsichtige Vorbereitung auf den nächsten Schritt auf der anderen Seite.

2007200820092010 20112012201320142015

Auch das noch:

  • Jenseits der digitalen KluftJenseits der digitalen Kluft Sehr bemerkenswertes Gespräch mit der besten und dienstältesten Freundin. Jetzt subjektiv notiert, hat sie vielleicht anders im […]
  • Dorfnotizen 7Dorfnotizen 7 So, heute ist der erste Tag, an dem es ernst wird mit dem Haushüten. Aber vorher kam ein dichtes Wochenende. Der Graf brachte am […]
  • Der Blick des FremdenDer Blick des Fremden Seit 17 Jahren lasse ich mich von Profis fotografieren. Mein Beruf hat es mit sich gebracht, dass ich auf gute Porträts in der […]
  • Komasaufen – Der NachtragKomasaufen – Der Nachtrag Was passiert, wenn nach einigem Wein die Gastgeberin zum Singen genötigt wird sich nach einiger Ziererei sehr gern zum Singen im Duett mit […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.